Das Problem der illegalen Schusswaffen auf Kreta

Das Problem der illegalen Schusswaffen auf Kreta und in Griechenland: Eine Analyse der aktuellen Herausforderungen.

Kalaschnikow
Ein Magnum-Revolver, automatische Pistole und ein Kalaschnikow-Sturmgewehr.

Das Problem der illegalen Schusswaffen auf Kreta und in Griechenland: Eine Analyse der aktuellen Herausforderungen

In den letzten Jahren hat sich in Griechenland die Zahl der Schusswaffen stark erhöht. Eine alarmierende Zahl davon ist nicht registriert. Die Behörden schätzen, dass jede zweite Waffe, die im Land im Umlauf ist, nicht bei den Behörden angemeldet wird und somit illegal ist.

Besonders ausgeprägt ist diese Situation in städtischen Gebieten wie Athen, wo zahlreiche Banden aktiv sind. Sie ist auch auf der ländlichen Insel Kreta weit verbreitet, wo viele immer noch an dem Glauben festhalten, dass der Besitz einer Waffe für den Schutz eines Haushalts unerlässlich ist.

Man geht davon aus, dass sich der Bestand an nicht gemeldeten Schusswaffen in Griechenland auf etwa eine Million belaufen könnte. Bei vielen dieser Waffen handelt es sich um Jagdflinten, die von den Besitzern entweder aus persönlichen Sicherheitsgründen oder einfach aus Versehen nach Ablauf der Registrierung aufbewahrt werden. In Griechenland sind Jagdwaffenscheine laut Gesetz nur zehn Jahre gültig, bevor sie erneuert werden müssen.

Wie erhält man einen Jagdschein für Schrotflinten?

In Griechenland erfordert die Beantragung eines Waffenscheins mehrere entscheidende Schritte. Zunächst muss der Antragsteller seine Identität nachweisen, was in der Regel durch Vorlage eines von der Polizei ausgestellten Personalausweises geschieht.

Darüber hinaus sind zusätzliche Unterlagen von medizinischen Fachleuten erforderlich, um die geistige und körperliche Eignung des Antragstellers für den Umgang mit Schusswaffen sicherzustellen. Dazu gehören ein Psychiater und ein Allgemeinmediziner.


Nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen führt die örtliche Polizeibehörde eine gründliche Hintergrundprüfung durch und stellt ein Führungszeugnis des Typs A für die betreffende Person aus.

Heutzutage kann der Erstantrag auch online über Gov.gr gestellt werden, was das Verfahren vereinfacht.

Sobald die Zuverlässigkeitsüberprüfung abgeschlossen ist, kann der Antragsteller einen Waffenerwerbsschein erhalten, der für den Erwerb von Jagdwaffen unerlässlich ist.

Mit dieser Lizenz kann die Person ein Jagdgewehr in einem Geschäft oder ein gebrauchtes Gewehr von einem privaten Verkäufer erwerben. Im Falle eines Privatverkaufs muss eine eidesstattliche Erklärung des Verkäufers vorgelegt werden, in der die Echtheit der Unterschrift bestätigt wird, sowie der vorhandene Waffenschein des Verkäufers.

Nach dem Kauf der Flinte muss der Antragsteller zur Polizeidienststelle zurückkehren mit:

– Zwei Fotos in Passbildgröße
– Der erworbene Waffenerwerbsschein
– die Kaufrechnung für das Jagdgewehr (oder bei Gebrauchtkäufen die eidesstattliche Erklärung des Verkäufers und der frühere Waffenschein des Verkäufers)
– eine Quittung über die Gebühr von 3 €, die entweder physisch vorgelegt oder online gezeigt werden kann, wenn die Zahlung digital erfolgt ist

Für die Erteilung des Waffenscheins ist kein zusätzliches ärztliches Attest oder eine Kopie des Strafregisters erforderlich, wenn der Antragsteller bereits einen Waffenschein für eine andere Jagdwaffe besitzt und seit dessen Erteilung nicht mehr als drei Jahre vergangen sind.

Der Besitz eines Waffenscheins bedeutet jedoch lediglich das Eigentumsrecht, nicht aber die Freiheit, das Gewehr auf jede Art und Weise oder an jedem Ort zu tragen oder zu verwenden. Das Gewehr muss sicher aufbewahrt werden, am besten in einem verschlossenen Schrank, der vor dem Zugriff Unbefugter geschützt ist. Wer sich aktiv mit der Jagd oder dem Sportschießen befassen möchte, sollte als nächsten Schritt einem Schützenverein beitreten.

Durch eine entsprechende Ausbildung werden angehende Jäger oder Sportschützen mit dem richtigen Umgang und den Sicherheitsprotokollen im Zusammenhang mit Schusswaffen vertraut gemacht.

Die aktuelle Situation bei Schusswaffen

Bei Handfeuerwaffen, bei denen das Patronenlager in den Lauf integriert ist, ist die Lage besonders besorgniserregend. Diese Waffen werden häufig bei kriminellen und terroristischen Operationen eingesetzt, wobei die Täter sie von Untergrundnetzwerken beziehen.

