Warnsignale der Wasserknappheit

Die Warnsignale der Wasserknappheit und wo kommt es zur Wüstenbildung auf Kreta.

Aposelemi-Damm
Wasserstand am Aposelemi-Damm: der Geisterort Sfendili sollte eigentlich überflutet sein.

Überblick zur Wasserbewirtschaftung und Dürreproblematik

Die griechische Regierung hat wegen der zunehmenden Wasserknappheit in Griechenland ein ganzes Maßnahmenpaket vorbereitet. Das Ganze soll bald starten und richtet sich vor allem auf die Folgen der anhaltenden Klimakrise im Mittelmeerraum.

Man will endlich wirksame Strategien für die nachhaltige Nutzung und Verteilung der Wasserressourcen entwickeln. Eine Ministerrunde steht an, bei der wichtige Entscheidungsträger aus verschiedenen Ressorts und Organisationen zusammenkommen.

Dort wollen sie ein landesweites Konzept fürs Wassermanagement planen. Außerdem wollen sie die Umsetzung von Projekten beschleunigen.

Dabei stehen vor allem diese Schwerpunkte im Raum:

  • Struktur der Wasserverwaltung: Wer ist für was zuständig, wie läuft die Koordination zwischen den Behörden?
  • Entwicklungsprojekte: Bau neuer Staudämme, Modernisierung der Wasserverteilungsnetze.
  • Aktualisierung regionaler Pläne: Bestehende Strategien an neue Herausforderungen anpassen.

Die Dringlichkeit ist hoch, denn Griechenland zählt zu den Ländern mit großem Risiko für Wasserknappheit. Die Regierung will den nationalen Plan so bald wie möglich vorstellen.

Zentrale Herausforderungen

Thema
Beschreibung
Anstieg des Wasserverbrauchs
Der Wasserkonsum ist in den letzten zehn Jahren stark gestiegen – vor allem wegen des Tourismus. Der Anstieg liegt bei über 139 %.
Veraltete Wassernetze
In vielen Regionen gehen durch alte oder kaputte Leitungen bis zu 50 % des Wassers verloren. Das macht die Versorgung ziemlich schwierig.
Klimatische Belastungen
Längere Trockenperioden und sinkende Wasserstände in Seen und Stauseen – die Klimakrise schlägt voll durch.

Beteiligte Akteure

  • Vizepremierminister und zuständige Minister
  • Behörden für Umwelt, Infrastruktur, Landwirtschaft und Energie
  • Öffentliche Wasser- und Stromversorger

Diese Gruppe versucht, Politik und praktische Maßnahmen enger zu verzahnen. Wie viel tatsächlich umgesetzt wird, hängt davon ab, wie weit die einzelnen Projekte schon sind.

Wichtige Aspekte der Planung

  • Priorisierung von Maßnahmen – je nachdem, wie dringend und technisch machbar sie sind
  • Umweltschutzaspekte – die sollen in jede Entscheidung einfließen
  • Stärkere regionale Kooperationen – damit die vorhandenen Ressourcen besser genutzt werden

So will man die Anpassungsfähigkeit des Landes gegenüber Wasserknappheit verbessern. Die geplanten Aktivitäten sind ein wichtiger Schritt, um langfristig eine gesicherte Wasserversorgung zu erreichen.

Quelle: Rethemnos News


Warnsignal für den Staudamm von Bramianoi: Dürre, Salzwasser und Sorge in Ierapetra – „Die Menschen wissen nicht, was sie erwartet“


 

Der Wasserstand im Stausee von Bramianoi ist gerade mal bei etwa 3 Millionen Kubikmetern. Das ist richtig wenig und sorgt für große Probleme bei der Wasserqualität.

Besonders die landwirtschaftliche Nutzung leidet darunter. Erzeuger, Wasserverbände und lokale Behörden schlagen Alarm – sie bohren neue Brunnen und versuchen, alte Quellen wieder zu nutzen.

Die andauernde Trockenheit erinnert viele an die Dürre von 2016 bis 2018, als der Speicher fast leer war. Damals gab es sogar religiöse Prozessionen, um Regen zu erbitten.

