Hoteliers wollen Airbnb-Kurzzeitvermietungen einschränken lassen

Die Diskussion um die Regulierung von Kurzzeitvermietungen, vor allem über Plattformen wie Airbnb, wird immer wichtiger.

ferienhaus kreta
Ferienhäuser auf Kreta

Gastgeber und Hoteliers wünschen sich mehr Fairness, weil sie die Auswirkungen dieser Mietmodelle auf den lokalen Wohnungsmarkt und die Tourismusbranche kritisch sehen.

Die Behörden denken darüber nach, Beschränkungen nicht nur zu verschärfen, sondern auch auf weitere Regionen auszuweiten.

Ihr Ziel: ein besseres Gleichgewicht zwischen klassischen Unterkünften und Kurzzeitvermietungen schaffen.

Mehrere Ministerien müssen gemeinsam entscheiden, wie diese Maßnahmen aussehen sollen.

Die lokalen Gemeinschaften mischen da kräftig mit, ihre Vorschläge und Bedürfnisse beeinflussen, wo und wie neue Regeln greifen.

Man merkt, wie vielschichtig das Ganze ist, gerade wenn es um Stadtentwicklung und Tourismus geht.

Wichtige Erkenntnisse

  • Kurzzeitvermietungen geraten in mehreren Regionen stärker unter Kontrolle.
  • Verschiedene Regierungsstellen entscheiden gemeinsam.
  • Lokale Gemeinden bestimmen mit, welche Gebiete betroffen sind.

Kurzzeitvermietungen und ihre Rolle im Gastgewerbe

Kurzzeitvermietungen wie Airbnb sind inzwischen ein fester Bestandteil der Branche.

Hotelbetreiber betonen aber, dass diese Unterkünfte anders behandelt werden sollten als klassische Hotels.

Sie erkennen die Bedeutung der Kurzzeitvermietungen an, fordern aber eine gleiche Regulierung für beide Sektoren.

Hotels müssen strenge Kontrollen einhalten, vor allem beim Thema Belastung der Infrastruktur.

Kurzzeitvermietungen wachsen dagegen oft ohne klare Auflagen.

Viele Hoteliers sagen, das führe zu einer Überlastung der touristischen Infrastruktur, die ohnehin schon knapp ist.

Die Hotellerie schlägt deshalb vor, in bestimmten Regionen strenge Beschränkungen einzuführen.

Wichtig finden sie, dass die Auswahl der Gebiete auf Vorschlägen aus der lokalen Gemeinschaft basiert.

Städte und Inseln wie Chania, Thessaloniki, Santorini, Paros, Chalkidiki und Rhodos stehen hier besonders im Fokus.

Wichtige Aspekte der Diskussion:

Punkte
Kurzzeitvermietungen (Airbnb)
Hotels
Regulierung
Weniger streng kontrolliert
Strenge Vorschriften
Infrastrukturbelastung
Weniger kontrolliert, oft höher
Kontrolliert und begrenzt
Einbindung der Gemeinden
Forderung nach stärkerer Berücksichtigung
Bereits stark eingebunden
Investitionsbehandlung
Benötigt gleiche Regeln
Genau überwacht

Hoteliers meinen, ohne klare Regeln und Kontrollen bleibt der Wettbewerb verzerrt.

Sie wollen dieselben Verpflichtungen für Kurzzeitvermieter, wie sie selbst erfüllen müssen.

Nur so kann der Wettbewerb wirklich fair sein.

Außerdem betonen sie, dass eine koordinierte Planung nötig ist, um die Belastung der Infrastruktur im Griff zu behalten.

Dazu gehören auch Verkehrsprobleme, Müll und Lärm.

Das Beispiel Rhodos

Rhodos
Rhodos

Rhodos zeigt ziemlich deutlich, wie stark die kurzfristige Vermietung von Unterkünften zugenommen hat.

Zwischen 2019 und 2025 sprang die Zahl der gemeldeten Ferienwohnungen von rund 5.000 auf fast 9.000 – das sind etwa 77 % mehr.

Auch bei den Betten sieht man einen kräftigen Anstieg: von etwa 23.000 auf über 40.000, also rund 74 % mehr.

