Intensive Suche nach 13 Vermissten nach tragischem Schiffbruch vor Gavdos

Kurznachricht vom Donnerstag, 13. November 2025: Suche nach Überlebenden des Bootsunglücks vor Gavdos und vermutlich mindestens 42 Tote, nachdem ein Migrantenboot vor Libyen gesunken ist.

Hellenic Coast Guard
Hellenic Coast Guard LCS-57 (By Tilemahos Efthimiadis – Flickr: Hellenic Coast Guard, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17427332)

Nach Angaben der griechischen Behörden läuft derzeit südlich von Kreta eine groß angelegte Rettungsaktion, nachdem ein Migrantenboot in der Nähe der Insel Gavdos gekentert ist. Dabei kamen mindestens drei Menschen ums Leben und 13 weitere werden vermisst.

Die griechische Küstenwache durchkämmt seit Mittwochmorgen mit Unterstützung von Hubschraubern der Luftwaffe, Marineschiffen und lokalen Fischerbooten das Gebiet. Bislang konnten 56 Überlebende aus der rauen See gerettet werden, doch die Hoffnung für die Vermissten schwindet.

Zeugen berichteten, dass das Holzboot, das vermutlich von der libyschen Küste aus gestartet war, am späten Dienstagabend Wasser aufgenommen hatte, bevor es bei starkem Wind kenterte. Ein in den sozialen Medien verbreitetes Video zeigt das Boot kurz vor dem Kentern und verdeutlicht die gefährlichen Bedingungen, denen Migranten auf der Mittelmeerroute ausgesetzt sind.

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Nach Berichten der Greek City Times und InfoMigrants gehören zu den Opfern ein Mann, eine Frau und ein Kind. Die Überlebenden, von denen viele Anzeichen von Unterkühlung und Erschöpfung zeigten, wurden zur medizinischen Versorgung und Identifizierung nach Chania auf Kreta gebracht.

Die Behörden befürchten, dass Gavdos – die südlichste Insel Griechenlands – zu einem neuen Hotspot für irreguläre Migration werden könnte, ähnlich wie Lampedusa in Italien, da Schleuser zunehmend ihre Routen verlegen, um den verstärkten Patrouillen im zentralen Mittelmeer zu entgehen.

Die Anwohner haben sowohl Mitgefühl als auch Besorgnis zum Ausdruck gebracht, da die kleine Insel Schwierigkeiten hat, den Zustrom von Neuankömmlingen zu bewältigen. „Wir tun, was wir können, aber die Situation ist überwältigend“, sagte ein Anwohner gegenüber den lokalen Medien.

Die Suche nach den 13 Vermissten wird unter schwierigen Wetterbedingungen fortgesetzt, wobei starker Wind und raue See die Sicht behindern. Griechische Beamte schließen nicht aus, dass sich noch mehr Menschen an Bord des Schiffes befanden.

Die Tragödie unterstreicht einmal mehr die tödlichen Risiken, denen Migranten auf ihrem Weg nach Europa ausgesetzt sind, und die dringende Notwendigkeit koordinierter humanitärer und politischer Maßnahmen in der gesamten Region.


Tragödie vor Libyen: 42 Migranten vermutlich tot, nachdem Boot vor libyscher Küste gesunken ist

migrant boat sinks

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind mindestens 42 Migranten vermutlich ums Leben gekommen, nachdem ein Schlauchboot vor der Küste von Tobruk im Osten Libyens gekentert war. Nur sieben Überlebende konnten gerettet werden, nachdem sie fast sechs Tage auf See getrieben waren. Dies ist ein weiteres tragisches Kapitel in der anhaltenden Migrationskrise im Mittelmeerraum.

Das unglückselige Boot war am 3. November mit 49 Menschen an Bord – 47 Männern und 2 Frauen – aus dem Sudan, Nigeria, Kamerun und Somalia in Zuwara, Libyen, ausgelaufen, wie die IOM bestätigte. Kurz nach der Abfahrt fiel der Motor des Bootes bei sich verschlechternden Wetterbedingungen aus, wodurch es kenterte und alle Passagiere ins Meer stürzten.

Die libyschen Behörden starteten am 8. November eine Such- und Rettungsaktion, doch zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Passagiere bereits verschwunden. Die sieben Überlebenden wurden erschöpft und dehydriert aufgefunden, nachdem sie tagelang ohne Nahrung und Wasser auf dem Meer getrieben waren.

„Diese jüngste Tragödie unterstreicht die extremen Gefahren, denen Migranten und Flüchtlinge ausgesetzt sind, die versuchen, das zentrale Mittelmeer zu überqueren“, erklärte die IOM in einer Stellungnahme.

Die Route über das zentrale Mittelmeer ist nach wie vor eine der tödlichsten Migrationsrouten der Welt. Laut dem IOM-Projekt „Missing Migrants“ haben seit Anfang 2025 bereits mehr als 1.000 Menschen auf dieser Route ihr Leben verloren.

Dieser Vorfall folgt auf eine Reihe ähnlicher Schiffsunglücke vor Lampedusa in Italien und Sorman im Westen Libyens in den letzten Wochen und spiegelt die wachsende Verzweiflung der Menschen wider, die vor Konflikten, Armut und Instabilität in Subsahara-Afrika fliehen.

Humanitäre Organisationen fordern weiterhin eine stärkere internationale Zusammenarbeit und sichere Migrationsalternativen, um weitere Todesfälle zu verhindern.

Quelle: CretaLive

 

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