Aktuelles zur Lage des Tierschutzes auf Kreta: Tierpolizei im Einsatz, die Giftkrise von Rethymno und alter, behinderter Hund von Engländerin gerettet.

Tierpolizei auf Kreta
Die Insel Kreta kämpft mit einer riesigen Zahl streunender Tiere. Viele Haustiere leben dort außerdem unter ziemlich schlechten Bedingungen.
Hunde trifft es besonders hart, egal ob sie auf der Straße leben oder bei Besitzern, die sich kaum kümmern. Wegen dieser Lage hat Griechenland eine neue Einheit ins Leben gerufen: die Tierschutzpolizei.
Mehrere Teams dieser Einheit sind in verschiedenen Regionen Kretas unterwegs. Insgesamt kümmern sich etwa 40 Polizisten um die vier Hauptregionen der Insel.
Sie nehmen Tiermissbrauch ins Visier, decken Vernachlässigung auf und schauen, ob die Gesetze zum Tierschutz eingehalten werden. Das Ganze läuft als Pilotprojekt, weil auf Kreta mehr als 120.000 Streunerhunde leben – eine unfassbare Zahl, ehrlich gesagt.

Herausforderungen durch Jagd und Nutztiere
Kreta hat besonders viele Hunde, weil viele Jäger und Hirten auf der Insel wohnen. Für viele sind die Tiere nur Werkzeuge – sie helfen bei der Jagd oder passen auf Nutztiere auf.
Brauchen die Besitzer sie nicht mehr, setzen sie die Hunde oft einfach aus oder töten sie sogar. Manche Jäger halten gleich mehrere Hunde, können sich aber nicht wirklich um sie kümmern.
Das führt zu mehr Leid und immer mehr herrenlosen Hunden. Die Tierschutzpolizei versucht, das zu stoppen.
Sie will Tierhalter dazu bringen, ihre Tiere zu kennzeichnen und besser zu versorgen. Klingt einfach, ist es aber nicht.
Einsatz von Schulungen und Prävention
Die Polizisten bekommen eine spezielle Ausbildung von Zero Stray Pawject und der Zero Stray Academy. Die Schulung deckt verschiedene Bereiche ab:
- Gesetzeskunde zum Tierschutz
- Praktische Techniken im Umgang mit Tieren
- Kontrollierte Inspektionen
Sie arbeiten eng mit lokalen Behörden, Tierschutzvereinen, Tierärzten und Forstbeamten zusammen. Es geht darum, mehr Menschen für artgerechte Tierhaltung zu sensibilisieren und aufzuklären.
Fortschritte bei der Kastration und Kennzeichnung
Ein Dauerproblem: Viele Hunde sind weder kastriert noch gechippt. Ohne das werden es immer mehr Streuner.
Die Tierschutzpolizei macht deshalb ordentlich Druck, damit mehr Tiere kastriert und gechippt werden. Es gibt dazu auch Vorteile, die wirklich Sinn machen:
Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
Kastration | Reduziert unkontrollierte Fortpflanzung und Überpopulation |
Mikrochip-Identifikation | Unterstützt die Rückverfolgbarkeit und verhindert Aussetzungen |
Die Polizei versucht, Jäger und Hirten mit Infomaterial und Gesprächen zu überzeugen. Kastrierte Tiere bleiben oft gesünder und leistungsfähig – das glaubt ihnen die Bevölkerung eher, wenn es die Polizei sagt.
Konkrete Einsätze und Maßnahmen
Nach dem Start der Einheit kontrollierten die Teams viele Tierhalter. Sie verhängten hohe Bußgelder und griffen bei Tierquälerei sofort ein.
Viele Besitzer wussten gar nicht, dass ihre Haltung illegal ist. Einige hielten Hunde ständig angebunden, ohne die Rechtslage zu kennen.
In solchen Fällen braucht es Fingerspitzengefühl. Die Tierschutzpolizei informiert und kontrolliert – beides ist nötig, um wirklich was zu ändern.
Alleine an den ersten beiden Einsatz-Wochenenden wurden 443 Hunde kontrolliert, hauptsächlich von Jägern und Hirten.
Laut Giorgos Giannopoulos, dem Leutnant für den Bezirk Neapoli, hat das Team innerhalb der ersten 10 Tage seines Einsatzes Bußgelder in Höhe von über 18.000 Euro verhängt, während mehrere Täter vor Ort festgenommen wurden.
Auf die Frage, ob Hundebesitzer kooperativ sind, antwortet Giannopoulos, dass es nicht wirklich um Kooperation geht. „Menschen, die es gewohnt sind, ihren Hund den ganzen Tag lang anzuketten, halten das beispielsweise einfach für normal. Sie können sich nicht vorstellen, dass das illegal ist, dass sie ihren Hund misshandeln. Sie sind schockiert, wenn wir ihnen das sagen. Viele haben Schwierigkeiten zu verstehen, dass der Hund bestimmte Lebensbedingungen braucht, Bewegungsfreiheit braucht“, sagt er.