Jetzt sind wieder drastische Einschnitte nah, weil wichtige Quellen wie Kalamaukas und Christos zum dritten Mal in Folge trocken bleiben. Die winterlichen Niederschläge reichten nicht, um die Flüsse und Bäche zu füllen, die den Speicher sonst speisen.

Um die Wasserversorgung zu sichern, greift die Verwaltung auf alte Bohrlöcher in Myrtos zurück, die die Gemeinde Ierapetra bereitstellt. Gleichzeitig entnimmt man weiterhin leicht salziges Wasser aus den Quellen in Malavra Kavousi.

Die Wasserqualität hat sich aber deutlich verschlechtert. Der Leitfähigkeitswert liegt bei hohen 4,7 ms/cm – nach Mischung im Stausee sind es beim Bewässern empfindlicher Kulturen schon über 2,1 ms/cm.

Wasserstand und Qualität im Überblick:

Parameter
Wert
Bemerkung
Aktueller Wasserstand
3.000.000 m³
Gefährlich niedrig
Leitfähigkeit (Quelle Malavra)
4,7 ms/cm
Stark erhöht, salzhaltig
Leitfähigkeit im Bewässerungswasser
>2,1 ms/cm
Für empfindliche Pflanzen problematisch

Die Mischung aus wenig Wasser und schlechter Qualität ist ein echtes Risiko für die landwirtschaftlichen Flächen im Bezirk. Produzenten und Verantwortliche sagen klar: Nicht nur die Menge, auch die Qualität des Wassers entscheidet über die Zukunft der Agrarproduktion.

Momentan laufen mehrere Maßnahmen parallel, etwa die Erschließung neuer Vorräte und die Steuerung der vorhandenen Ressourcen. Trotzdem wächst die Sorge, dass sich die Situation kurzfristig nicht bessert.

Die Kombination aus Trockenheit und Versalzung ist eine große Herausforderung, die die Region langfristig beeinflussen kann.

Wichtige Faktoren im Zusammenhang mit dem Wasserproblem:

  • Wenig Regen, kaum Flusszufuhr
  • Hauptquellen bleiben seit Jahren aus
  • Man nutzt salzhaltiges Wasser, um zu überbrücken
  • Neue Bohrungen in alten Brunnen
  • Betroffen sind besonders empfindliche landwirtschaftliche Kulturen

Die Lage beim Staudamm von Bramianoi bleibt angespannt. Die Verantwortlichen rufen zu schnellem und wachem Handeln auf.

Die Herausforderungen sind vielschichtig und brauchen eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Wassermanagement und öffentlicher Verwaltung, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern.

Quelle: NeaKriti


Diese Gebiete auf Kreta sind von Wüstenbildung bedroht

Trockenheit

Im Süden und Osten Kretas sieht’s echt düster aus, was die Gefahr der Wüstenbildung angeht. Besonders die Asterousia-Berge, die Gegend um Ierapetra und die Region um Sitia rutschen immer weiter ab.

Bergige Zonen im Süden sind auch betroffen, vor allem da, wo die Vegetation schon ziemlich gelitten hat. Die Pflanzen dort? Meist nur niedrige Sträucher und Dornenbüsche, ziemlich eintönig und wenig widerstandsfähig.

Die Temperaturen in diesen Gegenden liegen Jahr für Jahr über dem Durchschnitt. Gleichzeitig regnet’s kaum – das macht’s für Pflanzen nicht gerade leichter.

Ein paar Hauptfaktoren verschärfen die Situation:

  • Zunehmende Hitzeperioden und längere Trockenzeiten
  • Immer wieder Brände, die die Vegetation zerstören
  • Zu viele Tiere auf zu wenig Fläche – Überweidung eben
  • Starke Regenfälle auf ausgedörrtem Boden, was die Erosion richtig ankurbelt

Wenn selbst die letzten Sträucher zurückgehen und kaum noch Vielfalt bleibt, dann steckt die Region mitten im Prozess der Wüstenbildung. Die Pflanzenentwicklung zeigt ziemlich klar, wie ernst die Lage ist.

