Brände auf Kreta

Brände auf der Insel Kreta. Hinweise zur Brandverhütung und richtiges Verhalten und Schutz des Hauses bei einem Feuer in der Nähe.

Feuerlösch-Hubschrauber bei der Brandbekämpfung
Feuerlösch-Hubschrauber bei der Brandbekämpfung auf Kreta.

Brände auf Kreta und in Griechenland

Jeden Sommer kommt es auf der Insel Kreta und auch in ganz Griechenland zu schweren Bränden.
Teilweise sind die Ursachen natürlicher Art, zumeist aber Unachtsamkeit durch offene Feuer oder auch weggeworfene Zigaretten. Leider ist jedoch auch öfters vorsätzliche Brandstiftung der Fall, teilweise um Baugrund verfügbar zu machen.
Deshalb ist im Sommer erhöhte Aufmerksamkeit im Umgang mit offenen Feuern notwendig und Anzeichen eines aufkommenden Brandes sollten schnellstmöglich den Behörden gemeldet werden.

Brände in Elounda
Rauchschwaden von Bränden bei Elounda

Mehr Fotos von Bränden und Löscharbeiten auf Kreta

t arrow1 Diese Fotos stammen von Bränden und Löscharbeiten in der Nähe von Elounda seit dem Jahr 2007.

Wichtige Informationen und Ressourcen

– Aktuelle Feuerkarte
– Aktuelle Brandrisiko-Karte
Warnapps des griechischen Zivilschutzes:
– bei GooglePlay für Android-Geräte: CivilCrete Talos
– im AppStore für Apple-Geräte: CivilCrete Τάλως


Brandverhütung auf Kreta

Waldbrand-Gefahr
Warnschild wegen Waldbrand-Gefahr.

Wald- und Buschbrände sind überall im Mittelmeer-Raum ein großes Problem und die Saison dafür beginnt im Mai. Sie erreicht im Juli und August ihren Höhepunkt und hält bis Ende Oktober an.
Während dieses Zeitraums ist offenes Feuer im Freien verboten. Trotzdem kommt es jährlich zwischen 2.500 und 3.500 Bränden in Griechenland. Hinzu kommen noch 5.000 bis 9.000 Brände, welche durch landwirtschaftliche Verbrennungen verursacht werden.

wildfire sms warning
SMS-Warnung des griechischen Zivilschutzes vor einem Buschbrand.

Um den Ausbruch eines Feuers zu vermeiden, sollte im Sommer kein Stroh, Zweige von Bäumen oder getrocknete Gräser verbrannt werden.
Das Grillen in Wäldern oder an Stellen mit vertrockneten Gräsern, Ästen oder Bäumen sollte unterlassen werden.
Es sollten keine Arbeiten unter freien Himmel durchgeführt werden, welche einen Brand auslösen können – zum Beispiel mit Geräten, welche Funken versprühen.
Niemals noch brennende Zigaretten achtlos irgendwo hinwerfen.
Keinen Müll in Wäldern zurücklassen, da sich dieser entzünden kann.

Falls sich das Haus in der Nähe eines Waldgebietes oder leicht brennbarer Flächen befindet, sollte in einem Umkreis von zehn Metern alles getrocknete Gras, Kiefernnadeln, vertrocknete Blätter, Äste usw. entfernt werden, um eine Feuerschneise zu bilden.
Die Bäume auf dem Grundstück sollten je nach Alter und Zustand der Zweige auf 3 Meter beschnitten werden.
Alle vertrockneten Zweige sollten von den Bäumen und Büschen um das Haus entfernt werden.
Alle Bäume in einem Abstand unter 5 Metern vom Haus sollten beschnitten werden, damit keine Äste an den Hauswänden, Dach oder den Balkonen anliegen.
Um das Haus herum sollten die Äste der einzelnen Bäume mindestens 3 Meter Abstand untereinander haben.
An den Außenwänden des Hauses sollten keine Wasserausläufe oder Ableitungen aus Kunststoff montiert sein.
Die Fensterläden oder Rollläden des Hauses sollten aus nicht entflammbaren Materialien bestehen.
Schornsteine und Lüftungsrohre sollten mit speziellen, nicht entflammbaren Jalousien abgedeckt sein, damit keine Funken in das Innere des Gebäudes eindringen können.
Keine brennbaren Materialien oder Gegenstände in der Nähe des Hauses lagern.
Keine offenen Heizöltanks in der Nähe aufstellen.
Brennholz sollte an einem verschlossenen und geschützten Platz gelagert werden.
Es sollten Feuerlöscher einsatzbereit vorhanden sein und ausreichend gewartet werden.
Es muss ein Wasserschlauch vorhanden sein, mit dem man die ganze zu schützende Grundfläche erreichen kann.
Ein Wassertank mit einer elektrischen Pumpe und Wasserschlauch hilft bei einem Feuer.