Diese Netzwerke importieren vor allem Schusswaffen aus Ländern wie Serbien, dem Kosovo, der Türkei, Albanien und Bulgarien. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass diese illegalen Waffen auch aus den im Ukraine-Konflikt genutzten Depots geschmuggelt werden.

Hauptquellen für illegale Pistolen und Handfeuerwaffen:

– Serbien
– Kosovo
– Türkei
– Albanien
– Bulgarien
– Ukrainische Militärvorräte

Die Behörden sind besonders besorgt über die Arten von Schusswaffen, die auf den illegalen Markt gelangen:

 

Automatische Gewehre und Sturmgewehre: Wie z. B. die berüchtigte AK-47, die für den zivilen Gebrauch weitgehend verboten ist.
Revolver und Pistolen: Mit einer potenziell hohen Verwendungsrate bei Verbrechen.

Der illegale Waffenhandel dient nicht nur dem organisierten Verbrechen, sondern ist auch Teil eines größeren globalen Netzwerks, das sich auf den Handel und die internationalen Beziehungen auswirkt.

Die Herstellung und Weitergabe illegaler Schusswaffen untergräbt nicht nur die gesetzlichen Handelsbestimmungen, sondern stellt auch eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Sicherheit dar.

Die Herausforderung ist vielschichtig:

Illegale Herstellung: Herstellung von Feuerwaffen außerhalb des gesetzlichen Rahmens.
Grenzüberschreitende Transfers: Schmuggelrouten erleichtern den Waffentransfer über internationale Grenzen hinweg.

Es wurden Maßnahmen ergriffen, um gegen die Verbreitung solcher Waffen vorzugehen. Verstärkte Grenzkontrollen und internationale Zusammenarbeit sind Maßnahmen, die zur Eindämmung dieser Waffenströme ergriffen wurden. Die Komplexität des illegalen Waffenmarktes, der von einer hohen Nachfrage und beträchtlichen Gewinnspannen profitiert, stellt jedoch weiterhin ein erhebliches Hindernis für die vollständige Eindämmung dieses Problems dar.

Gesetzlich zulässige Schusswaffen und Erklärungen

In Griechenland ist der Besitz von Schusswaffen streng geregelt, um die öffentliche Sicherheit und die Einhaltung der Gesetze zu gewährleisten.

Den Bürgern ist es gestattet, Waffen zu besitzen und zu Zwecken wie Jagd und Selbstverteidigung zu verwenden; dies unterliegt jedoch einer strengen gesetzlichen Kontrolle.

Zu den Schusswaffen, die rechtmäßig besessen werden dürfen, gehören Jagdgewehre und Handfeuerwaffen, wobei der Waffenbesitz klar definierten Vorschriften unterliegen muss.

Besitz von Schusswaffen:

– Der legale Waffenbesitz setzt voraus, dass die betreffende Person über 18 Jahre alt ist.
– Antragsteller auf Waffenbesitz müssen der griechischen Polizei nachweisen, dass sie einen legitimen Grund für den Besitz einer Schusswaffe haben und keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen.
– Jede Schusswaffe muss bei den Behörden registriert werden, und der Besitzer muss im Besitz einer gültigen Genehmigung sein.

Arten von Schusswaffen und Verwendung:

– Die Arten von Schusswaffen, die legal besessen werden dürfen: Jagdgewehre, Pistolen für den Schießsport und Handfeuerwaffen zur Selbstverteidigung.
– Der Besitz von automatischen Waffen und Schusswaffen militärischer Qualität durch Zivilpersonen ist verboten.

Durchsetzung und Vorschriften:

Die griechische Polizei spielt eine aktive Rolle bei der Konfiszierung illegaler Schusswaffen, wobei jährlich zahlreiche Waffen beschlagnahmt werden.
Der Rechtsrahmen umfasst Strafgesetze, in denen Strafen festgelegt sind, die Geld- und Freiheitsstrafen für den unerlaubten Besitz oder Gebrauch von Schusswaffen umfassen können.

Nach offiziellen Angaben der griechischen Polizei sind im Jahr 2021 insgesamt 5.005 Pistolen, 1.509 Jagdgewehre und 206 Militärgewehre beschlagnahmt wurden. Im Gegensatz dazu belaufen sich die deklarierten Karabiner auf etwas weniger als eine Million und die Pistolen auf etwas über 5.000, einschließlich der vom griechischen Schützenverband gemeldeten.

Schutz der Öffentlichkeit und Waffenkontrolle:

Die Betonung der Kontrolle des Waffenbesitzes auf legalem Wege unterstreicht das Engagement der griechischen Regierung für die Reduzierung der Waffen und den Schutz der Öffentlichkeit.
Die Behörden setzen das Gesetz rigoros durch und verfügen über ein festgelegtes Verfahren für die Beseitigung beschlagnahmter Schusswaffen.

Quelle: Creta24.gr
 


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