Auch wenn es noch zu früh ist, um dies mit Sicherheit zu sagen, glaubt Giannopoulos, dass die Tierpolizei einen positiven Einfluss hat.
Zusammenarbeit und Ausblick
Für den Erfolg zählt Teamarbeit. Die Tierschutzpolizei arbeitet mit
- lokalen Polizeibehörden
- Tierärzten
- kommunalen Verwaltungen
- Tierschutzorganisationen
zusammen.
Vielleicht klappt’s ja und Kreta wird zum Vorbild für ganz Griechenland. Die Hoffnung: weniger ausgesetzte Tiere, mehr Schutz für die, die bisher einfach Pech hatten.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
- Viele Streuner und schlecht gehaltene Haustiere auf Kreta
- Neue Tierschutzpolizei mit rund 40 Beamten
- Fokus auf Kontrolle, Aufklärung und Umsetzung von Tierschutzgesetzen
- Enge Zusammenarbeit mit Zero Stray Pawject und lokalen Behörden
- Kastration und Mikrochip-Pflicht sollen Streunerzahlen senken
- Erste Erfolge durch Bußgelder und Aufklärung
- Bei Erfolg: Ausweitung auf ganz Griechenland geplant
Die Giftkrise in Rethymno
Rethymno ist ja schon bekanntlich sei Jahren ein Hotspot für Giftköder. Hunde und andere Haustiere, aber auch kleine Kinder, sind da besonders in Gefahr.
Es gab also einen weiteren erschütternden Fall in Atsipopoulo-Rethymnou. Jemand fand einen Hund, der offenbar vergiftet worden war.
Die Anwohner sind verständlicherweise erschüttert. Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas hier passiert ist.
Die Menschen in der Nachbarschaft bemerkten, dass sich der Hund seltsam verhielt, bevor er starb. Einige versuchten sogar, ihm zu helfen, aber es war zu spät.
Der Einsatz von Gift, insbesondere Fola, ist zu einem echten Problem geworden. Warum passieren solche Vorfälle immer wieder?
Die Behörden sagen, sie würden der Sache nachgehen. Dennoch ist es schwer, nicht frustriert zu sein, wie oft solche Fälle auftreten.
Wenn ihr Haustiere in der Gegend habt, seid wachsam. Achtet vielleicht auf verdächtige Dinge, wenn ihr spazieren geht.
Niemand möchte, dass noch ein Tier so leiden muss.
In Atsipopoulo kam es innerhalb weniger Tage zu einer Serie von Tiervergiftungen. Mehrere Katzen und mindestens zwei Hunde starben durch vergiftete Köder.
Man fand einige der toten Tiere nahe Müllcontainern und auf öffentlichen Plätzen. Sogar ein Parkplatz in der Nähe einer Grundschule blieb nicht verschont.
Besonders traurig: „Lacky“, ein Hund, lag tot unter einem Auto. In der Nähe entdeckten Anwohner noch mehr vergiftete Tiere, darunter Katzen, die in privaten Gärten verendet waren.
Manche warfen die Kadaver einfach in Müllbehälter, was alles noch komplizierter machte. Das klingt nicht nur makaber, sondern erschwert auch die Aufklärung.
Eine spezielle Suchtruppe mit Spürhunden untersuchte die Orte. Die Hunde fanden aber erstmal keine Giftköder.
In den nächsten Tagen tauchten trotzdem weitere tote Tiere auf. Das bestätigte den Verdacht auf Vergiftung ziemlich deutlich.
Die Behörde nahm Proben der Tiere und leitete toxikologische Untersuchungen ein. Irgendwie will man ja wissen, was da wirklich passiert ist.
Das lokale Tierschutzprojekt „LIFE Against Poison Crete“ meldete den Vorfall. Sie untersuchten die Sache zuerst, fanden aber keine klaren Hinweise auf Gift.
Eine zweite, gründlichere Untersuchung ist angekündigt. Vielleicht bringt die ja endlich Klarheit.
Fakten zur Tiervergiftung in Atsipopoulo | Details |
|---|---|
Zeitraum der Vorfälle | Anfang Juli 2025 |
Anzahl vergifteter Katzen | Mehrere, genaue Zahl unbekannt |
Anzahl vergifteter Hunde | Mindestens zwei |
Fundorte | Parkplatz neben 1. Grundschule, Müllplätze, private Grundstücke |
Maßnahmen | Toxikologische Untersuchungen, Polizeibericht, Einsatz von Suchhunden |
Aktuelle Ermittlungsstatus | Untersuchungen laufen, erneute Untersuchungen geplant |
Die Ereignisse haben die Gemeinschaft vor Ort wirklich erschüttert. Viele fragen sich, wie man Haustiere und Streuner besser schützen kann – und ob das jemals aufhört.
Vernachlässigter, behinderter und alter Hund von britischer Touristin gerettet