Brände in Elounda
Die Feuersbrunst nähert sich über einem Berg Elounda.

Falls man ein Feuer sieht, sollte sofort die Telefonzentrale der griechischen Feuerwehr (Telefonnummer 199) angerufen werden und der genaue Ort der eigenen Position und der des Feuers gemeldet werden. Es sollte die Art der brennenden Vegetation angegeben werden und in welcher Richtung das Feuer sich ausbreitet (Windrichtung). Der Anruf sollte nicht beendet werden, bevor alle wesentlichen Informationen klar angekommen sind.
Wer aber in Englisch oder Griechisch sich nicht ausreichend verständigen kann, kann die europaweite Nummer 112 in der Zentrale in Athen anrufen. Von hier hat man auch die Möglichkeit, die Position des Handys zu orten, was bei der nächsten Feuerwache unter 199 nicht geht. In Athen werden auch mehrere Sprachen gesprochen.

Wenn sich das Feuer dem eigenen Haus nähert, sollte man erst einmal ruhig bleiben. Das gesamte entflammbare Material um das Haus sowie an den geschützten Lagerplätzen muss entfernt werden, da es sich entzünden könnte und zu einem Feuer innerhalb des Gebäudes führt.
Alle Öffnungen wie Schornsteine, Türen und Fenster müssen verschlossen werden, damit kein Rauch eindringt.
Alle Gasleitungen und Flüssigbrennstoff-Vorräte innerhalb und außerhalb des Gebäudes müssen geschlossen werden.
Sonnenschirme und Markisen müssen von Fenstern und dem Balkon entfernt werden.
Der Zugang zum Grundstück sollte für die Feuerwehr geöffnet sein.
Eine Leiter sollte an der zum Feuer gegenüberliegenden Seite stehen, damit das Dach von dort aus schnell erreicht werden kann.
Alle Schläuche an die Wasserleitungen innerhalb und außerhalb des Gebäudes anschließen und Grundstück und Hauswände bewässern.
Wenn die Sicht durch Rauch beeinträchtigt ist, sollte die Innen- und Außenbeleuchtung eingeschaltet werden.

Wenn das Feuer in der Nähe angekommen ist, sollte das Haus nicht aufgegeben werden, außer ein Fluchtweg ist vollständig sicher. Denn die Überlebenschancen innerhalb eines Gebäude, welches aus nicht brennbaren Materialien errichtet wurde, sind sehr groß. Ein Auto dagegen geht sofort in Flammen und Rauch auf. Sollte das Haus jedoch aus Holz gebaut sein, muss man in einem Gebäude in der Nachbarschaft Schutz suchen.
Erfolgt eine Aufforderung durch die Feuerwehr oder Polizei, die Gegend zu räumen, sollte man genau den Anweisungen und den Fluchtwegen folgen.

