Wie sieht es mit der Nutzung der griechischen Postdienste aus? Lokale Widerstände gegen die zahlreichen geplanten Schließungen auch in Elounda und Neapoli und die Gefahr des Konkurses der Hellenic Post (ELTA).

Vor mehr als dreißig Jahren brach der Ostblock zusammen. Damals verließ M. ihr abgelegenes Dorf in den Bergen Bulgariens und machte sich auf die lange Reise nach Griechenland, um dort als Reinigungskraft zu arbeiten.
Für sie bedeutete das Postwesen nicht nur einen Service, sondern war gewissermaßen der Staat selbst. Ihr Dorf war eng verbunden durch den Postboten, der einmal im Monat kam.
Als dieser plötzlich nicht mehr auftauchte, spürte sie das Ende einer Ära. Das klingt vielleicht dramatisch, aber so war es eben.
Heute, im Jahr 2025, kann man Griechenland und Bulgarien kaum noch mit den frühen 90er Jahren vergleichen. Die Digitalisierung hat die Kommunikation ziemlich auf den Kopf gestellt.
Die Schließung von 204 Postfilialen in Griechenland hat die Diskussion über die Bedeutung und das Volumen der Postdienste neu entfacht. Politiker behaupten, das Postaufkommen sei deutlich zurückgegangen.
Aufwärtstrend bei den Postdiensten
Die Postdienste in Griechenland wachsen seit Jahren. 2023 lag der Gesamtumsatz bei 729 Millionen Euro, ein Plus von 11,3 % gegenüber 2022.
Auch die Zahl der beförderten Sendungen stieg auf 316 Millionen, das sind 2 % mehr als im Vorjahr.
Kennzahl | Wert 2023 | Veränderung gegenüber 2022 |
|---|---|---|
Umsatz (in Millionen Euro) | 729 | +11,3 % |
Beförderte Sendungen | 316 Millionen | +2 % |
Die Einnahmen aus Postdienstleistungen sind seit 2015 um fast 200 Millionen Euro gestiegen. Auch Paketaufkommen und Beschäftigungszahlen legen konstant zu.
Universal-Dienstleistungen, vor allem von ELTA, zeigen dagegen rückläufige Werte. Das überrascht kaum, wenn man sieht, wie sehr sich die Branche verändert.
Der klassische Briefverkehr geht wegen der digitalen Kommunikation zurück. Trotzdem verschicken die Leute immer noch viele Briefe – etwa 71 % aller Poststücke sind Briefumschläge.
Im Bereich der Universal-Dienstleistung entfallen 79 % der Arbeit von ELTA auf diese Pflichtaufträge. Das ist schon eine ganze Menge.
Die Kurierdienste erleben dagegen gerade einen Boom. Rund 720 Unternehmen tummeln sich inzwischen auf dem Kuriermarkt, und der E-Commerce schiebt kräftig an.
Das sorgt für eine ziemliche Verschiebung vom traditionellen Einzelhandel zu Online-Shops. Wer hätte das vor zwanzig Jahren gedacht?
Wichtige Punkte im Überblick:
- Stetig steigende Umsätze und Paketmengen
- Rückgang bei Universal-Dienstleistungen, besonders bei ELTA
- Kurierdienste als wachsender und lukrativer Markt
- 71 % der Sendungen sind noch immer Briefe
- 42,3 % der Privathaushalte erhielten 2019 persönliche Postsendungen
Requiem für die Griechischen Postdienste
Die Nutzung der Postdienste in Griechenland hat sich ziemlich verändert. Viele Leute halten Dienste wie die Abholung von Rentenzahlungen oder die Nähe zu einem Postamt für wenig wichtig – irgendwo zwischen 2,4 % und 4,5 %.
In ländlichen Gegenden sieht das aber ganz anders aus. Dort gibt’s einfach weniger Alternativen.
