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Crete Aquarium

Crete Aquarium (Kreta-Aquarium) bei Gournes.
Das Crete Aquarium ist das spektakulärste Meeresaquarium auf Kreta mit vielen Aquarien, davon einige riesengroß und hilft dabei, das Ökosystem des Mittelmeeres zu bewahren.

Crete Aquarium
Das ‚Haifisch-Becken‘ im Crete Aquarium.

Bei Gournes, 15 km östlich von Iraklion, ist der zumeist zugebaute Küstenstrich unterbrochen. Dort, westlich vom Dorfes Gouves, wartet eine ehemalige Luftwaffenbasis der US Air Force auf ihre Sanierung und Neubebauung.

Das Crete Aquarium

Bisher wurden dort nur das Tierheim Gouves Animal Shelter und das Crete Aquarium errichtet, welche von zerstörten Abzäunungen und bröckelndem Fahrbahnen umgeben sind.
Das Crete Aquarium ist das spektakulärste Meeresaquarium auf Kreta und die Ausschilderungen von der Schnellstraße aus können kaum übersehen werden.

Das Crete Aquarium verfügt über 30 Aquarien – wovon einige riesengroß sind – und beherbergt so ziemlich alle Meerestiere des Mittelmeers: von bedrohlich wirkenden Haien bis hin zu farbenfrohen Quallen.
Das Crete Aquarium ist Teil des griechischen Zentrums für Meeresforschung, welches ein rein pädagogisch-wissenschaftliches und gemeinnütziges Projekt ist.

Die meisten der in den Gewässern um Kreta vorkommenden Fische und Krebstiere gehören zu den 250 dort vorhandenen Arten und es gibt mehr als 2.500 einzelne Lebewesen. Es ist das größte seiner Art im Mittelmeerraum und wurde 2005 errichtet und 2008/2009 auf seinen heutigen Umfang erheblich ausgebaut.

Weitere Fotos aus dem Crete Aquarium:

 

Das Aquarium ist in mehrere Bereiche eingeteilt. Zu Beginn findet man die Boden- und Höhlenbewohner in abgedunkelten Aquarien, welche ihrer natürlichen Lebensumgebung entsprechen. Dazu gehören Rochen, Zackenbarsche, der rote Drachenkopf und verschiedene, andere Arten.

Anschließend folgen die Fische aus dem offenen Meer, wie die Wasserschildkröte ‚Karetta Karette‘, Haie, Tintenfische und Bärenkrebse.

Dann folgen die Meerestiere der Küstenzone vor Kreta, wie Wasseranemonen, Hummer, Quallen und dem Meerjunker.

Zum Schluss der Bereich der durch den Suezkanal eingewanderten tropischen Arten aus dem Roten Meer. Dazu gehören der Clownfisch, der bis zu 2 Meter große Räuber Cobia und der Kaninchenfisch. Das Zentrum für Meeresforschung untersucht auch die Auswirkungen dieser ‚Einwanderer‘ auf die natürliche Population im östlichen Mittelmeer.

Abgesehen von Menschen mit ausführlichem Wissen über die Meeresbiologie empfiehlt es sich, den Audio-Führer an der Kasse mitzunehmen, welcher viele faszinierende Hintergrundinformationen über die zu sehenden Meerestiere liefert.

CreteAquarium
Vor dem Crete Aquarium.

Für den Besuch, welcher immer wieder beeindruckend ist und niemals langweilig wird, können gut und gerne mindestens 2 Stunden eingeplant werden. Zusätzlich neben dem Aquarium gibt es auch ein Kino, in welchem verschiedene Natur-Dokumentarfilme gezeigt werden, wofür dann aber noch extra Zeit eingeplant werden sollte.


Daneben gibt es noch eine Cafeteria und an den Stränden vor dem Crete Aquarium kann man auch ohne weiteres einen Tag am Strand zum Baden verbringen.

