Kurznachricht vom Dienstag, 27. Januar 2026:
Der Markt für Kurzzeitvermietungen in ganz Europa – und insbesondere in Griechenland – tritt in eine neue, reifere Phase ein. Nach dem explosiven Wachstum in den Pandemiejahren bestätigte sich 2025 eine Entwicklung hin zu mehr Stabilität statt zu einer Abschwächung. Eine Zahl verdeutlicht diesen Übergang perfekt: Der durchschnittliche Tagespreis (ADR) auf Airbnb in Griechenland lag 2025 bei 139 €.
Ein Markt, der sich stabilisiert, aber nicht verlangsamt
Jüngsten Marktdaten zufolge wird der Sektor der Airbnb-ähnlichen Kurzzeitvermietungen nicht mehr durch eine rasante Zunahme der Angebote angetrieben. Stattdessen passt er sich über Preise und Verfügbarkeit an, während die Nachfrage weiterhin stabil bleibt.
In Griechenland stieg die Nachfrage nach Übernachtungen um 3 % gegenüber dem Vorjahr und übertraf damit das Angebot, das um 2 % zunahm. Dieses Ungleichgewicht ist ein klares Zeichen dafür, dass das Interesse der Reisenden weiterhin groß ist, auch wenn sich Gastgeber und Immobilienverwalter an die veränderten Bedingungen anpassen.
Trotz der soliden Nachfrage sank die durchschnittliche Auslastung leicht um 1 % und lag bei 60,7 %. Dieser Rückgang deutet nicht auf ein schwächeres Interesse hin, sondern vielmehr darauf, dass viele bestehende Immobilien über das ganze Jahr hinweg für mehr Nächte verfügbar waren, wodurch sich die Gesamtzahl der angebotenen Übernachtungen erhöhte.

Warum der durchschnittliche Tagespreis auf 139 € gefallen ist
Der durchschnittliche Tagespreis sank um 3 % von 143 € im Jahr 2024 auf 139 € im Jahr 2025. Diese moderate Korrektur entspricht den Trends in anderen europäischen Märkten und spiegelt eher ein wettbewerbsintensiveres Preisumfeld wider als einen Rückgang des wahrgenommenen Werts.
Wichtig ist, dass diese Preisanpassung dazu beitrug, die Jahresumsätze weitgehend stabil zu halten und den leichten Rückgang der Auslastung auszugleichen. Für viele Gastgeber führten die leicht niedrigeren Übernachtungspreise zu stabileren Buchungen und einem gleichmäßigeren Cashflow über das ganze Jahr hinweg.
Griechenland im Vergleich zum restlichen Europa
Auf europäischer Ebene sind ähnliche Dynamiken zu beobachten:
– Die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Inserate erreichte 3,65 Millionen, was einem Anstieg von 3,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
– Die Gesamtnachfrage nach Übernachtungen stieg auf 470 Millionen Aufenthalte, was einem Anstieg von 4,4 % entspricht.
– Die Gesamtauslastung stieg leicht auf 59 %.
– Die durchschnittlichen Tagespreise in ganz Europa sanken um 1,1 %.
Diese Zahlen bestätigen, dass die Nachfrage weiterhin schneller wächst als das Angebot, auch wenn strengere Vorschriften in ganz Europa das Tempo neuer Inserate verlangsamen.
Revenue Management: Eine ungenutzte Chance
Besonders auffällig ist, wie wenige griechische Gastgeber aktiv Strategien zum Revenue Management einsetzen. Nur 12 % der Gastgeber in Griechenland nutzen Tools zur Preis- und Ertragssteuerung, verglichen mit 52 % in den Vereinigten Staaten.
In Europa übertreffen nur wenige Länder das Niveau der USA:
– Polen: 59 %
– Ungarn: 58 %
– Niederlande: 54 %
Diese Lücke deutet auf ein erhebliches ungenutztes Potenzial für griechische Gastgeber hin. In einem Markt, in dem sich der durchschnittliche Tagespreis bei etwa 139 € stabilisiert, könnten intelligentere Preisstrategien einen entscheidenden Unterschied in der Rentabilität ausmachen.

Was dies für 2026 bedeutet
Da das Angebot weiterhin nur einstellige Wachstumsraten verzeichnet und die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigt, wird 2026 voraussichtlich ein schwieriges Jahr für die betriebliche Effizienz sein, weniger für die Nachfragegenerierung. Gastgeber müssen sich auf Folgendes konzentrieren:
– Optimierung der Preisgestaltung während des gesamten Jahres
– Strategischeres Management der Verfügbarkeit
– Nutzung datengestützter Tools zum Schutz der Margen
Auch wenn die durchschnittlichen Tagespreise kurzfristig möglicherweise nicht steigen werden, bleiben die Fundamentaldaten des Marktes stark.
Abschließende Gedanken
Der durchschnittliche Tagespreis von 139 € auf Airbnb ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal dafür, dass der Markt sein Gleichgewicht findet. Der griechische Markt für Kurzzeitvermietungen hat die Phase der raschen Expansion hinter sich gelassen und ist nun in eine Phase eingetreten, in der intelligente Preisgestaltung, effiziente Abläufe und professionelles Management über den Erfolg entscheiden.
Für Reisende bedeutet dies wettbewerbsfähige Preise und eine größere Verfügbarkeit. Für Gastgeber ist dies eine klare Erinnerung daran, dass in einem reifen Markt die Strategie wichtiger denn je ist.


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