Bisher über 16000 Migranten dieses Jahr auf Kreta angekommen

In den letzten Monaten hat die Zahl der Menschen, die von den afrikanischen Küsten Richtung Kreta und Gavdos kommen, ziemlich deutlich zugelegt.

migrants coast guard

Mehr als 130 Flüchtlinge und Migranten sind innerhalb weniger Stunden mit mehreren Booten angekommen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Migrationsbewegungen Richtung Süden Griechenlands nicht nachlassen.

Gerade in Städten wie Ierapetra wird die Lage immer angespannter. Die Infrastruktur reicht einfach nicht aus, um die vielen Ankünfte zu stemmen.

Viele der Ankommenden schlafen in provisorischen Unterkünften, oft sogar in Schulen. Seit Jahresbeginn sind laut offiziellen Zahlen über 41.000 Menschen illegal über See- und Landgrenzen nach Griechenland gekommen.

Mehr als 16.000 davon haben die mediterranen Routen nach Kreta und Gavdos genommen.

Vorfälle der Woche

Am Dienstagmorgen meldeten die Küstenwachen von Agia Galini, Kalo Limani, Kokkinos Pyrgos und Ierapetra zwei Schlauchboote mit ausländischen Passagieren südwestlich von Ierapetra.

Ein Küstenwachschiff fuhr los und fand das erste Boot. Sie retteten 32 Menschen an Bord.

Wenig später entdeckte ein weiteres Rettungsboot das zweite Boot und brachte 36 Menschen ans Land.

Kurz darauf tauchten 34 weitere Ausländer auf. Sie hatten für die Überfahrt von den libyschen Ufern bei Tobruk 5.000 libysche Dinar und 150.000 ägyptische Gine bezahlt.

Die Küstenwache griff sie 34 Seemeilen südöstlich von Kalo Limani auf. Unter ihnen waren zehn Minderjährige.

Die Gruppe identifizierte einen 18-Jährigen aus Südsudan als Schmuggler, und die Behörden nahmen ihn fest.

Am Donnerstagmittag fanden Anwohner am Strand von Paleochora eine Leiche. Der Körper war schon stark verwest.

Sie alarmierten sofort die Behörden. Es sieht so aus, als wäre das ein weiteres Opfer des Schiffsunglücks vom 12. November vor Gavdos.

Übersicht der drei Fälle:

Ereignis
Datum
Anzahl Personen
Besondere Details
Rettung von zwei Booten
Dienstagmorgen
32 + 36 = 68
Schlauchboote im südwestlichen Meer
Festnahme beim Schmuggel
Dienstag
34
10 Minderjährige; Schmuggler gefasst
Leichenfund in Paleochora
Donnerstagmittag
1
Zustand der Leiche: stark verwest

Die Ereignisse zeigen, wie angespannt die Lage an den Küsten ist. Die Behörden versuchen, Menschen in Not zu helfen und gleichzeitig Schlepper zu stoppen.

Die Region bleibt durch die vielen Ankünfte ziemlich gefordert.

Betroffene Gebiete

  • Agia Galini
  • Kalo Limani
  • Kokkinos Pyrgos
  • Ierapetra
  • Paleochora

Finanzielle Kosten der Überfahrten (Beispiel)

  • 5.000 libysche Dinar
  • 150.000 ägyptische Gine

Anmerkungen:

  • Mindestens zehn Kinder waren unter den Gruppen.
  • Die Überfahrt bleibt extrem gefährlich, wie der Leichenfund zeigt.
  • Vor Ort laufen die Rettungs- und Kontrollmaßnahmen auf Hochtouren.

Das Rückkehrzentrum

Griechenland arbeitet gerade mit Deutschland daran, ein sogenanntes „Return Hub“ in einem afrikanischen Land zu schaffen.

In diesem Zentrum sollen Migranten zurückgeführt werden, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können. Das Land muss dabei als sicher gelten.

Die Gespräche mit afrikanischen Staaten laufen schon, aber es ist noch offen, wer das übernehmen kann.

Im Fokus steht, Alternativen zur Rückkehr für Migranten zu finden. Die Initiative läuft unabhängig von der EU.

Auch Migranten aus Kriegsgebieten werden streng geprüft. Die Behörden schauen, ob Griechenland tatsächlich die einzige sichere Zuflucht ist.

Niemand soll ohne echten Schutz in ein unsicheres Land zurückgeschickt werden.

Wichtige Fakten zum «Return hub»

Thema
Details
Zusammenarbeit
Griechenland und Deutschland
Standort
Afrikanische Länder (noch offen)
Voraussetzungen für Länder
Soll als sicher gelten
EU-Beteiligung
Nicht offiziell unter EU-Obhut
Prüfung für Kriegsgebiete
Strenge Entscheidungen, ob Rückkehr möglich

Gründe für das Projekt

  • Rückkehrzentren sollen Rückführungen erleichtern.
  • Alternative zu unkontrollierter Migration.
  • Entlastung für Länder an den EU-Außengrenzen.
  • Schutz der Menschenrechte durch Kontrolle.

Aktuelle Entwicklung der Migrationszahlen

Seit August 2025 hat Griechenland fast 50 % weniger Migrantenströme als im Vorjahr gemeldet.

