8 – Das Moderne Kreta

Die Geschichte Kretas im späten 20. Jahrhundert und zu Beginn des 21. Jahrhunderts (Teil VIII).

Fußgänger-Einkaufstrasse in Agios Nikolaos
Der Tourismus beherrscht Kreta: Fußgänger-Einkaufstrasse in Agios Nikolaos.

t arrow2Hier zu Teil VII: 7 – Kreta im 20. Jahrhundert.

Kreta auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre stand Kreta, ebenso wie Griechenland und der Europäische Wirtschaftsraum, unter dem Eindruck eines Wirtschaftsabschwunges. Dies führte zu einer Spaltung zwischen den Staatsbediensteten – von denen Griechenland ein Plus von zwei Dritteln im Verhältnis zu den Einwohnern und damit mehr als in jedem anderen EU-Staat hatte – und der konservativen Regierung in Athen, welche ein Sparprogramm zur Kürzung der öffentlichen Ausgaben durchsetzen wollte.
Die daraufhin folgenden Streiks und Massenproteste endeten mit der vernichtenden Niederlage der Nea Dimokratia bei den Parlamentswahlen im Oktober 1993 und der Rückkehr einer PASOK-Regierung an die Macht, welche immer noch von dem alternden und kränkelnden Andreas Papandreou geführt wurde.
Das Sparprogramm wurde gestoppt, doch als sich Papandreous Gesundheitszustand verschlechterte, trat er im Januar 1996 widerwillig zurück und wurde von dem einfallslosen Technokraten Kostas Simitis als Regierungschef abgelöst.

In die Amtszeit von Simitis fallen zwei wichtige Ereignisse: der Beitritt Griechenlands zur Einheitswährung (der Euro ersetzte 2002 die Drachme) und die Ernennung Athens zum Austragungsort der Olympischen Spiele 2004.
Infolge der letztgenannten Entscheidung flossen enorme Finanzmittel in das Land, und einige der größten Infrastrukturprojekte der EU wurden auf den Weg gebracht, wodurch ein Großteil des Verkehrssystems des Landes mit neuen Eisenbahnen, Straßen und Flughäfen (wie zum Beispiel dem in Sitia im Osten Kretas) direkt ins einundzwanzigste Jahrhundert katapultiert wurde.

Sitia
Der Flughafen von Sitia befindet sich immer noch im Bau auf der Rückseite des Hügels der Altstadt.

Zudem wurde die griechische Fußball-Nationalmannschaft unter Otto Rehagel erstmals Europameister im selben Jahr, was für den Autor dieser Seite auch der Auslöser war, nach Kreta und auf die südlichste und wärmste europäische Insel verschlagen zu werden, anstatt sich erst einmal auf Sizilien oder in Süditalien umzuschauen.

Hafen von Piräus
An der Reling im Hafen von Piräus mit dem Ziel Kreta im November 2004.

Kreta zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Trotz eines weiteren knappen Wahlsiegs im Jahr 2000 wendete sich das politische Blatt gegen die PASOK, und da die Regierung über keine Mehrheit verfügte, war sie nicht in der Lage, eines der größten Probleme der griechischen Wirtschaft entschlossen anzugehen. Die Gewerkschaften wollten den Status quo beibehalten, während die Wirtschaftslobby davon überzeugt war, dass die Staatsfinanzen erneut aus dem Ruder zu laufen drohten.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2003 führten eine stagnierende Wirtschaft und eine Reihe von Korruptionsskandalen, in die PASOK-Minister verwickelt waren, zu einem Anstieg der Unterstützung für Costas Karamanlis, den Führer der Nea Dimokratia – und gleichfalls Neffe und Namensvetter des Ministerpräsidenten aus den 1970er Jahren – der Simitis in den Meinungsumfragen zum ersten Mal überholte.