Der Hund „Daxi“ lebte viele Jahre in Einsamkeit. Vernachlässigung prägte seinen Alltag.
Er war taub und stumm. Das machte alles noch schwieriger für ihn.
Über lange Zeit kettete man ihn an einen Baum. Kaum jemand kümmerte sich um ihn oder versorgte ihn richtig.
Sein Überleben hing immer am seidenen Faden. Mit den Jahren verschlechterte sich sein körperlicher Zustand sichtbar.
Eine Touristin aus London, die öfter Kreta besuchte, fiel „Daxi“ immer wieder auf. Sie sah ihn bei fast jedem Aufenthalt.
Von den Nachbarn erfuhr sie, dass sein Besitzer ihn längst aufgegeben hatte. Echte Fürsorge bekam der Hund nicht mehr.
Da „Daxi“ weder hören noch bellen konnte, blieb er völlig isoliert. Das machte alles irgendwie noch trauriger, oder?
Als der Nachbar, der ihm ab und zu etwas zu essen gab, starb, verschärfte sich die Situation. Die einzige Hilfe, die „Daxi“ hatte, fiel plötzlich weg.
Die Touristin fing daraufhin an, regelmäßig Futter zu bringen. Sie bat auch andere Nachbarn, sich wenigstens ein bisschen um den alten Hund zu kümmern.
Vor seiner Rettung kannte „Daxi“ nie das Gefühl von Geborgenheit in einem Zuhause. Er verbrachte fast sein ganzes Leben isoliert, immer an derselben Stelle angebunden.
Das hinterließ Spuren – körperlich und seelisch. Viele Jahre Vernachlässigung gingen einfach nicht spurlos an ihm vorbei.
Die Unterstützerin gab trotzdem nicht auf. Sie startete einen langen Prozess, um „Daxi“ herauszuholen und ihm eine echte Chance zu geben.
Sie kämpfte dafür, ihm ein Umfeld zu schaffen, das mit seinem alten Leben nichts mehr zu tun hatte. Es ging ihr darum, ihm endlich Wärme und Sicherheit zu schenken.

Wichtige Fakten zu „Daxi“:
Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
Alter | 16 Jahre |
Zustand | Taub und stumm |
Lage vor Rettung | An einen Baum angekettet, vernachlässigt |
Versorgung vor Rettung | Kaum vorhanden, sporadisch Nahrung |
Retterin | Touristin aus London |
Neue Lebensumgebung | Sicher, betreut, mit Geborgenheit |
Die Erzählung von „Daxi“ ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie eine einzelne, engagierte Person mit Beharrlichkeit und einer ordentlichen Portion Mitgefühl das Leben eines vergessenen Tieres verändern kann. Manchmal fragt man sich schon, warum Tiere so oft einfach übersehen werden. Geschichten wie diese zeigen jedenfalls, wie viel Menschlichkeit und Verantwortung wir eigentlich für unsere stummen Begleiter haben sollten.

Bleibe auf dem Laufenden: Für die neuesten Updates, Nachrichten und anderen Infos aus Kreta, setze ein Bookmark für unsere Seite, abonniere unseren Newsletter oder folge uns in den sozialen Medien: * Facebook * Instagram * Reddit * Linkedin * Pinterest * RSS-Feed