In Regionen mit sehr geringer Bevölkerungszahl machen die Behörden Ausnahmen von der sogenannten Universaldienstleistung. Privatpersonen und Unternehmen holen ihre Post dann oft an anderen Stellen ab.
64,3 % der Privatkunden und 85,7 % der Firmen kommen damit klar. Aber 35,7 % der Privatkunden und 14,3 % der Firmen haben dadurch Probleme – sie berichten von Verlusten und Verzögerungen bei ihren Sendungen.
Viele Nutzer wünschen sich mehr Personal in den Postfilialen, kürzere Warteschlangen und längere Öffnungszeiten. Die Filialen selbst bekommen immerhin 4,38 von 5 Punkten – das spricht für das dichte Filialnetz.
Wichtige Fakten auf einen Blick
Thema | Wert/Anteil |
|---|---|
Bedeutung Nähe zum Postamt (allgemein) | 2,4 % – 4,5 % |
Privatkunden ohne Probleme bei Ausnahmen | 64,3 % |
Firmen ohne Probleme bei Ausnahmen | 85,7 % |
Kunden, die mehr Personal wollen | Hoch (keine exakte Zahl) |
Zufriedenheit mit Postfilialnetz | 4,38 von 5 |
Die Zahl der Briefe und Kommunikationssendungen sinkt, aber sie bleiben trotzdem wichtig. Pakete dagegen legen ordentlich zu, vor allem wegen Online-Shopping.
Das Paketgeschäft läuft unabhängig von den universellen Postdiensten. Etwa 720 Unternehmen mischen da mit, und es lohnt sich – klassische Postdienste machen eher Verluste.
Die Kosten für den Paketversand steigen schneller als die Zahl der Pakete. Das merkt man als Kunde oder Unternehmer sofort im Geldbeutel.
Das Filialnetz beeinflusst weiterhin das Verhältnis der Bürger zur Post. Bevor die Leitung umstrukturiert wurde, war das Verhalten der Kunden in den Filialen ein großes Thema.
Für viele bleibt die Poststelle der sichtbare Kontaktpunkt zur Organisation. Ob das so bleibt, hängt wohl davon ab, wie sich alles weiterentwickelt.
Herausforderungen im Überblick
- Sinkende Briefsendungen: Weniger Briefe bedeuten weniger Einnahmen.
- Steigende Paketkosten: Versand wird teurer, was Kunden belastet.
- Regionale Unterschiede: Ländliche Gebiete sind schlechter versorgt.
- Personalmangel: Zu wenig Mitarbeiter führen zu langen Wartezeiten.
- Öffnungszeiten: Nutzer wünschen sich längere Zeiten.
Intervention des Bürgermeisters von Agios Nikolaos zur Erhaltung der ELTA-Filialen in Neapoli und Elounda

Manolis Menegakis, der Bürgermeister von Agios Nikolaos, setzt sich klar für den Erhalt der griechischen Postfilialen (ELTA) in Neapoli und Elounda ein.
Er bietet an, kommunale Räume vorübergehend bereitzustellen, damit die Filialen weiterarbeiten können.
Damit will er sicherstellen, dass die wichtigen Dienstleistungen für die Bewohner nicht einfach verschwinden.
Gerade für ältere Menschen, die in abgelegenen Gebieten leben, und kleine Unternehmen sind diese Poststellen unverzichtbar.
Wenn die Filialen schließen, trifft das den Alltag dieser Gruppen ziemlich hart.
Der Bürgermeister betont:
- Die Stadt arbeitet eng mit der ELTA-Leitung und anderen Behörden zusammen.
- Sie wollen Lösungen finden, die nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht funktionieren.
- Die Initiative verfolgt keine kommerziellen Interessen, sondern will die öffentlichen Dienste retten.
- Diese Zusammenarbeit soll dafür sorgen, dass Postdienste weiterhin ein Teil des gesellschaftlichen Lebens bleiben.