In Anbetracht der fast sicheren Niederlage bei den bevorstehenden Wahlen im Frühjahr 2004 drängten die Mächtigen in der PASOK Simitis, zugunsten von Außenminister Yiorgos (George) Papandreou, dem leiblichen Sohn des Parteigründers, zurückzutreten. Der in Amerika geborene, in Schweden und Großbritannien ausgebildete, aufgeschlossene, innovative und sanftmütige Papandreou gab der Partei neue Hoffnung.
Papandreous Charisma reichte jedoch nicht aus, um die Nea Dimokratia zu destabilisieren – bei einem entscheidenden Wahlsieg wurde der ND-Vorsitzende Costas Karamanlis mit 47 Jahren der jüngste Ministerpräsident Griechenlands überhaupt. Trotz eines landesweiten Rechtsrucks blieb Kreta einmal mehr der PASOK treu: Die sozialistische Partei erhielt auf der ganzen Insel vierzig Prozent mehr Stimmen als ihr ND-Rivale.

Chania im Sommer 2005
Reger touristischer Besuch in Chania im Sommer 2005.

Die Regierung Karamanlis erwies sich im Umgang mit der kränkelnden Wirtschaft und der steigenden Arbeitslosigkeit als noch weniger erfolgreicher als ihre Vorgängerinnen. Trotz der Arbeitskampfmaßnahmen der Gewerkschaften, die sich während eines Großteils der Jahre 2006 und 2007 gegen die Arbeits- und Rentenreformen richteten, rief Karamanlis im Herbst 2007 Neuwahlen aus und gewann sie.
Allerdings verfügte seine Partei nun über nur noch zwei Sitzen Vorsprung gegenüber der PASOK und es war klar, dass es schwierig werden würde, die Autorität der Regierung durchzusetzen. So kam es, dass die ND-Regierung von einer Krise in die nächste taumelte.


Eine Reihe von Korruptionsskandalen, welche bis in die Regierung zu reichen schienen, erschütterte die Regierung und Ende 2008 brachen im ganzen Land Unruhen aus, die sich vordergründig gegen eine Schießerei der Polizei richteten. Der landesweite Protest hatte jedoch als eigentliche Ursache die Auswirkungen des weltweiten Wirtschaftsabschwungs und die Frustration über die stark eingeschränkten Perspektiven für junge Menschen.

Im September 2009, als sich die Regierung gerade noch an der Macht halten konnte, rief Karamanlis wieder Neuwahlen aus. Die Wähler straften die ND ab und überließen den Sieg der PASOK und ihrem Führer George Papandreou. Hauptsächlich schien es dabei auch bei der traditionellen ND-Wählerschaft eher darum gegangen zu sein, Karamanlis abzustrafen, als sich von den vagen Versprechen Papandreous überzeugen zu lassen. Die Partei fuhr dabei ihr schlechtestes Wahlergebnis aller Zeiten ein.
Mit der wiederholten Verwendung von Schlagwörtern wie ‚Wettbewerbsfähigkeit‘, ‚Kampf gegen den Klimawandel‘ und ‚elektronische Bürokratie‘ versuchte Papandreou, ein modernes Image zu vermitteln, im Gegensatz zu der eher verschroben ausgerichteten ND-Führung.

Bereits im Jahr 2007 kam es in Griechenland und auch auf Kreta, wie das nachfolgende Foto zeigt, zu schweren Waldbränden. Durch den anhaltenden Klimawandel, welcher in den letzten Dekaden zu weniger Regenfällen im Winter und vermehrter Dürre im Sommer führte, wurde Griechenland seitdem immer häufiger von derartigen Katastrophen heimgesucht.

Brände in Elounda
Rauchschwaden von Bränden auf Kreta (hier bei Elounda) im Sommer 2007.

Kreta in der größten Krise

Die neue Regierung hat keine Chance, die anhaltenden Probleme Griechenlands zu bewältigen und wurde von dem finanziellen Tsunami der Staatsschuldenkrise, der Ende 2009 über das Land hereinbrach, überwältigt. Berichte, wonach Griechenland dubiose Buchhaltungspraktiken anwandte, um das Ausmaß seiner Verschuldung zu verschleiern, löste Panik unter ausländischen Anlegern aus, die befürchteten, dass das Land nicht in der Lage sein würde, seine Schulden zu bedienen.