Brände in Elounda
Lösch-Hubschrauber im Einsatz, welcher Wasser aus dem Meer zu Bränden fliegt.
Ist keine sichere Flucht möglich, sollten alle Menschen und Haustiere in das Haus gebracht werden. Alle Türen und Fenster müssen verschlossen werden und die Ritze mit befeuchteten Stoff oder Kleidung verschlossen werden, damit kein Rauch eindringt. Vorhänge sind von den Fenstern zu entfernen.
Die Möbel sollten in die Mitte der Zimmer geschoben werden und man sollte von Türen und Fenstern fern bleiben. Alle Türen innerhalb des Hauses sollten ebenfalls geschlossen werden, um ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern.
Alle Bäder, Waschbecken und verfügbare Eimer sollten mit Wasser aufgefüllt werden, um Vorräte davon zu haben.
Alle Personen und Tiere sollten sich an einer Stelle aufhalten und Taschenlampen mit Ersatzbatterien für einen Stromausfall dabei haben.

Wenn das Feuer erloschen ist, sofort das Haus verlassen und die noch verbleibenden Brandstellen löschen. Innerhalb der nächsten zwei Tage sollte das Grundstück um das Haus regelmäßig auf wieder entflammte Feuer kontrolliert werden.


Mangel an Feuerwehrkräften auf Kreta

Feuerwehr Neapoli
Bereitschaftsdienst der Feuerwehr Neapoli in den Sommermonaten, der Zeit der größten Wald- und Buschfeuer-Gefahr.

Auf Kreta fehlt es an ausreichend Feuerwehrkräften und wichtigen Ausrüstungen, um effektiv auf Notfälle und Brände reagieren zu können.

Diese Lücken erschweren den Schutz von Menschenleben, Eigentum und landwirtschaftlichen Flächen erheblich.

Neben den Brandgefahren besteht außerdem die Gefahr durch landwirtschaftliche Unfälle.

Mangelnde Ressourcen und zu wenig Personal machen auch diese Situationen schwer kontrollierbar.

Die Situation erfordert verstärkte Maßnahmen, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

Die Feuerwehrkräfte auf Kreta stehen vor großen Herausforderungen.

Ihr Team ist deutlich kleiner als nötig, und es mangelt an Ausrüstung.

Trotz dieser Schwierigkeiten müssen sie Brände bekämpfen, um Menschenleben und Eigentum zu schützen.

Die Zahl der Brände steigt in der aktuellen Brandschutzsaison stetig an.

Die Feuerwehr warnt eindringlich vor den Folgen des Personalmangels.

Etwa 80 Feuerwehrleute fehlen auf der Insel, was die Einsatzfähigkeit stark einschränkt.

Zusätzlich erschwert ein alter Fuhrpark die Arbeit.

Viele Fahrzeuge sind veraltet und nicht mehr zuverlässig.

Auch die Ausrüstung reicht häufig nicht aus, um die dringenden Anforderungen im Einsatz zu erfüllen.

Eine besondere Schwäche zeigt sich bei städtischen Bränden.

Hier braucht es spezialisiertes Personal, schnelle Reaktion und moderne Mittel.

Die neu geschaffene Spezialeinheit EMODE (Spezialeinheit für Waldbrandeinsätze) kann diese Lücken nur teilweise schließen.

Wichtige Fakten im Überblick:

Problemfeld
Details
Personalmangel
Fehlende 80 Feuerwehrleute auf Kreta
Fahrzeuge
Alter, wenig zuverlässiger Fuhrpark
Ausrüstung
Nicht ausreichend für Grundbedürfnisse bei Einsätzen
Spezialeinheiten
EMODE verstärkt, aber nicht genug für Stadtbrände
Gefahrenzunahme
Höhere Brandgefahr in der Brandschutzsaison

Viele verlangen eine sofortige Verstärkung mit fest angestellten Kräften.

Ohne diese wäre die Sicherheit der Bevölkerung und die Gesundheit der Feuerwehrmänner und -frauen ernsthaft gefährdet.

Die Risiken betreffen nicht nur den Brandschutz.

Es gibt auch Sorgen wegen landwirtschaftlicher Unfälle, besonders mit Traktoren, die oft zu schweren Verletzungen führen.