Schlüsselthemen | Details |
|---|---|
Ziel der Intervention | Erhalt der ELTA-Filialen in Neapoli und Elounda |
Angebot des Bürgermeisters | Temporäre Bereitstellung kommunaler Räumlichkeiten |
Bedeutung der Poststellen | Dienstleistungen für Senioren, ländliche Gebiete, Unternehmen |
Zusammenarbeit | Enge Abstimmung mit ELTA-Leitung und Behörden |
Keine kommerziellen Ziele | Fokus auf soziale und öffentliche Dienste |
Die Stadt prüft aktuell verschiedene kommunale Immobilien, die sich vielleicht für die Post eignen würden.
Die Gespräche mit ELTA und den Behörden laufen weiter, aber wie schnell das alles klappt, bleibt offen.
Man will die Bewohner regelmäßig darüber informieren, wie es mit den Maßnahmen vorangeht.
Die ganze Aktion kommt, nachdem in den Medien immer wieder von möglichen Schließungen oder Zusammenlegungen der ELTA-Filialen im ganzen Land die Rede war.
Die Gemeinde reagiert schnell und versucht, die Folgen für die Menschen vor Ort so gering wie möglich zu halten.
Links und Quellen: Anatolh
Wenn ELTA nicht saniert werden, werden sie zugunsten privater Interessen geschlossen

Premierminister Mitsotakis sagt ziemlich deutlich, dass die Postgesellschaft ELTA gerade vor einer echten Herausforderung steht.
Ohne eine klare Sanierung geht das Unternehmen pleite und wird dichtgemacht. Am Ende profitieren dann private Interessen davon.
Er macht keinen Hehl daraus, dass die Gegner des Sanierungsplans eigentlich den privaten Akteuren in die Karten spielen.
Das zeigt, wie dringend ELTA ihren Betrieb neu organisieren muss.
Die Natur der Postdienste hat sich verändert. Klar, das Netz von ELTA muss da irgendwie mitziehen.
Regionale Besonderheiten spielen eine Rolle, besonders in ländlichen Gegenden.
Das Ziel: Das Netz verkleinern, aber trotzdem Alternativen schaffen. Niemand soll am Ende ohne Postdienst dastehen.
Gerade die Menschen in der Peripherie dürfen sich nicht abgehängt fühlen.
Das Wirtschaftsministerium tüftelt zusammen mit dem Aufsichtsfonds an einer Lösung.
In den nächsten Monaten wollen sie einen Plan präsentieren. Technische Probleme wie die Einschränkungen bei staatlicher Unterstützung für ELTA stehen dabei auf dem Zettel.
Die EU-Gesetzgebung spielt auch eine Rolle. Sie macht es möglich, Poststellen in anderen Einrichtungen unterzubringen.
Vielleicht tauchen ELTA-Filialen künftig an Orten wie Bürgerämtern auf. Wer weiß?
Mitsotakis findet, die geplante Sanierung braucht eine offene Diskussion vor Ort.
Man muss wirklich von Filiale zu Filiale schauen, wie der Service weiterlaufen kann.
Thema | Aussage |
|---|---|
Notwendigkeit der Sanierung | Ohne Sanierung droht Insolvenz und Schließung zugunsten private Interessen |
Gegner der Sanierung | Unterstützen indirekt private Konkurrenten |
Anpassung an neue Anforderungen | Netz muss regional und flexibel angepasst werden |
Alternative Lösungen | Niemand soll ohne Postdienst bleiben, auch in abgelegenen Regionen |
Zusammenarbeit | Wirtschaftsministerium und Aufsichtsfonds arbeiten an einem Plan |
Rechtliche Einschränkungen | ELTA kann keine staatlichen Hilfen auf gewisse Art erhalten |
EU-Gesetzgebung | Erlaubt neue Formen der Filialintegration |
Öffentlicher Diskurs | Diskussion auf lokaler Ebene ist notwendig |

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