Insgesamt liegt die Abnahme bei etwa 18 %. Das liegt wohl an der besseren Zusammenarbeit mit der Türkei und Libyen.

Herausforderungen

  • Geeigneten afrikanischen Partner finden.
  • Die Rechte der Migranten im „Return Hub“ sicherstellen.
  • Koordination ohne direkte EU-Einbindung.
  • Schwierige humanitäre Fälle bewältigen.

Visualisierung des Ablaufs

Schritt
Beschreibung
1. Erfassung
Identifikation illegaler Migranten
2. Prüfung
Bewertung des Schutzbedarfs und Herkunft
3. Entscheidung
Festlegung, ob Rückkehr möglich ist
4. Rückführung
Transport zum „Return Hub“
5. Weiterverfahren
Prüfung im Hub, mögliche Rückführung in Heimat

Das Konzept des „Return Hub“ soll helfen, Migration besser zu steuern und Menschen in Not nicht aus dem Blick zu verlieren.

CretaLive

Unaufhörliche Ankünfte von Booten in Kaloi Limenes und Gavdos

In den letzten 24 Stunden sind vor der Küste von Gavdos und Kaloi Limenes im Bezirk Faistos insgesamt 130 Menschen mit Booten angekommen.

Am Samstagmorgen entdeckte ein maltesischer Tanker ein Boot mit 25 Personen etwa 23 Seemeilen südlich-südwestlich von Kaloi Limenes.

Frontex übernahm alle Passagiere. Die Küstenwache brachte sie danach sicher an Land.

Erst ging es in den Hafen von Kaloi Limenes, dann weiter zum alten Kühlhaushafen in Heraklion.

Am Freitag wurde vor Gavdos ein Boot mit 32 Personen entdeckt.

Die Küstenwache brachte sie nach Paleochora, danach folgte die Verlegung in die Unterkunftseinrichtung Agyia in Chania.

Am Freitagmorgen kamen noch zwei weitere Boote mit insgesamt 73 Menschen in Kaloi Limenes an.

Datum
Ort
Anzahl Personen
Weitertransport
22.11.2025
Kaloi Limenes
25
Hafen Kaloi Limenes → Heraklion
21.11.2025
Gavdos
32
Hafen Paleochora → Agyia, Chania
21.11.2025
Kaloi Limenes
73
Hafen Kaloi Limenes

Seit Anfang des Jahres haben über 16.000 Menschen von der Nordküste Libyens aus Kreta erreicht.

Schleuser setzen seit einigen Wochen verstärkt auf die Gegend um Ierapetra und die Insel Chrissi für Überfahrten, nicht mehr nur auf Gavdos oder die Südküste von Heraklion.

Wichtige Punkte:

  • Kaloi Limenes und Gavdos bleiben Hauptziele für Bootsankünfte.
  • Die Küstenwache arbeitet eng mit Frontex zusammen, um die Menschen an Land zu bringen.
  • Die hohe Zahl der Ankünfte belastet die lokalen Einrichtungen enorm.
  • Neue Routen über Ierapetra und Chrissi tauchen immer häufiger auf.

Die Insel und die Hilfsorganisationen stehen unter ständigem Druck.

Ohne schnelle, abgestimmte Reaktionen der Behörden würde hier schnell das Chaos ausbrechen – das ist zumindest mein Eindruck.

ekriti

Fast 10.000 Euro gezahlt, um nach Kreta zu gelangen

iStock 521703420
Migrantenboot-Rettung

Die Küstenwache in Heraklion hat einen 19-jährigen Mann aus dem Südsudan festgenommen. Gerettete Migranten haben ihn als Organisator der Bootsfahrt von Tobruk nach Kreta identifiziert.

Er soll pro Person etwa 10.000 Euro für die gefährliche Überfahrt verlangt haben. Das ist schon eine stolze Summe, wenn man bedenkt, was für ein Risiko die Leute da eingehen.

Die Migranten erzählten, sie seien unter extrem riskanten Bedingungen aus Libyen gestartet. Auf dem Schlauchboot saßen insgesamt 36 Menschen: 34 Männer, eine Frau und ein Minderjähriger.

Nach der Rettung brachte man sie in den Hafen von Heraklion. Dort konnten sie immerhin erst mal durchatmen.

Die Polizei wirft dem 19-Jährigen illegale Einreise, Beihilfe zur unerlaubten Migration und Körperverletzung vor. Die Ermittlungen laufen noch, mal sehen, was dabei rauskommt.

Wichtige Punkte:

Fakten
Details
Herkunft des Schleusers
Südsudan
Alter des Schleusers
19 Jahre
Anzahl der geretteten Personen
36 (34 Männer, 1 Frau, 1 Minderjähriger)
Abfahrtsort der Schleusung
Tobruk, Libyen
Betrag pro Person
ca. 10.000 Euro
Zeitpunkt der Rettung
Morgen des 21. November 2025

Rechtliche Vorwürfe:

  • Verstoß gegen illegale Einreisegesetze
  • Förderung unerlaubter Migration
  • Gefährdung von Menschenleben

Die Küstenwache bleibt weiterhin wachsam. Solche riskanten Überfahrten nehmen ja leider immer weiter zu.

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