Krisensitzung der griechischen Regierung zur Flüchtlingsproblematik auf Kreta, der beispiellose diplomatische Affront von Ost-Libyens Machthaber Haftar und die riesigen Gewinne der libyschen Schleuser.
Die strategische Position Griechenlands hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, vor allem, wenn’s um Migration und Sicherheit geht.
Die Herausforderungen treffen nicht nur die griechischen Inseln, sondern wirken sich auch auf das Verhältnis zu anderen europäischen Staaten und internationalen Partnern aus.
Alarm im Regierungsviertel wegen Migration: Neue Schritte nach starkem Anstieg der Ankünfte auf Kreta und diplomatischer Krise
Die Regierung in Athen reagiert auf den starken Migrantenanstieg auf Kreta mit sofortigen Maßnahmen.
Im Regierungsgebäude, dem Megaro Maximus, fand eine wichtige Sitzung statt. Premierminister, Außenminister und Innenminister für Bürgerschutz waren dabei anwesend.
Sie wollen die Sicherheit stärken und die Migrationsströme besser in den Griff bekommen.
Wichtige Punkte der Maßnahmen:
- Verstärkte Grenzkontrollen
- Verbesserung der Schutzmaßnahmen auf Inseln und im Landesinneren
- Diplomatischer Druck auf Libyen zur Eindämmung der Migration
- Koordination zwischen verschiedenen Ministerien und Sicherheitskräften
Die aktuelle Lage auf den griechischen Inseln, vor allem auf Kreta, bringt die Regierung ziemlich ins Schwitzen.
In den letzten Tagen sind tausende Migranten per Boot aus Libyen angekommen. Die Zahl der Ankünfte schießt so nach oben, dass die Kapazitäten längst nicht mehr ausreichen.
Die Regierung versucht, die Bewegung dieser Menschen zu kontrollieren und die Inseln zu entlasten.
Um irgendwie klarzukommen, gibt’s jetzt auf höchster Ebene eilige Treffen. Der Premierminister hat eine außerordentliche Sitzung mit dem Migrationsminister einberufen.
Sie wollen schnell wirksame Maßnahmen beschließen. Dazu gehören strengere Regeln, schnellere Abschiebungen und die Einrichtung geschlossener Rückführungszentren auf Kreta.
Die Regierung macht ziemlich deutlich: Griechenland wird kein rechtsfreier Raum.
Wer unerlaubt einreist, soll entweder inhaftiert oder zurückgeführt werden. Das klingt nach einer klaren Linie in Sachen Migrationspolitik, oder?
Die Situation spitzt sich in diesem Jahr deutlich zu. Die Migration nach Griechenland ist um das 3,5-Fache gestiegen.
Innenministerium, regionale Behörden und Zivilschutz müssen jetzt eng zusammenarbeiten. Neue Unterbringungsstrukturen sollen sorgfältig geplant werden, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.
Gleichzeitig sorgt eine außenpolitische Krise mit Libyen für zusätzlichen Stress.
Der Dialog mit der libyschen Seite, vor allem mit dem Militärchef Haftar, läuft alles andere als rund.
Europäische Vertreter, auch aus dem Migrationsbereich, sind von Libyen als unerwünscht erklärt worden und mussten die Gespräche abbrechen. Das macht eine kooperative Lösung praktisch unmöglich und schränkt die Kontrolle der Migrationsströme dort weiter ein.
Im weiteren geopolitischen Kontext bleiben die Entwicklungen im Nahen Osten und die Rolle der NATO ziemlich entscheidend.
Spannungen und Konflikte in der Region beeinflussen die Migration nach Europa direkt.
Strategisch denken die Verantwortlichen längst darüber nach, wie Europa – und speziell Griechenland – im Rahmen multinationaler Kooperationen auf die sich ständig verändernde Sicherheitslage reagieren kann. Einfach ist das alles nicht.
Thema | Maßnahme / Situation |
|---|---|
Über 2.000 neue Ankünfte in zwei Tagen auf Kreta | |
Regierungshandeln | Strengere Regeln, Rückführung, geschlossene Einrichtungen |
Koordination regional | Treffen mit lokalen Behörden zur Unterbringung |
Diplomatische Probleme | Konflikt mit Libyen, Abweisung europäischer Delegationen |
Sicherheit und NATO | Beobachtung der Lage im Nahen Osten und Koordination |
Auch die europäischen Bemühungen spielen eine große Rolle.