Die Zahl der Hotels auf Rhodos wuchs dagegen nur leicht.

2019 gab es rund 540 Hotels, 2025 sind es knapp 590 – das entspricht etwa 9,5 % mehr.

Bei den Hotelbetten ging es von gut 100.000 auf etwa 105.000, also plus 4,4 %.

Unterkunftsart
2019
2025
Veränderung in %
Kurzfristige Vermietungen
5.057
8.988
+77 %
Betten kurzfristige Verm.
23.368
40.750
+74 %
Hotels
537
588
+9,5 %
Hotelbetten
100.212
104.590
+4,4 %

Diese Zahlen zeigen, wie rasant sich die kurzfristigen Vermietungen ausbreiten und wie stark sie den Hotels Konkurrenz machen.

Man könnte sagen, das entspricht etwa 87 neuen Hotels mit jeweils 200 Betten – eine Hausnummer, oder?

Viele lokale Hotelbetreiber verlangen deshalb strengere Regeln, damit alle die gleichen Bedingungen haben.

Sie halten es für wichtig, die kurzfristigen Vermietungen besser zu kontrollieren und sie irgendwie ins touristische Angebot zu integrieren.

Die Entwicklung auf Rhodos ist ein Warnsignal für andere Regionen, in denen sich ähnliche Trends abzeichnen.

Durch diesen starken Zuwachs hat sich die Landschaft der Unterkünfte ziemlich verändert.

Das wirkt sich auf Preise, Verfügbarkeit und die lokale Wirtschaft aus – nicht immer nur positiv.

Wichtige Punkte zu Rhodos:

  • Seit 2019 gibt’s deutlich mehr kurzfristige Vermietungen
  • Hotels wachsen eher langsam, aber stabil
  • Das Angebot verschiebt sich spürbar
  • Viele fordern gleiche Regeln für alle Unterkunftsarten

Rhodos steht damit ziemlich im Zentrum der Diskussion über neue Regeln für kurzfristige Vermietungen in Tourismusregionen.

Die Gemeinde Rhodos

Die Zahl der Kurzzeitvermietungen auf Rhodos ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Das entspricht etwa 200 neuen Hotels mit jeweils 200 Betten – klingt schon ziemlich viel, oder?

Innerhalb von nur sechs Jahren hat sich die Kapazität der Unterkünfte fast verdoppelt. Das bringt natürlich eine Menge Herausforderungen mit sich.

Ein großes Problem ist die fehlende Kontrolle über die Umweltbelastung. Niemand scheint so recht zu wissen, wie man mit Abwasser oder Feststoffabfällen umgehen soll.

Der Wasserverbrauch steigt dabei enorm. Die Insel hat aber ohnehin nur begrenzte Ressourcen – das ist schon ziemlich bedenklich.

Die Bebauung läuft inzwischen immer ungeplanter ab. Viele bauen einfach verstreut außerhalb der genehmigten Baugebiete.

Das Ergebnis? Die Landschaft wirkt zunehmend zersplittert und verliert ihre Struktur.

Vor diesem Hintergrund zieht die Gemeinde Rhodos jetzt klare Grenzen. Sie lehnt neue Hotelanlagen, wie zum Beispiel vom Interplaza-Konzern, ab.

Der Hauptgrund ist ganz simpel: Die Wasserversorgung reicht einfach nicht mehr aus. Weder für bestehende Siedlungen noch für neue Bauprojekte.

Tabelle: Herausforderungen durch Kurzzeitvermietungen auf Rhodos

Problem
Beschreibung
Umweltbelastung
Keine wirksame Müll- und Abwasserregulierung
Wasserressourcen
Stark erhöhter Verbrauch, begrenzte Verfügbarkeit
Landnutzung
Zersplitterte Bautätigkeit außerhalb von Bauzonen
Entwicklung neuer Hotels
Abgelehnt wegen Wasserknappheit

Die Europäische Kommission schaut sich diese Entwicklung mittlerweile ganz genau an. Sie prüft, ob sie gegen die unkontrollierte Ausdehnung der Kurzzeitvermietungen etwas unternehmen sollte.

