Das Geheimnis wird gelüftet: Was löste Anfang 2025 die intensive Erdbebenserie in der Nähe von Santorin aus?

Kurznachricht vom Montag, 1. Dezember 2025:

Santorini
Santorini

Anfang 2025 kam es auf der Insel Santorin zu einer beispiellosen Zunahme seismischer Aktivitäten, die bei Einwohnern, Touristen und Wissenschaftlern gleichermaßen Besorgnis auslöste. Nun hat eine bahnbrechende internationale Studie – unter Mitwirkung griechischer Forscher – Licht in die Ursache dieser intensiven Erdbebenserie gebracht.

Die in der renommierten Fachzeitschrift *Science* veröffentlichte Studie zeigt, dass die seismische Aktivität nicht, wie zunächst befürchtet, durch tektonische Verwerfungen verursacht wurde, sondern durch eine massive magmatische Intrusion tief unter dem Meeresboden. Konkret breitete sich eine vertikale Magmaschicht in Impulsen über 20 Kilometer innerhalb der Erdkruste in einer Tiefe von mehr als 10 Kilometern unter dem Meeresboden aus.

Um dies zu veranschaulichen: Das Volumen des Magmas könnte fast 200.000 olympische Schwimmbecken füllen oder Manhattan Island mit einer 9 Meter dicken Schicht geschmolzenen Gesteins bedecken. Diese immense magmatische Bewegung löste innerhalb kurzer Zeit Hunderte von Erdbeben aus, von denen einige eine Stärke von über 5 erreichten, was zu lokalen Notstandserklärungen, Schulschließungen und weit verbreiteter Alarmstimmung führte.

Mithilfe fortschrittlicher maschineller Lerntechniken zur Analyse von über 25.000 seismischen Ereignissen konnten die Forscher die Bewegung des Magmas mit beispielloser räumlicher und zeitlicher Genauigkeit kartieren. Ihre Ergebnisse zeigen, dass das Magma nicht gleichmäßig floss, sondern in Wellen – wobei es neue Risse öffnete, andere schloss und das Magma in Impulsen vorwärts drückte. Diese „pulsierende” Intrusion veränderte die unterirdischen Spannungsfelder und löste die rasche Abfolge von Erdbeben aus.

Wichtig ist, dass die Studie tektonische Verwerfungen als Hauptursache für die Erdbebenserie ausschließt und stattdessen diesen dynamischen magmatischen Prozess als grundlegenden Mechanismus unter Vulkanen weltweit hervorhebt.

Santorini, Teil des aktiven hellenischen Vulkanbogens, hat eine lange Geschichte katastrophaler Eruptionen, darunter die berühmte minoische Eruption um 1620 v. Chr. Die seismische Krise von 2025 gipfelte zwar nicht in einem Ausbruch, unterstreicht jedoch die anhaltenden vulkanischen Risiken für die lokalen Gemeinden und die dringende Notwendigkeit einer hochauflösenden geophysikalischen Überwachung.

Diese Forschung fördert nicht nur unser Verständnis von vulkanischen Erdbebenschwärmen, sondern bietet auch neue Instrumente für die nahezu Echtzeit-Überwachung von Vulkanausbrüchen, insbesondere in Regionen, in denen die Aktivität vor der Küste oder tief unter der Erde stattfindet – Gebiete, die traditionell schwer zu beobachten sind.

Für Santorin und andere vulkanische Regionen weltweit sind diese Erkenntnisse ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Vorhersage und Bewältigung vulkanischer Gefahren und letztlich zu einer Verbesserung der öffentlichen Sicherheit.

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