Von der Katastrophe zur Verzweiflung: Erdbebenopfer auf Kreta droht Zwangsversteigerung ihrer Häuser

Kurznachricht vom Freitag, 14. November 2025: Vier Jahre nach der Katastrophe von 2021 stehen die Erdbebenopfer auf Kreta vor Haus- und Grundstücksversteigerungen. Die Bewohner fordern ein Eingreifen der Regierung, um Zwangsvollstreckungen zu stoppen und den Wiederaufbau zu unterstützen.

Erdbeben

Vier Jahre nach dem verheerenden Erdbeben im September 2021 in Arkalochori auf Kreta stehen Hunderte von Familien vor einem neuen Albtraum – der Versteigerung ihrer beschädigten Häuser und Grundstücke. Was als Naturkatastrophe begann, hat sich nun zu einer sozialen und wirtschaftlichen Krise entwickelt, da viele Erdbebenopfer nicht in der Lage sind, ihre finanziellen Verpflichtungen für Immobilien zu erfüllen, die weiterhin unbewohnbar sind.

Das Erdbeben der Stärke 6,0, das am 27. September 2021 Zentralkreta erschütterte, verursachte weitreichende Zerstörungen in der gesamten Region. Dörfer wie Arkalochori, Thrapsano und Kastelli wurden schwer beschädigt, Tausende von Häusern sind unbewohnbar und über 5.000 Gebäude sind laut Berichten baulich beschädigt.

Trotz anfänglicher Versprechen der Regierung, Wiederaufbauhilfe und finanzielle Unterstützung zu leisten, beklagen viele Einwohner, dass sie aufgrund bürokratischer Verzögerungen, unvollständiger Entschädigungen und steigender Lebenshaltungskosten ohne Unterstützung dastehen. Nun, da Banken und Finanzinstitute Zwangsversteigerungen und elektronische Auktionen vorantreiben, wachsen Frustration und Wut unter den vom Erdbeben betroffenen Gemeinden.

Lokale Verbände und Kommunalpolitiker haben starken Widerstand geäußert und bezeichnen die Auktionen als „zweite Katastrophe” für Familien, die bereits alles verloren haben. Demonstranten in Heraklion und den umliegenden Städten fordern ein sofortiges Einfrieren der Zwangsversteigerungen, von denen die Erdbebenopfer betroffen sind, sowie gezielte Schuldenerleichterungen und schnellere Wiederaufbauprogramme.

Die Bewohner argumentieren, dass es ungerecht sei, Immobilien zu beschlagnahmen, die vom Staat selbst für unsicher erklärt wurden. Viele dieser Häuser liegen noch immer in Trümmern, andere wurden abgerissen – dennoch wird von den Eigentümern erwartet, dass sie Kredite oder Steuern für Immobilien zurückzahlen, die sie nicht mehr nutzen können.

Vertreter der Gemeinde fordern sowohl die griechische Regierung als auch die lokalen Behörden auf, einzugreifen, bevor noch mehr Familien ihre angestammten Häuser und Grundstücke verlieren. „Wir haben das Erdbeben überlebt“, sagte ein Bewohner, „aber das System könnten wir nicht überleben.“

Quelle: NeaKriti

 

chersonissos
Die aktuell besten Hotels bei Chersonissos auf Kreta für einen unvergesslichen Urlaub. Chersonissos auf Kreta gehört zu den beliebtesten Urlaubsorten Read more
Soldatenfriedhof in Maleme
Maleme, 18 km westlich von Chania, zweitgrößter deutscher Soldatenfriedhof in Griechenland. Hübsche und einfache Grabanlage an der Stelle der heftig Read more
Palast von Malia
Besichtigung des Palastes von Malia. Seine Geschichte, das Palastgelände, die antike Stadt und Hinweise zum Besuch und Wegbeschreibung. Der Palast Read more

Bleibe auf dem Laufenden: Für die neuesten Updates, Nachrichten und anderen Infos aus Kreta, setze ein Bookmark für unsere Seite, abonniere unseren Newsletter oder folge uns in den sozialen Medien: * Facebook * Instagram * Reddit * Linkedin * Pinterest * RSS-Feed

Verpasse die täglichen
Kreta-News & Tipps nicht!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Nach oben scrollen