Öffnungszeiten und Eintritt

Vom 1. Mai bis zum 30. September ist das Crete Aquarium täglich von 9:30 bis 21:00 Uhr geöffnet, außerhalb dieses Zeitraums täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr.
Der Eintritt beträgt 8 € für Erwachsene, Kinder von 5 bis 17 Jahren 4 € und darunter frei.

Hier geht es zur offiziellen Webseite vom Crete Aquarium


Wegbeschreibung zum Crete Aquarium

Zur Karte mit der Wegbeschreibung zum Crete Aquarium:
Hier klicken: Wegbeschreibung Crete Aquarium.


Das Meer um Kreta

Kieselstrand.
Küstenlinie mit Strand.

Die Küstenregion und das umgebende Meer spielt eine wichtige Rolle im Leben der Einheimischen und auch der Besucher. Sie stellen ein wertvolles Gut von hoher Bedeutung dar.
Für die Klimaregulierung, die Nahrungsmittelgewinnung durch Fischerei und Aquakultur ist es ebenso wichtig, wie für den Tourismus, von welchem ein guter Teil der Einwohner der großen Insel lebt.

Seit dem minoischen Zeitalter wurden die Dynamik, der Status, die Langlebigkeit und der Wohlstand der Bewohner der Insel weitgehend durch ihre starke Verbundenheit mit der Umwelt des Meeres hervorgebracht. Dazu gehörten die Erkundung und Einrichtung von Seewegen, welche sie mit den Städten anderer Kulturen auf benachbarten Inseln und auch dem Festland verbanden und auch die Ausbeutung der Meeresgüter vor Kreta.
Die Meeresumgebung ist ein oft vorkommendes Motiv auf den Fresken und anderen Kunstwerken der minoischen Kultur, was die große Bedeutung der Ökosysteme der Küste und des Meeres für die Minoer unterstreicht.

Der wirtschaftliche und soziale Wohlstand auf Kreta war und ist in hohem Maße mit den Aktivitäten im Zusammenhang mit der Meeres- und Küstenumwelt verbunden.
Laut der allgemeinen Volkszählung von 2011 hat Kreta 623.065 ständige Einwohner. Es ist erwähnenswert, dass die fünf bevölkerungsreichsten Städte Kretas (Iraklion, Chania, Rethymno, Agios Nikolaos und Ierapetra) alle am Meer liegen und etwa 50 % der Gesamtbevölkerung der Insel (312.985 Einwohner) ausmachen und damit die Bedeutung der Küstenökosysteme für die lokale Bevölkerung Kretas unterstreicht.

Das Meer und die Küstenregion sind jedoch heute mehr als je zuvor bedroht und die Verwundbarkeit dieses Ökosystems wird an den nachfolgenden zwei Beispielen hervorgehoben.

Crete Aquarium
Meeresschildkröte im Crete Aquarium

Meeresschildkröte Caretta caretta

Die Meeresschildkröte Caretta caretta ist eines der Tiersymbole des Mittelmeers. Griechenland beherbergt im Vergleich zu den anderen Mittelmeerländern die meisten Nester der Meeresschildkröte.
Die bekanntesten Nester gibt es auf Zakynthos, in der Kyparisia-Bucht, in Lakonien und auf Kreta. Dabei sind auf der größten Insel Griechenlands vor allem die Strände um Rethymno, Chania und in der Bucht von Messara hervorzuheben.

Kreta ist eine wichtige Anlaufstation für diese Art, da jedes Jahr Hunderte von Meeresschildkröten die Sandstrände der Insel besuchen, um ihre Eier abzulegen. Die Gebiete mit den meisten Nestern sind die Bucht von Chania, der Strand von Rethymno und südlich von Heraklion der Strand Kommos in Messara

Strand von Kommos
Der Strand von Kommos (Komo) nahe Matala ist eines der Brutgebiete von Caretta caretta auf Kreta.