Nach zahlreichen Korrekturen der Schuldenzahlen wurde im Mai 2010 das griechische Defizit erneut nach oben korrigiert, auf geschätzte 15 Prozent des BIP – bei einer zulässigen Grenze von drei Prozent im Euro-Raum. Damit hatte Griechenland eine der höchsten Verschuldungen auf der Welt.
Die Ratingagenturen stuften daraufhin griechische Staatsanleihen auf Ramsch-Status herab und lösten damit weitere Panik auf den Finanzmärkten aus. Um einen Zahlungsausfall der griechischen Regierung abzuwenden, haben die EU und der IWF im Mai 2010 ein unvermeidliches Rettungspaket in Höhe von 45 Milliarden Euro geschnürt, dem weitere 65 Mrd. € folgen sollten.

Hotel Sommer 2010
Die aufziehende Wirtschaftskrise und die Gefahr eines Kollapses der griechischen Banken wirkte sich im Sommer 2010 auch merklich auf die Besucherzahlen in Hotels auf Kreta aus. Wo die Liegen normalerweise gut besetzt waren, tummeln sich nur wenige Touristen am Pool und an der Bar.

Der Preis für diese Finanzierung war eine Reihe harter Sparmaßnahmen, um das Defizit der Regierung unter Kontrolle zu bringen. Diese Maßnahmen, bestehend aus Personalabbau und Gehaltskürzungen im öffentlichen Sektor sowie einer Arbeits- und Rentenreformen wurden von großen Teilen der griechischen Bevölkerung abgelehnt und eine Welle sozialer Unruhen schwappte über das Land. Es kam zu Streiks und Unruhen in Athen und anderen Städten.

Während des gesamten Jahres 2011 versuchte die Regierung Papandreou, die Krise zu bewältigen und führte weitere Sparmaßnahmen ein, wodurch ihre Popularität weiter sank. Im November, als es ihm nicht gelungen war, die Unterstützung der anderen großen Parteien für die Bildung einer Koalition zu gewinnen, trat Papandreou als Premierminister zurück.
Die Parteien PASOK und Nea Dimokratia einigten sich auf die Bildung einer Übergangsregierung unter der Leitung des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos, bis Neuwahlen stattfinden können.

Im Mai 2012 ging das Land an die Urnen, doch das Ergebnis war eine Pattsituation: keine Partei konnte eine Regierung bilden. Am 17. Juni wurden Neuwahlen abgehalten, bei denen die Politiker die Wähler aufforderten, verantwortungsbewusst zu wählen, um das Land zu retten.
Die ND unter ihrem Vorsitzenden Antonis Samaras erhielt die meisten Sitze und bildete am 20. Juni eine Große Koalition mit der PASOK unter ihrem neuen Vorsitzenden, Evangelos Venizélos. Die neue Koalitionsregierung verfügte über eine tragfähige Mehrheit gegenüber den anderen Oppositionsparteien – aber, was für die Zukunft beunruhigend war, darunter waren auch linksextreme und neonazistische Gruppen, die sich gegen die ‚von Ausländern auferlegten‘ finanziellen Beschränkungen wehren wollten.

Ende 2012 steckte Griechenland immer noch in der Rezession, während weitere Sparmaßnahmen eingeführt wurden, um weitere Rettungspakete von der EU zu erhalten, ohne welche die Regierung nicht in der Lage wäre, die Renten und Gehälter im öffentlichen Sektor zu bezahlen. Viele Finanzexperten waren überzeugt, dass Griechenland die Eurozone verlassen und abwerten muss, wenn es sich vor dem Ruin retten will. Aber der Austritt aus der Eurozone ist jedoch keineswegs risikofrei und hätte das griechische Bankensystem in ein Chaos gestürzt.

Olivenernte im Hotel
Olivenernte im Hotel in der Krise des Winters 2012/2013.

Wie sind Griechenland und die EU überhaupt in diesen Schlamassel geraten? Für die Ursache müssen wir in das Jahr 2001 zurückblicken, als Griechenland den Euro als Währung einführte. Griechenland war seit 1981 Mitglied der EU, hätte aber nicht in die Eurozone aufgenommen werden dürfen, da das Haushaltsdefizit zu hoch für die Maastricht-Kriterien der Eurozone war.
In den ersten Jahren lief alles gut. Wie andere Länder der Eurozone profitierte auch Griechenland von der Kraft des Euro, welcher die Zinssätze drückte und Investitionskapital und Kredite anzog.
Erst im Jahr 2004 gab die griechische Regierung offizell zu, dass das Land betrogen hatte, um die Maastricht-Kriterien zu umgehen. Daraufhin verhängte die EU keine Sanktionen!

