Kurznachricht vom Freitag, 6. Februar 2026:
Die Migrationsroute nach Südkreta hat ihre erste Ankunft seit Wochen erlebt. Am frühen Morgen erreichte eine Gruppe von 42 Migranten die Küste von Arvi. Dies ist die erste registrierte Landung in der Region seit Mitte Januar.
Details zur Ankunft
Laut lokalen Berichten gelang es der Gruppe, „ohne Hilfe” die Küste Südkretas zu erreichen und direkt am Strand anzulegen. Die lokalen Behörden wurden sofort alarmiert und haben eine Operation zur Bearbeitung und Identifizierung der Personen gestartet.
Demografische Aufschlüsselung
Die Gruppe besteht ausschließlich aus Männern und umfasst eine beträchtliche Anzahl von Minderjährigen. Die ersten Daten der Behörden liefern folgende Aufschlüsselung:
* Bangladesch: 21 Personen (alle Erwachsene).
* Ägypten: 21 Personen (11 Erwachsene und 10 Minderjährige).

Aktueller Stand
Die griechische Küstenwache und die örtliche Polizei sind derzeit vor Ort und führen die offizielle Registrierung und Identifizierung durch. Während die Migranten zunächst versorgt und untersucht werden, haben die Behörden noch nicht entschieden, wohin die Gruppe zur weiteren Bearbeitung gebracht wird.
Diese jüngste Ankunft beendet eine Phase relativer Ruhe an der kretischen Migrationsfront, wo es nach einem Anstieg der Aktivitäten zu Beginn des Winters mehrere Wochen lang keine Landungen gegeben hatte.
Bleiben Sie dran für weitere Updates, sobald sich neue Entwicklungen ergeben.
Quelle: Nea Kriti
Vom Rand des Todes zu einem neuen Leben: Die bemerkenswerte Geschichte von A., einer 22-jährigen Migrantin auf der Suche nach Hoffnung

Im November kenterte vor der Küste Kretas ein kleines Boot mit Migranten aus Libyen. Die meisten überlebten nicht. Zu den Überlebenden gehörte eine 22-jährige Frau namens A., die bei ihrer Ankunft im Krankenhaus dem Tod nahe war. Heute, drei Monate später, blüht sie in ihrem neuen Leben auf – ein Beweis für die Kraft menschlicher Mitmenschlichkeit und medizinischer Exzellenz.
Eine erschütternde Reise
Die Geschichte von A. beginnt lange vor ihrer Ankunft an der Küste Kretas. Sie floh zu Fuß aus dem Sudan und ertrug auf ihrem Weg unvorstellbare Strapazen – sexuelle Gewalt, Schläge und den verheerenden Verlust einer Schwangerschaft, die aus einer Vergewaltigung hervorgegangen war. Trotz dieser Traumata überlebte sie.
Die gefährliche Bootsfahrt aus Libyen stellte ihren Lebenswillen erneut auf die Probe. Als das Boot kenterte, ertranken viele ihrer Mitreisenden. A. wurde fast leblos aus dem Wasser gezogen und von der griechischen Küstenwache in das Universitätskrankenhaus von Rethymno (PAGNE) gebracht.
Eine medizinische Krise
Bei ihrer Ankunft wurde bei A. eine schwere Sichelzellkrise diagnostiziert – einer der kritischsten Fälle, mit denen das Hämatologieteam des Krankenhauses jemals konfrontiert war. Dr. Eleni Papadaki, Leiterin der Hämatologieklinik, beschrieb den Schweregrad ihres Zustands und die umfassende medizinische Behandlung, die darauf folgte.
Das Krankenhaus mobilisierte Ressourcen aus mehreren Abteilungen:
* Hämatologieklinik – spezialisierte Behandlung ihrer Sichelzellenkrankheit
* Intensivstation (ICU) – Behandlung schwerer vaso-okklusiver Krisen und Krampfanfälle
* Schmerzklinik – Behandlung ihrer akuten Schmerzen
* Blutbank – Koordination lebensrettender Transfusionen mit Unterstützung des Mittelmeerzentrums am Venizeleio-Krankenhaus
Mehr als nur medizinische Versorgung
Was die Genesung von A. wirklich bemerkenswert machte, war nicht nur die klinische Expertise, sondern auch die tiefgehende menschliche Fürsorge, die sie erhielt. Dr. Papadakis Bericht zeigt, wie die Mitarbeiter weit über ihre Pflichten hinausgingen:
„Sie wurde wie eine kostbare Puppe behandelt. Unsere Krankenschwestern wuschen und kämmten ihr Haar. Unsere Ärzte streichelten sie während der klinischen Untersuchungen. Durch Telefon-Dolmetscher sprachen wir mit ihr in ihrer eigenen Sprache. Sie hielt meine Hand während meiner Besuche, küsste mich, und ich küsste sie.“
Die Patientenvereinigung des Hämatologieteams schenkte ihr sogar ein Tablet – etwas, das sie sich schon lange gewünscht hatte. Als sie es erhielt, empfand A. eine Freude, die sie noch nie zuvor erlebt hatte.
Ein neuer Anfang
Nach mehr als drei Monaten Krankenhausaufenthalt wurde A. in eine spezialisierte Pflegeeinrichtung entlassen. Sie ging mit:
* einem roten Koffer voller neuer Kleidung
* ihrem Tablet
* offiziellen Krankenversicherungsunterlagen (AMKA)
* Asylstatus
Vor allem aber verließ sie die Klinik mit Hoffnung – und dem Wissen, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben echte menschliche Zuneigung erfahren hatte.
Die Verwandlung
A. erholte sich nicht nur körperlich. Die Menschen in ihrem Umfeld berichteten, dass sie sich durch ihre Anwesenheit verwandelt fühlten. Dr. Papadaki reflektierte darüber, wie das gesamte Gesundheitssystem durch die Interaktion mit ihr humaner geworden sei.
„Wie schön Menschen werden, wie schön das System und die Dienstleistungen werden, wenn wir uns von unseren Emotionen leiten lassen“, schrieb Dr. Papadaki.
Heute lebt A. glücklich in ihrem neuen Zuhause und spricht oft von der Liebe und Fürsorge, die sie bei PAGNE erfahren hat – der ersten echten Zuneigung, die sie jemals erfahren hat.
Ein Leuchtfeuer der Hoffnung
Die Geschichte von A. ist eine eindrucksvolle Erinnerung daran, was möglich ist, wenn medizinisches Fachpersonal, Institutionen und ganze Gemeinschaften mit Mitgefühl zusammenkommen. In einer Welt, die oft von Migrationskrisen und menschlichem Leid geprägt ist, bietet ihre Reise einen Hoffnungsschimmer – einen Beweis dafür, dass auch nach den dunkelsten Momenten Erneuerung und Heilung möglich sind.
Dr. Papadaki schloss ihren Bericht mit bewegenden Worten: „A., mit all meinen Segnungen für dein neues Leben! Ich trage einen Talisman in meinem eigenen Leben mit mir: dein Lächeln und deine luftige Berührung.“
A.s Verwandlung vom Tod zum neuen Leben erinnert uns alle an die heilende Kraft der Menschenwürde und des Mitgefühls.


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