Die EU-Länder diskutieren härtere Regeln zur Migrationskontrolle, um den Druck an den Außengrenzen zu verringern. Dazu gehören bessere Rückführungen und engere Zusammenarbeit mit Herkunftsländern.
Die Lage auf Kreta und den anderen Inseln im östlichen Mittelmeer bleibt angespannt.
Politische Reaktionen müssen schnell kommen, internationale Kooperation ist gefragt. Humanitäre Herausforderungen und Sicherheitsfragen stehen gleichzeitig auf dem Tisch.
Beispielloser diplomatischer Affront durch Ost-Libyens Machthaber Haftar

Die Spannungen in Libyen haben kürzlich einen ziemlich seltsamen diplomatischen Vorfall ausgelöst.
Vertreter der Europäischen Union, darunter auch der griechische Migrationsminister, wurden in der östlichen Region Libyens unter General Haftar plötzlich zu unerwünschten Personen erklärt und mussten das Land verlassen.
Die Delegation aus EU-Kommissaren und Ministern aus Griechenland, Italien und Malta landete wie geplant am Flughafen von Bengasi.
Sie nutzten den VIP-Bereich, alles ganz offiziell – doch die Stimmung kippte schnell. Eigentlich sollte es ein Treffen mit Haftar und seinen Beratern geben.
Plötzlich wollte Haftar das Format ändern und bot nur Gespräche zwischen seinen eigenen Ministern und den europäischen Vertretern an.
Das sorgte in Brüssel für ziemlichen Ärger. Die EU erkennt ja ausschließlich die Übergangsregierung in Tripolis als legitime Regierung Libyens an, nicht Haftars Verwaltung in Bengasi.
Ein Treffen mit Haftars Ministern hätte die offizielle Linie der EU untergraben. Der EU-Kommissar für Migration beharrte darauf, ausschließlich mit Haftar selbst zu reden.
Haftar legte noch einen drauf und erklärte, dass er überhaupt nicht verhandeln wolle.
Der EU-Kommissar, der als ziemlich kompromissbereit gilt, betonte immer wieder, das Treffen sei nur mit Haftar vorgesehen gewesen. Das deckt sich auch mit der Position der Vereinten Nationen, die nur die Regierung in Tripolis anerkennen.
Die Verhandlungen zogen sich über eine Stunde, aber es kam einfach nichts dabei heraus.
Haftar blieb stur und blockte sämtliche Gesprächsversuche ab. Das machte die Situation für alle Seiten ziemlich vertrackt.
Wichtige Punkte der Krise:
Thema | Details |
|---|---|
Ort | Flughafen Bengasi, östliches Libyen |
Beteiligte | EU-Kommissare, Minister aus Griechenland, Italien, Malta |
Forderung Haftars | Gespräche nur mit eigenen Ministern |
Position der EU | Anerkennung nur der Regierung Tripolis |
Ergebnis der Gespräche | Kein Dialog, Haftar verweigert Gespräche |
Diese Entwicklung bringt für Athen neue Herausforderungen mit sich.
Griechenland hatte bisher auf Haftar gesetzt, um den wachsenden Einfluss der Türkei in Libyen einzudämmen.
Die Ablehnung durch Haftar zeigt nun, wo die Grenzen dieser Strategie liegen und zwingt Griechenland, seine diplomatischen Beziehungen in der Region anders zu bewerten.
Handlungsoptionen für Athen stehen aktuell im Fokus:
- Verhandlungen mit der international anerkannten Regierung in Tripolis stärken
- Zusammenarbeit mit europäischen Partnern intensivieren, um eine gemeinsame Linie zu finden
- Kontrolle der Luftraumsicherung über das FIR Athen fordern, um den Flugverkehr aus der Türkei nach Libyen zu überwachen
- Suche nach diplomatischen Lösungen, die Haftar und andere libysche Akteure einbinden
Migration auf Kreta: Ununterbrochene Ankünfte – Einsatz für über 500 Personen und Weitertransport nach Lavrio

Die Ankünfte von Migranten auf Kreta reißen nicht ab.
In den frühen Morgenstunden des Mittwochs war die Rettung von rund 520 Migranten an Bord eines Fischerbootes im Seegebiet 17 Seemeilen südlich von Gavdos nach einer langen Suchaktion abgeschlossen .
Auf Anordnung der Führung der Küstenwache werden die 520 Migranten, die sich auf einem Tanker mit Ziel Sfakia befinden, schließlich in den Hafen von Lavrio auf dem Festland gebracht.