Dafür gab es drei Gründe: die zwei größten Wirtschaftsnationen des Euroraumes – Frankreich und Deutschland – gaben zu dieser Zeit ebenfalls mehr Geld aus als erlaubt. Es wäre heuchlerisch gewesen, Griechenland zu sanktionieren, bevor diese nicht ihre eigenen Sparmaßnahmen durchgesetzt hätten.
Desweiteren herrschte Unklarheit darüber, welche Sanktionen genau verhängt werden sollten. Zwar hätte Griechenland ausgeschlossen werden können, das aber hätte zu Turbulenzen geführt und den Euro geschwächt. Dies wollte die EU aber nicht, da sie die Macht des Euro auf den internationalen Währungsmärkten stärken wollte, um weitere EU-Länder wie das Vereinigte Königreich, Dänemark und Schweden zu überzeugen, den Euro einzuführen.
Infolgedessen stiegen die griechischen Schulden bis zum Ausbruch der Krise im Jahr 2008 immer weiter an.

Im September 2012 riefen die Gewerkschaften zu einem 24-stündigen Generalstreik gegen die Sparmaßnahmen der Regierung auf. Die Polizei setzt Tränengas ein, um eine anarchistische Kundgebung vor dem Parlament aufzulösen.
Im Oktober 2012 verabschiedet das Parlament einen 13,5-Milliarden-Euro-Sparplan, um die nächste Runde von EU- und IWF-Rettungskrediten zu sichern. Das Paket – das vierte in drei Jahren – beinhaltet Steuererhöhungen und Rentenkürzungen.


BESTE PAUSCHALREISEN NACH KRETA:

Ebenfalls im Jahr 2012 wurde erstmal ein griechisches Tierschutzgesetz im Rahmen einer EU-Verordnung verabschiedet, welche die Haltung der oftmals unter katastrophalen Bedingungen dahinvegetierenden Ketten- und Tonnenhunden einschränken sollte. Da das Gesetz in der Praxis aber zu viele Schlupflöcher offen ließ und die ‚dauerhafte Kettenhaltung‘ sich nur schwer nachweisen ließ, wurde es kürzlich durch das Griechische Tierschutzgesetz 4830/2021 neu überarbeitet und verbessert.

Kettenhunde auf Kreta
Kettenhunde auf Kreta ‚leben‘ oft unter miserablen Bedingungen.

Bis Januar 2013 stieg die Arbeitslosigkeit auf 26,8 % und war damit die höchste in der EU. Bis April kletterte die Jugendarbeitslosigkeit auf fast 60 % und die Öffentliche Rundfunkanstalt muss geschlossen werden.
Im Juni 2013 stellt die Regierung die staatliche Rundfunkanstalt ERT ein, um Geld zu sparen. Zwei Monate später wurde eine neue staatliche Rundfunkanstalt EDT gegründet.

Im September 2013 ging die Regierung hart gegen die rechtsextreme Partei ‚Goldene Morgenröte‘ vor. Der Parteivorsitzende Nikolaos Michaloliakos und fünf weitere Abgeordnete der Goldenen Morgenröte werden unter anderem wegen Körperverletzung, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verhaftet.
im Dezember 2013 verabschiedete das Parlament den Haushalt 2014, der nach sechs Jahren Rezession die Rückkehr zum Wachstum vorsah. Ministerpräsident Samaras begrüßte dies als ersten entscheidenden Schritt zum Ausstieg aus dem Rettungspaket.

