Kurznachricht vom Donnerstag, 9. April 2026:
Ein Erdbeben mittlerer Stärke erschütterte am Mittwochnachmittag, dem 8. April 2026, das Seegebiet zwischen Kreta und dem Peloponnes. Das Beben, das eine Stärke von 4,8 auf der Richterskala erreichte, ereignete sich um 14:34 Uhr Ortszeit und sorgte in der südlichen Ägäis für Aufsehen.
Wichtige Details zum Beben
Nach Angaben des Geodynamischen Instituts lag das Epizentrum des Erdbebens im Meer, etwa 85 Kilometer süd-südwestlich von Vathia, Lakonien.
Besonders bemerkenswert ist vielleicht, dass das Erdbeben in einer sehr geringen Herdtiefe von nur 2 Kilometern registriert wurde. Flache Erdbeben sind an der Oberfläche oft stärker zu spüren als tiefere Beben gleicher Stärke, was wahrscheinlich dazu beitrug, dass das Beben in Teilen von Westkreta und dem südlichen Peloponnes wahrgenommen wurde.

Regionale Auswirkungen
Das Erdbeben ereignete sich am Nachmittag des Gründonnerstags (Μεγάλη Τετάρτη). Während ein Beben der Stärke 4,8 im Allgemeinen als „mäßig“ eingestuft wird und oft keine nennenswerten baulichen Schäden verursacht, unterstreicht der Ort des Bebens – zwischen zwei großen griechischen Regionen gelegen – die anhaltende seismische Aktivität, die für den Hellenischen Bogen charakteristisch ist.
Nach den neuesten Berichten gab es bislang keine unmittelbaren Meldungen über Verletzte oder schwere Sachschäden in den umliegenden Küstengebieten.
Lokalzeit am Epizentrum: Mittwoch, 8. April 2026, um 12:34 (GMT +1)
Stärke: 4,8
Tiefe: 2,0 km
Epizentrum: 35.712°N / 22.2153°E (Breite / Längengrad)
Intensität: V (Mäßig stark in der Nähe des Epizentrums)
Nächste Orte | Entfernung | Intensität |
|---|---|---|
Marmari (Peleponnes) | 92 km | III |
Sfinari (Chania) | 131 km | III |
Kissamos | 138 km | III |
Allgemeiner Hinweise: Auf KretaTipp werden nur Erdbeben ab der Stärke 4,0 oder Erdbebenschwärme nahe dieser Grenze gemeldet!
Dies hat den Hintergrund, dass von Erdbeben geringerer Intensität keinerlei Gefahren ausgehen und man diese nach längerem Aufenthalt auf Kreta sowieso kaum noch wahrnimmt.
Intensität und die modifizierte Mercalli-Intensitätsskala
Habt ihr euch jemals gefragt, was genau Menschen meinen, wenn sie über die „Stärke“ eines Erdbebens sprechen? Das nennt man seine Intensität – im Grunde genommen, wie stark die Menschen an ihrem Standort die Erschütterungen tatsächlich spüren.
Intensität ist nicht dasselbe wie Magnitude, bei der es um die Energie geht, die am Ursprungsort des Bebens freigesetzt wird. Die Intensität ist eher subjektiv; sie gibt an, wie stark das Beben an einem bestimmten Ort zu spüren war.
Die modifizierte Mercalli-Intensitätsskala (MMI) wird üblicherweise zur Beschreibung der Intensität verwendet. Sie stuft die Erschütterungen von I (nicht spürbar) bis X (extreme Erschütterungen) ein. Die Skala verwendet römische Ziffern und manchmal Farben, um die Intensität zu veranschaulichen, was sehr praktisch ist:
– I bis II: Nicht oder kaum spürbar
– III bis IV: Schwache bis leichte Erschütterungen
– V und höher: Mäßige bis starke Erschütterungen
Wie stark die Erschütterungen empfunden werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab – wie stark das Beben war, wie tief unter der Erde es seinen Ursprung hatte und wie weit man vom Epizentrum entfernt ist.
Wenn man sich in der Nähe des Epizentrums befindet, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man das Beben stärker spürt. Das ist nicht wirklich überraschend, oder?
Jüngste Erdbeben bei Kreta:
Erdbeben-Simulator im Naturhistorischem Museum
Mehr zu Erdbeben auf Kreta und Kreta ist Risikogebiet für starke Erdbeben und Tsunamis.
Wie schützt man sich bei Erdbeben?
Zum Schutz vor Erdbeben gehören Vorbereitung vor einem Erdbeben und sicheres Handeln während eines Erdbebens. Hier ist, was ihr tun solltet:
Vor einem Erdbeben
1) Bereitet eine Notfallausrüstung vor: Enthält Wasser, Lebensmittel, eine Taschenlampe, Batterien, Erste-Hilfe-Material, wichtige Dokumente und Medikamente.
2) Sichern des Raums:
– Befestigt Regale sicher an den Wänden.
– Stellt schwere Gegenstände in die unteren Regale.
– Sichert Fernsehgeräte, Computer und andere schwere Gegenstände.
– Wisst, wie man Gas, Wasser und Strom abstellt.
3) Erstellt einen Notfallplan für die Familie:
– Kennt sichere Orte in jedem Zimmer (unter stabilen Tischen, an Innenwänden).
– Plant und übt Evakuierungsrouten.
Während eines Erdbebens
Wenn ihr im Haus seid:
IN DECKUNG GEHEN:
– Fallen lassen, auf Händem und Knien abgestützt.
– Deckung von Kopf und Hals unter einen stabilen Tisch oder Schreibtisch. Wenn es nichts gibt, unter dem ihr euch verstecken könnt, bedeckt Kopf und Hals mit den Armen und kauert euch in eine Innenecke des Gebäudes.
– Haltet euch in eurem Unterschlupf fest, bis das Beben aufhört.
– Haltet euch von Fenstern, Glas und schweren Gegenständen fern, die herunterfallen könnten.
– Lauft nicht während des Bebens nach draußen.
Wenn ihr euch im Freien befindet:
– Begebt euch in einen offenen Bereich, der von Gebäuden, Bäumen, Straßenlaternen und Stromleitungen entfernt ist.
– Bleibt dort, bis das Beben aufhört.
Wenn ihr euch in einem Fahrzeug befindet:
– Haltet so schnell und sicher wie möglich an.
– Bleibt im Inneren des Fahrzeugs.
– Vermeidet das Anhalten auf Brücken, in Tunneln oder unter Überführungen.
Nach einem Erdbeben
– Überprüfe dich und andere auf Verletzungen.
– Seid auf Nachbeben vorbereitet.
– Untersuche das Haus auf Schäden und Gefahren (Gaslecks, Feuer usw.).
– Hört auf Notfalldurchsagen, um Informationen und Anweisungen zu erhalten.
– Benutzt das Telefon nur in Notfällen.
Wichtige Hinweise:
Die meisten Erdbebenverletzungen werden durch herabfallende Gegenstände und Trümmer verursacht, nicht durch Gebäudeeinstürze. Schützt Kopf und Hals, und bleibt ruhig.
Hinweise des griechischen Katastrophenschutzes für Erdbeben (in deutscher Sprache)



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