Diese Entscheidung wurde nach stundenlangen Diskussionen getroffen, da man erkannte, dass der Druck auf den Versammlungsraum in Agia enorm sein würde, da sich dort bereits rund 800 Einwanderer aufhalten.
Der Tanker wird bis zu seinem Ziel von dem Offshore-Schiff der griechischen Marine begleitet, das an der langwierigen Rettungsaktion beteiligt war.
Innerhalb kurzer Zeit registrierten die Behörden mehr als 500 Menschen auf der Insel. Sie organisierten eine koordinierte Aktion, um die Neuankömmlinge schnell zu versorgen und dann nach Lavrio weiterzuschicken.
Wichtige Punkte:
- Über 500 Personen aufgenommen
- Schnelle Reaktion der Einsatzkräfte
- Transportorganisation nach Lavrio zur weiteren Unterbringung
Das Ganze bleibt eine enorme Belastung für die lokalen Ressourcen.
Große Profite der Schleuser in Kreta: Einnahmen von bis zu 6 Millionen Euro täglich

Illegale Schleuser auf Kreta haben ein ziemlich ausgeklügeltes, rund um die Uhr laufendes Netzwerk aufgebaut. Die Strippenzieher sitzen meist in Libyen und bleiben lieber im Hintergrund.
Sie treten selten selbst auf, sondern steuern alles aus der Distanz. Die Schleuser kassieren bis zu 6 Millionen Euro – und das an nur einem einzigen Tag.
Die Gewinnspanne ist enorm, weil zwischen den Herkunftsländern der Migranten und den griechischen Küsten feste Routen existieren, die internationale Netzwerke organisieren. Allein eine Fahrt von Tripolis nach Kreta kann bis zu 2 Millionen Euro einbringen.
Ablauf der Zahlungen und Vereinbarungen
Die Absprachen zwischen Schleusern und Migranten laufen meist schon in deren Heimatländern. Die Gebühr liegt bei etwa 5.000 US-Dollar pro Person.
Normalerweise zahlt der Migrant eine Anzahlung von 20 %. Den Rest überweist die Familie nach der Ankunft.
Oft läuft das Geld über das inoffizielle Bankensystem „Hawala“. Hier zählt Vertrauen, und die Transaktionen bleiben geheim.
Die Schleuser verlassen sich darauf, dass die Familien zahlen – sie haben Kontakte vor Ort, die bei Nichtzahlung Druck machen können.
Organisation und Steuerung der Schleusernetzwerke
Die Köpfe hinter dem Geschäft bleiben im Schatten. Hauptakteure sind meist Libyer, die ihre Identität schützen und direkten Kontakt zu Migranten meiden.
Sie haben die gesamte Struktur so abgedichtet, dass das Netzwerk kaum sichtbar ist. Um das illegale Geld zu waschen, nutzen sie ziemlich clevere Methoden, um die Herkunft zu verschleiern und das Geld in den legalen Kreislauf einzuschleusen.
Einsatz von Ägyptern als Schiffsführer
Für die Steuerung der überladenen Fischerboote, auf denen oft 400 bis 500 Menschen sitzen, setzen die Netzwerke am liebsten ägyptische Bootsführer ein.
Auf jedem Boot arbeiten in der Regel zwei Kapitäne und mindestens zwei Assistenten. Diese Mannschaft ist für das tägliche Funktionieren der Überfahrten zuständig.
Die Schleuserketten laufen erstaunlich präzise und reibungslos, was das Geschäft so profitabel macht.
Jede einzelne Überfahrt passt exakt in das große Ganze, das die Drahtzieher minutiös steuern.
Zusammenfassung der Schlüsselzahlen
Fakt | Beschreibung |
|---|---|
Maximale Einnahmen pro Tag | Bis zu 6 Millionen Euro |
Einnahmen pro Überfahrt | Bis zu 2 Millionen Euro |
Durchschnittliche Gebühr | 5.000 US-Dollar pro Person |
Anzahl Personen pro Boot | 400 – 500 |
Beteiligte Schiffsführer | 2 Kapitäne + mindestens 2 Assistenten |
Herkunft der Hauptakteure | Libyen |
Nutzung von Zahlungssystem | Informelles „Hawala“-System |
Das Netzwerk funktioniert extrem gut organisiert und bleibt dabei fast immer unsichtbar.
Es verdient durch menschliches Leid enorme Summen, ohne dass die breite Öffentlichkeit wirklich etwas davon mitbekommt.


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