Die Meeresschildkröten der Art Caretta caretta verbringen den größten Teil ihres Lebens im Meer und nur die Weibchen kommen während der Brutzeit an die Küste, um ihre Eier abzulegen. Diese Brutzeit dauert alljährlich von Mai bis September an.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Schildkröten immer zu denselben Stränden zur Eierablage zurückkehren, wo sie geboren wurden.
Der ideale Platz für die Schildkröten, um ihre Eier abzulegen, ist ein ruhiger und sandiger Strand, an dem keine Lichter Nachts leuchten und keine Menschen, Motorboote oder anderer Lärm während des Tages auftritt. Massentourismus in diesen Gebieten fördert nicht gerade die Fortpflanzung dieser Gattung.

Sowieso sind die neugeborenen Schildkröten sofort ihren natürlichen Feinden ausgesetzt, zu denen Seevögel gehören, welche sie auf dem Weg vom Nest zum Meer erbeuten, und fleischfressende Fische, wenn sie erstmals das Meer erreichen. Den erwachsenen Meeresschildkröten können dann aber nur noch größere Tiere, wie der Hai, gefährlich werden.

Caretta caretta ist im ‚Roten Buch‘ der bedrohten Tierarten der International Union of the Conservation of Nature (IUCN) aufgelistet. Die Gefahren, denen die Art ausgesetzt ist, sind vor allem die Fischfanggeräte, in denen sich die Schildkröten verheddern, und der Feststoffabfall, vor allem Plastiktüten, welche die Schildkröten mit Quallen verwechseln können und in denen sie sich verfangen und ersticken. Darüber hinaus wurde ein Rückgang der Zahl der Nester beobachtet, der auf den Verlust der ursprünglich geeigneten Sandstrände im Laufe der Zeit zurückgeführt wird.

Eine Studie der Universität der Ägäis aus dem Jahr 2010, bei der ein Teil des Strandes von Rethymno als Untersuchungsgebiet diente, ergab, dass nur 2,6 % der touristischen Besucher an öko-touristischen Aktivitäten teilnehmen, während nur einer von vier Besuchern das Naturschutzgebiet in der Präfektur Rethymno kennt.
Schließlich erklärten sich die Besucher des untersuchten Gebietes bereit, pro Übernachtung 1,13 Euro mehr zu zahlen, um die Nistplätze der Meeresschildkröten bei Rethymno zu schützen. Ziel dieser Studie war es, die Meinungen der Besucher im untersuchten Gebiet in Bezug auf die alternativen Strategien zum Umgang mit der Umwelt für das Küsten- und Meeres-Ökosysteme zu bewerten.

Die Population der Meeresschildkröten, welche sich auf Kreta fortpflanzen, ist unter großer Gefahr auszusterben, da Studien belegen, dass der Abwärtstrend hauptsächlich wegen der Nichtbeachtung der Schutzmaßnahmen der Spezies während der Brutzeit zurückzuführen ist. Daher sind effektivere Maßnahmen zu ihrem Schutz notwendig.

Posidonia Oceanica
Unterwasser-Seegraswiesen Posidonia Oceanica

Unterwasser-Seegraswiesen Posidonia Oceanica

Die Unterwasser-Seegraswiesen von Posidonia Oceanica gelten als eines der reichhaltigsten und wertvollsten Biotope des Mittelmeers. Die Poseidonpflanze (Neptungras) Posidonia Oceanica ist eine schwarz-grüne Pflanze, die gewöhnlich mit den Seegräsern verwechselt wird. Sie ist eine endemische Pflanze des Mittelmeers, die im sandigen Meeresboden flacher Meeresgebiete sowie in Sand und biogenen Ablagerungsstreifen (Partikel organischen Ursprungs) zwischen harten Substraten, vorkommt.

