Kurznachricht vom Donnerstag, 27. November 2025:
In den frühen Morgenstunden des Donnerstags erschütterte ein starkes Erdbeben der Stärke 4,8 auf der Richterskala die Gegend um Rethymno auf Kreta und verursachte ein deutlich spürbares, länger als gewöhnlich anhaltendes Grollen. Das seismische Ereignis ereignete sich kurz nach 2:00 Uhr morgens, etwa 17 Kilometer nordnordwestlich von Sises, Rethymno.
Die Bewohner der gesamten Insel spürten das Beben, insbesondere entlang der Nordküste Kretas. Zeugen berichteten von einem anfänglichen tiefen Grollen, gefolgt von anhaltenden Erschütterungen, die zu der beunruhigenden Wirkung des Erdbebens beitrugen.
Nach Angaben des Geodynamischen Instituts lag die Herdtiefe des Erdbebens mit 61,4 Kilometern relativ tief. Diese Tiefe hatte wahrscheinlich Einfluss auf die Art der Erschütterungen und die Dauer des Grollens.
Glücklicherweise wurden bisher keine schweren Schäden oder Verletzungen gemeldet. Die Behörden überwachen das Gebiet weiterhin auf Nachbeben oder damit verbundene seismische Aktivitäten.
Dieses Ereignis erinnert an die seismische Aktivität auf Kreta und die Bedeutung der Vorsorge in erdbebengefährdeten Regionen.
Quelle: Cretalive

Stärke: 4,8
Tiefe: 60,0 km
Epizentrum: Breite / Längengrad 35.5399°N / 24.8392°E
Intensität: III Schwach in der Nähe des Epizentrums
Nächste Orte | Entfernung | Intensität |
|---|---|---|
Bali | 15 km | III |
36 km | III | |
Rethmyno | 38 km | III |
63 km | III | |
73 km | III | |
76 km | III | |
88 km | III | |
101 km | III | |
121 km | III |
Spoiler: Ich hab’s verschlafen!
Allgemeiner Hinweise: Auf KretaTipp werden nur Erdbeben ab der Stärke 4,0 gemeldet!
Dies hat den Hintergrund, dass von Erdbeben geringerer Intensität keinerlei Gefahren ausgehen und man diese nach längerem Aufenthalt auf Kreta sowieso kaum noch wahrnimmt.
Intensität und die modifizierte Mercalli-Intensitätsskala
Habt ihr euch jemals gefragt, was genau Menschen meinen, wenn sie über die „Stärke“ eines Erdbebens sprechen? Das nennt man seine Intensität – im Grunde genommen, wie stark die Menschen an ihrem Standort die Erschütterungen tatsächlich spüren.
Intensität ist nicht dasselbe wie Magnitude, bei der es um die Energie geht, die am Ursprungsort des Bebens freigesetzt wird. Die Intensität ist eher subjektiv; sie gibt an, wie stark das Beben an einem bestimmten Ort zu spüren war.
Die modifizierte Mercalli-Intensitätsskala (MMI) wird üblicherweise zur Beschreibung der Intensität verwendet. Sie stuft die Erschütterungen von I (nicht spürbar) bis X (extreme Erschütterungen) ein. Die Skala verwendet römische Ziffern und manchmal Farben, um die Intensität zu veranschaulichen, was sehr praktisch ist:
– I bis II: Nicht oder kaum spürbar
– III bis IV: Schwache bis leichte Erschütterungen
– V und höher: Mäßige bis starke Erschütterungen
Wie stark die Erschütterungen empfunden werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab – wie stark das Beben war, wie tief unter der Erde es seinen Ursprung hatte und wie weit man vom Epizentrum entfernt ist.
Wenn man sich in der Nähe des Epizentrums befindet, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man das Beben stärker spürt. Das ist nicht wirklich überraschend, oder?
Jüngste Erdbeben bei Kreta:
Erdbeben-Simulator im Naturhistorischem Museum
Mehr zu Erdbeben auf Kreta und Kreta ist Risikogebiet für starke Erdbeben und Tsunamis.
Wie schützt man sich bei Erdbeben?
Zum Schutz vor Erdbeben gehören Vorbereitung vor einem Erdbeben und sicheres Handeln während eines Erdbebens. Hier ist, was ihr tun solltet:
Vor einem Erdbeben
1) Bereitet eine Notfallausrüstung vor: Enthält Wasser, Lebensmittel, eine Taschenlampe, Batterien, Erste-Hilfe-Material, wichtige Dokumente und Medikamente.
2) Sichern des Raums:
– Befestigt Regale sicher an den Wänden.
– Stellt schwere Gegenstände in die unteren Regale.
– Sichert Fernsehgeräte, Computer und andere schwere Gegenstände.
– Wisst, wie man Gas, Wasser und Strom abstellt.
3) Erstellt einen Notfallplan für die Familie:
– Kennt sichere Orte in jedem Zimmer (unter stabilen Tischen, an Innenwänden).
– Plant und übt Evakuierungsrouten.
Während eines Erdbebens
Wenn ihr im Haus seid:
IN DECKUNG GEHEN:
– Fallen lassen, auf Händem und Knien abgestützt.
– Deckung von Kopf und Hals unter einen stabilen Tisch oder Schreibtisch. Wenn es nichts gibt, unter dem ihr euch verstecken könnt, bedeckt Kopf und Hals mit den Armen und kauert euch in eine Innenecke des Gebäudes.
– Haltet euch in eurem Unterschlupf fest, bis das Beben aufhört.
– Haltet euch von Fenstern, Glas und schweren Gegenständen fern, die herunterfallen könnten.
– Lauft nicht während des Bebens nach draußen.
Wenn ihr euch im Freien befindet:
– Begebt euch in einen offenen Bereich, der von Gebäuden, Bäumen, Straßenlaternen und Stromleitungen entfernt ist.
– Bleibt dort, bis das Beben aufhört.
Wenn ihr euch in einem Fahrzeug befindet:
– Haltet so schnell und sicher wie möglich an.
– Bleibt im Inneren des Fahrzeugs.
– Vermeidet das Anhalten auf Brücken, in Tunneln oder unter Überführungen.
Nach einem Erdbeben
– Überprüfe dich und andere auf Verletzungen.
– Seid auf Nachbeben vorbereitet.
– Untersuche das Haus auf Schäden und Gefahren (Gaslecks, Feuer usw.).
– Hört auf Notfalldurchsagen, um Informationen und Anweisungen zu erhalten.
– Benutzt das Telefon nur in Notfällen.
Wichtige Hinweise:
Die meisten Erdbebenverletzungen werden durch herabfallende Gegenstände und Trümmer verursacht, nicht durch Gebäudeeinstürze. Schützt Kopf und Hals, und bleibt ruhig.
Hinweise des griechischen Katastrophenschutzes für Erdbeben (in deutscher Sprache)


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