Im Februar 2014 stieg die Arbeitslosigkeit auf das Rekordhoch von 28 %. Im März billigte das Parlament mit knapper Mehrheit ein umfangreiches Reformpaket, das mehr Einzelhandelssektoren für den Wettbewerb öffnete und Teil einer Vereinbarung zwischen Griechenland und seinen internationalen Kreditgebern war.
Im April 2014 erklärten die Finanzminister der Eurozone, dass sie Griechenland weitere 8 Mrd. Euro an Hilfsgeldern zur Verfügung stellen werden.
Griechenland nahm bei seinem ersten Verkauf langfristiger Staatsanleihen seit vier Jahren fast 4 Mrd. Dollar auf den internationalen Finanzmärkten auf und macht damit einen wichtigen Schritt zur wirtschaftlichen Erholung des Landes.
Im Mai 2014 gewann trotzdem das linksradikale Syriza-Bündnis die Europawahl mit 26,6 % der Stimmen in Griechenland.

Im Dezember 2014 gelang es dem Parlament dann nicht, einen neuen Präsidenten zu wählen. Dies löste eine politische Krise aus und führte zu vorgezogenen Neuwahlen.

Stimmzettel Griechenland-Wahl
Original-Stimmzettel der Griechenland-Wahl 2015.

Syriza-Ochi
Ochi – Oxi vom lokalen Syriza-Parteibüro.
Im Januar 2015 wurde Alexis Tsipras von Syriza zum Ministerpräsident Griechenlands, nachdem er die Parlamentswahlen gewonnen hatte und eine Koalition mit der nationalistischen Partei der Unabhängigen Griechen bilden konnte.

Im Februar verhandelte die neue linke Regierung teils chaotisch über eine viermonatige Verlängerung des Rettungsprogramms für Griechenland, bei dem sie im Gegenzug auf wichtige Sparmaßnahmen verzichten wollte und ein von der Eurozone genehmigtes Reformprogramm umzusetzen versparch.
Im Juni und Juli beendete die Europäische Zentralbank schließlich die Notfinanzierung. Griechenland schloss die Banken und führte Kapitalverkehrskontrollen ein. Die Wähler lehnten die Bedingungen des EU-Rettungsprogramms in einem Referendum (‚Ochi-Oxi‘) im Juli mit überwältigender Mehrheit ab.

Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis
Alexis Tsipras mit seinem ersten Finanzminister Yanis Varoufakis.

Trotzdem einigten sich im August 2015 Griechenland und seine Gläubiger auf ein drittes Rettungspaket in Höhe von 86 Mrd. Euro, das dem Land weitere Ausgabenkürzungen auferlegte, um einen Bankrott und den Austritt aus der Eurozone zu vermeiden.

Kyriakos Mitsotakis
Kyriakos Mitsotakis
Im nächsten Jahr einigten sich die Finanzminister der Eurozone erneut darauf, weitere 10,3 Mrd. Euro an Krediten freizugeben – eine Tranche, die Athen benötigte, um die im Juli fälligen Schuldenrückzahlungen zu leisten. Außerdem einigten sie sich auf einen Schuldenerlass für Griechenland, eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist und eine Begrenzung der Zinssätze.

Ab Februar 2018 hob die Ratingagentur Fitch ihre Bewertung Griechenlands aufgrund der wachsenden Wirtschaft und der zunehmenden politischen Stabilität an. Im Juni unterzeichneten Mazedonien und Griechenland ein historisches Abkommen zur Beilegung des seit 27 Jahren andauernden Streits über den offiziellen Namen Mazedoniens.

Im Juli 2019 gewannt die neue Mitte-Rechts-Partei Neo Dimokratia erdrutschartig die vorgezogenen Wahlen, und ihr Vorsitzender Kyriakos Mitsotakis, welcher im übrigen aus Kreta stammt, wird Premierminister.

Seine Amzszeit wird vom Ausbruch der Corona-Krise überschattet, welche der sich gerade erholenden und stark vom Tourismus abhängigen Wirtschaft Kretas einen weiteren schweren Schock versetzt.

Fußgänger-Zone Corona-Krise
So sieht die Fußgänger-Zone der Haupteinkaufsstraße in Agios Nikolaos während der Corona-Krise im Mai 2020 aus (beachtet den Vergleich zum Foto ganz oben).
Schlange und Abstand halten
Schlangen und Abstand halten sowie Maskenpflicht vor einem Lidl-Supermarkt auf Kreta gehören zu den Corona-Maßnahmen.
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