Die Integration in die Raumordnung

Im neuen Raumordnungskonzept will man gezielte Beschränkungen einführen – und zwar genau dort, wo es schon jetzt eng wird. Das betrifft sowohl den Bau neuer Hotels als auch die Nutzung von Kurzzeitvermietungen.

Mit diesen Maßnahmen möchte man Überlastungen der touristischen Infrastruktur verhindern. Außerdem soll die Entwicklung ausgewogener und fairer ablaufen.

Gerade in Gebieten mit besonders hoher Nachfrage plant die Gemeinde klare Regeln. Das klingt erst mal sinnvoll, oder?

Wichtige Punkte der Raumordnung:

  • Begrenzung der Anzahl neuer Bauvorhaben in gesättigten Zonen
  • Regulierung von Kurzzeitvermietungen zur Kontrolle der Marktmenge
  • Förderung nachhaltiger und bedachter Entwicklungen

Diese Vorgaben sollen dafür sorgen, dass sich die touristische Infrastruktur besser in bestehende Strukturen einfügt. Und hoffentlich verhindert das auch, dass Ressourcen und Dienstleistungen überbeansprucht werden.

Die räumlichen Einschränkungen stehen jetzt im Mittelpunkt der neuen Strategie für den Tourismussektor. Man darf gespannt sein, wie sich das alles entwickelt.

Maßnahmen der EU gegen Kurzzeitvermietungen

Die Europäische Union arbeitet gerade an neuen Regelungen, um die Ausbreitung der Kurzzeitvermietungen besser zu kontrollieren.

Im Bereich der Kurzzeitvermietung sieht die EU echten Handlungsbedarf. Die bisherigen nationalen Maßnahmen reichen einfach nicht aus, um die negativen Folgen für den Wohnungsmarkt zu verhindern.

Dan Jørgensen, der von der EU-Kommission ernannte Wohnungs- und Gebäudekommissar, hat mehrfach betont, dass Wohnungspolitik ein wichtiger Bereich der europäischen Zuständigkeit ist.

Bisher hat man das nicht wirklich konsequent umgesetzt. Jørgensen findet, dass es dringend stärkere europäische Vorschriften braucht, um die Herausforderungen bei Kurzzeitvermietungen anzugehen.

Wichtige Ziele der EU-Maßnahmen sind:

  • Schutz der Anwohner vor den negativen Auswirkungen durch Kurzzeitvermietungen
  • Verringerung der Zahl leerstehender Wohnungen durch Regulierung von Airbnb und ähnlichen Plattformen
  • Stärkung der kontrollierenden Behörden durch einheitliche Regeln und Standards

Die EU möchte ein umfassendes Gestaltungspaket für den Wohnungsmarkt vorstellen.

Im Zentrum steht der Bereich Kurzzeitvermietung.

Dieses Paket soll:

  • Mindestanforderungen an die Registrierung und Sicherheit von Vermietungen festlegen
  • Verpflichtende Transparenzpflichten für Vermietungsplattformen einführen
  • Kooperationen zwischen nationalen Behörden und Plattformen fördern, um illegale Vermietungen zu reduzieren
Geplante Maßnahmen der EU
Beschreibung
Einheitliche Regeln
Festlegung gemeinsamer Mindeststandards
Registrierungspflicht
Verpflichtende Anmeldung aller Kurzzeitvermietungen
Plattformverantwortung
Berichtspflichten und Datenweitergabe an Behörden
Lokale Kontrolle
Unterstützung für Gemeinden bei der Überwachung

Mit diesen Maßnahmen will die EU dafür sorgen, dass Städte und Gemeinden ihre Wohnmärkte besser schützen können.

Zugleich möchte man faire Wettbewerbsbedingungen für professionelle Vermieter und Plattformen schaffen.

Die Regulierung soll verhindern, dass der Wohnraum durch kurzzeitige Vermietungen zu knapp wird.

Eigentlich geht es darum, eine Balance zwischen touristischer Nutzung und dauerhafter Wohnraumnutzung zu finden. Gar nicht so einfach, oder?

  • Einheitlichkeit: Schaffung eines gemeinsamen Rahmens für alle Mitgliedstaaten
  • Kontrolle: Effizientere Überwachung und Datenbereitstellung
  • Schutz: Wahrung der Interessen von Mietern und Anwohnern

CretaTimes

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