Bis 2050 soll sich das Ganze noch zuspitzen. Es wird doppelt so viele heiße Tage geben, und die Nächte bleiben oft wärmer als 26 Grad – das sind dann diese typischen Tropennächte.

Das stresst nicht nur die Natur, sondern auch die Leute vor Ort. Erholung in der Nacht? Fehlanzeige bei solchen Temperaturen.

Die Insel spaltet sich beim Klima: Im Westen regnet’s noch etwas mehr als im Osten. Aber selbst in Teilen von Chania geht der Regen zurück, und Schnee in den Bergen wird auch immer seltener.

Betroffene Regionen im Überblick:

Gebiet
Hauptbedrohung
Vegetationstyp
Bemerkungen
Asterousia-Gebirge
Wenig Niederschlag, Hitze
Niedrige Sträucher
Stark gefährdet durch Bodenverlust
Ierapetra
Hitzewellen, Überweidung
Verarmte Buschlandschaft
Landwirtschaft stark belastet
Sitia
Wenig Regen, Brände
Angespannte Ökosysteme
Rückgang der Artenvielfalt
Südliche Bergregionen
Vegetationsabbau
Dornensträucher
Anfällig bei Starkregen und Erosion

Die Zeichen der Verödung sind in diesen Gegenden kaum zu übersehen. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen für Wirtschaft und Bevölkerung.

Quelle: Creta24


Wegen fehlendem Wasser war der Brand in der Küche nicht zu löschen

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Sonntag 15. Juni in Heraklion: In einer Wohnanlage in der Straße Άρβης geriet die Küche einer älteren Dame in Brand. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus und sorgten für jede Menge Aufregung.

Ihr Neffe, der oben wohnt, wollte sofort helfen. Aber seit drei Tagen gab’s kein Wasser – auch die Tanks waren komplett leer.

Wasser zum Löschen? Fehlanzeige. Die Bewohner konnten nur warten, bis die Feuerwehr kam.

Die Einsatzkräfte trafen schnell ein und löschten das Feuer. Trotzdem blieb ein erheblicher Schaden in der Küche und den angrenzenden Räumen zurück.

Wichtige Fakten zum Vorfall

Punkt
Detail
Ort
Straße Άρβης, Heraklion
Betroffenes Gebäude
Mehrfamilienhaus
Brandherd
Küche
Wassertankvorräte
Leer, kein Löschwasser vorhanden
Dauer der Wasserabschaltung
Bereits drei Tage ohne Wasser
Einsatzkraft
Feuerwehr vor Ort
Schäden
Erheblicher Sachschaden in der Küche

Die Leute konnten den Brand nicht selbst bekämpfen, weil das Wasser fehlte. Mit Wasser wäre der Schaden wohl deutlich kleiner geblieben.

Längere Wasserknappheit kann in dicht besiedelten Gebieten echt gefährlich werden, vor allem bei Notfällen wie Bränden. Da fehlen dann einfach die Mittel, um schnell zu handeln.

Die Feuerwehr bekam den Brand schließlich unter Kontrolle. Aber weil die Anwohner nicht sofort löschen konnten, stiegen die Schäden an Wohnung und Einrichtung ordentlich an.

Wichtige Konsequenzen

  • Sicherheitsrisiko durch fehlendes Wasser
    Ohne Wasser im Haus steht man Bränden ziemlich hilflos gegenüber. Das macht’s für Menschen und Eigentum echt gefährlich.

  • Verzögerte Brandbekämpfung
    Die Feuerwehr braucht schnelle Infos und Zugang zu Wasser. Gibt’s da Probleme, können die Schäden schnell aus dem Ruder laufen.

  • Notwendigkeit von Vorsorgemaßnahmen
    Man sollte die Wasserversorgung auch bei technischen Störungen oder Reparaturen irgendwie sichern. Sonst können solche Vorfälle ziemlich heftige Folgen haben.

Quelle: Creta24

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