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„Zero Stray Pawject“ verlässt Ierapetra: Wie Lokalpolitik und Rechtswidrigkeit kostenlose Tierschutzprogramme zum Scheitern brachten

Kurznachricht vom Freitag, 3. April 2026:

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Ierapetra vor 20 Jahren: überall streunende Hunde auf den Straßen. Bald wieder so?

In einem Schritt, der in der lokalen Tierschutzgemeinschaft für Aufruhr gesorgt hat, hat das „Zero Stray Pawject“ offiziell seinen Rückzug aus Ierapetra bekannt gegeben. Die Entscheidung folgt auf eine hitzige Sitzung des Gemeinderats, in der ein wichtiges Programm abgelehnt wurde, das darauf abzielte, die Population streunender Tiere durch kostenlose Kastrations- und Kennzeichnungsdienste einzudämmen.

Zwar genehmigte der Rat die Nutzung von Räumlichkeiten für die Kastration *streunender* Tiere, lehnte jedoch eine Zusammenarbeit mit der NGO ab, um kostenlose Dienstleistungen für Haustiere aus sozial schwachen Bevölkerungsgruppen anzubieten.

Hier finden Sie eine Aufschlüsselung der Gründe, warum diese Partnerschaft scheiterte, und was dies für die Zukunft der Tiere in Ierapetra bedeutet.

Der Stolperstein DNA: Gesetz vs. lokale Politik

Der Hauptstreitpunkt für die Stadtverwaltung war die obligatorische DNA-Probenahme, die nach griechischem Recht (Gesetz 4830/2021) vorgeschrieben ist. Der stellvertretende Bürgermeister und die Mehrheit des Stadtrats lehnten diese Anforderung entschieden ab, was dazu führte, dass sie den Vorschlag der NGO ablehnten.

Ilias Bagiouroukis, der Vertreter von Zero Stray Pawject auf Kreta, stellte klar, dass die Organisation lediglich die Umsetzung des Gesetzes anstrebt.

„Wir verlangen nichts für uns selbst“, erklärte Bagiouroukis. „Wir fordern, dass das Gesetz angewendet wird, so wie wir es bereits in 14 anderen Gemeinden auf Kreta getan haben.“

Die von der Akademie von Athen verwaltete DNA-Datenbank dient einem bestimmten Zweck: Wenn Welpen auf der Straße ausgesetzt werden, ermöglicht das genetische Material den Behörden, den Besitzer ausfindig zu machen und die gesetzlich vorgeschriebene Geldstrafe in Höhe von 10.000 € zu verhängen. Kritiker argumentieren, dass der Gemeinderat durch die Ablehnung dieses Vorhabens faktisch unverantwortliche Tierhaltung fördert.

In Zahlen: Eine wachsende Krise

Das Ausmaß des Problems in Ierapetra ist erschütternd. Laut dem Nationalen Haustierregister und statistischen Studien:
* gibt es in der Region etwa 6.000 bis 7.000 nicht identifizierte Tiere.
* Zwar sind 4.000 Tiere mit Mikrochips versehen, doch gelten sie laut Gesetz nicht als „vollständig identifiziert“, solange sie nicht auch kastriert sind oder eine DNA-Probe hinterlegt wurde.

Bagiouroukis wies auf eine „mathematische Unmöglichkeit“ im derzeitigen Vorgehen der Gemeinde hin. Wenn die Stadt 1.500 Tiere kastrieren muss, um die Population zu kontrollieren, aber im Rahmen kommunaler Verträge nur 10–15 pro Jahr bearbeitet, würde es über ein Jahrhundert dauern, das Problem zu lösen. Im Gegensatz dazu hat Zero Stray Pawject kürzlich in der Gemeinde Faistos 600 Kastrationen in nur 16 Tagen durchgeführt.

Politische Gegenreaktion und „verpasste Chancen“

Die Entscheidung blieb nicht ohne interne Kritik. Der ehemalige Bürgermeister Theodosis Kalantzakis schaltete sich in die Diskussion ein und bezeichnete die Haltung der aktuellen Verwaltung als Rückschritt. Er wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren Tausende von Kastrationen in erfolgreicher Zusammenarbeit mit Freiwilligen durchgeführt wurden, und kritisierte den Gemeinderat dafür, dass er lokalen Tierschutzfreiwilligen während der Sitzung keine Redezeit gewährt habe.

Dort aktiv werden, wo Fortschritt willkommen ist

Zero Stray Pawject hat deutlich gemacht, dass sie nicht mit einem neuen Antrag nach Ierapetra zurückkehren werden. Stattdessen verlagern sie ihre Ressourcen und Mittel auf Gemeinden, die die Initiative mit offenen Armen aufgenommen haben, darunter:
* Agios Nikolaos
* Gortyna
* Lasithi-Hochebene

Während die NGO nun die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern von Chania, Malevizi und Minoa Pediadas aufnimmt, fragen sich die Einwohner von Ierapetra, warum ihre Kommunalverwaltung eine kostenlose, gesetzeskonforme Lösung für eine Krise abgelehnt hat, die sich direkt vor ihrer Haustür weiter verschärft.

 

Was denken Sie? Sollten Kommunalverwaltungen das Recht haben, nationale Tierschutzgesetze zu umgehen, oder entgeht Ierapetra damit einer wichtigen Dienstleistung? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren unten mit.

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