Posidonia Oceanica kommt im Meer bis zu einer Tiefe von 50 Metern vor, was in Abhängig von der Klarheit des Wassers steht. Die Art ist sehr widerstandsfähig gegenüber Temperaturschwankungen, reagiert aber gleichzeitig sehr empfindlich auf Veränderungen des Salzgehalts und der Nährstoffe, die zu Eutrophierungserscheinungen führen können.
Die Art bildet ausgedehnte Wiesen, in denen viele der sogenannten ‚kommerziellen‘ Meeresarten wie Schwämme, Krebse, Garnelen, Flusskrebse, Tintenfische, Tintenfische, Barsche, Skorpionfische usw. Zuflucht finden und sich dort vermehren.

Die Seegraswiesen von Posidonia Oceanica zeichnen sich durch eine hohe Primärproduktion aus. Sie können den Fluss der Oberflächensedimente kontrollieren, Sandstrände vor Erosion schützen und ein eigenes Ökosystem bilden. Dieses Ökosystem ist sehr vielfältig, sodass es für die lokale Bevölkerung eine wichtige wirtschaftliche Quelle ist.

Sehr oft meiden die Menschen die Stellen im Meer, an denen Posidonia Oceanica vorkommt, obwohl eigentlich genau das Gegenteil der Fall sein sollte. Die Art gilt als guter biologischer Indikator für die Qualität der Meeresgewässer und den Zustand der Küstensysteme.
Die hohe Empfindlichkeit der Art gegenüber anthropogenen Eingriffen und den dadurch verursachten Veränderungen in der Meeresumwelt sowie ihre ökologische Rolle im Ökosystem sind die Hauptgründe für den Schutz der Art in der Europäischen Union.

Das Ökosystem von Posidonia Oceanica gehört zu den prioritären Lebensräumen der Habitat-Richtlinie (92/43/EWG). Bei den Maßnahmen zur Erhaltung der Meeresflora im Mittelmeer wird den Seegraswiesen von Posidonia Oceanica aufgrund ihrer einzigartigen Rolle in der Meeresumwelt sowie der Ökosystemleistungen, die sie bieten, besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Obwohl Posidonia Oceanica geschützt ist, schrumpfen die Flächen der Seegraswiesen weiter. Im Mittelmeer hat der Rückgang der Seegraswiesen in der letzten Dekade zu einem Verlust von 10 % der Gewinne aus den wirtschaftlichen Aktivitäten im Meer geführt.

Auf Kreta sind bisher nur die Seegraswiesen von Posidonia oceanica innerhalb des Naturschutzsystem NATURA 2000 geschützt. Es ist daher wichtig, das Vorkommen von Seegraswiesen Posidonia Oceanica um die Insel herum detailliert zu erfassen und in Zukunft diese weiterzuerforschen und wissenschaftliche Daten zu erheben.


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2 Kommentare zu „Crete Aquarium“

  1. Aquaworld reptile refuge center ist auch sehr spektakulaer.
    Dort zeigen die neben viele Mittelmeerfische u. anderes Meeresleben die naehe am Küste leben auch vielen verschiedenen Reptilien die da abgegeben sind durch Eigentümer oder Eltern, Ehefrau oder Mann die keine „Verwendung“ mehr gehabt haben für die gekauft sind da es solche tolle Tieren sind. Die erklaeren auch warum man kein Reptilien kaufen sollte ohne zu überlegen was es alles mit sich mitbringt, artgerechte Haltung, Pflege und noch mehr. Zudem pflegen die schon fast über 20 Jahre Stefania, die blinde Meeresschildkröte in enge Zusammenarbeitung mit die griechsiche gesellschaft zum schutz Meeresschidkröte und viele Landschildkröte haben die auch, eine der riese Landschildkröte und viele griechichse Landschildkröte wovon die Eigentümer keine Garten mehr gehabt haben oder vererbte Tiere wo man kein Zeit für gehabt hat. Traurig.
    Sehr schön zum anschauen in Hersonissos hinter der Spar Supermarkt.

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