Zusätzliche Herausforderungen:

  • Mangelnde Flexibilität bei Einsätzen in städtischen Gebieten
  • Schwierigkeiten bei der schnellen Reaktion durch fehlende Mittel
  • Belastung des Personals durch erhöhte Einsatzzeiten und Minderbesetzung

Mangel an Personal und Ausrüstung

Der Feuerwehrdienst auf Kreta leidet unter einem gravierenden Personalmangel.

Die durchschnittliche Altersgruppe der Feuerwehrleute liegt inzwischen bei etwa 48 Jahren.

Neue Festanstellungen erfolgen nicht, was die Situation verschärft.

Die speziell für den Waldbrandschutz eingesetzten Kolleginnen und Kollegen dürfen nur eingeschränkt tätig werden.

Ihr Einsatzgebiet beschränkt sich auf Waldbrände, und sie können nicht direkt bei städtischen Bränden oder anderen Notfällen eingreifen.

Um den Schutz der Region verlässlich gewährleisten zu können, bedarf es zusätzlicher Festanstellungen von mindestens 80 neuen Feuerwehrkräften, verteilt auf alle Bezirke Kretas.

Allein im Bezirk Rethymno besteht ein Defizit von 20 Kräften; tatsächlich sind dort 140 statt der erforderlichen 160 Feuerwehrleute im Dienst.

Die große Unterbesetzung führt dazu, dass Feuerwehrleute viele Überstunden, nicht genommene Ruhetage und aufgeschobene Urlaube ansammeln.

Bis zum Jahr 2023 waren insgesamt 10.800 Ruhetage bei 136 Kräften ungewährt.

Neben dem Personal fehlt es auch an moderner Ausrüstung.

Vier unbemannte Drohnen sollen vorsorglich wichtige Gebiete überwachen und bei der frühzeitigen Erkennung von Brandherden helfen.

Allerdings kann das für Kreta besonders wichtige Löschhelikopter vom Typ Erickson inzwischen im zweiten Jahr in Folge nicht vor Ort stationiert werden.

Stattdessen ist dieser Hubschrauber in Kalamatá beheimatet.

Dies lässt eine bedeutende Lücke in der schnellen und effektiven Brandbekämpfung entstehen, besonders angesichts des schwierigen Geländes und der oft widrigen Wetterbedingungen auf der Insel.

Problembereich
Status
Durchschnittsalter
Ca. 48 Jahre
Personalbestand
Unter den Anforderungen, z. B. 140 von 160
Fehlende Neueinstellungen
Keine dauerhaften Einstellungen
Fehlende Ruhetage
10.800 Tage auf Kreta ungenutzt bis 2023
Einsatzbereiche EMODE
Nur Waldbrände, nicht städtische Brände
Drohneneinsatz
4 unbemannte Fluggeräte in wichtigen Zonen
Löschhelikopter Erickson
Nicht stationiert, operiert von Kalamatá

Alarmierende Daten zur Brandlage

Zwischen dem 1. Mai und dem 10. Juni wurden auf Kreta 36 Brände registriert, die zusammen eine Fläche von 25 Hektar zerstörten.

Seit Jahresbeginn liegt die Gesamtzahl der gemeldeten Brände bei 288, mit einer betroffenen Fläche von 356 Hektar.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten seit Anfang 2025 bei 27 Einsätzen ausrücken.

Dabei gab es 4 Todesfälle und 18 Verletzte.

Zum Vergleich: Im Jahr 2024 wurden 86 Einsätze verzeichnet, mit insgesamt 8 Todesopfern und 38 Verletzten.


Statistik der Brände 2025 (bis Juni):

Zeitraum
Fläche zerstört (Hektar)
Einsätze Feuerwehr
Todesfälle
Verletzte
1. Mai – 10. Juni
36
25
Gesamt seit Jahresanfang
288
356
27
4
18
Vergleich 2024
86
8
38

Feuerwehr und Rettungskräfte stehen unter starkem Druck, rechtzeitig zu reagieren und Menschenleben sowie Eigentum zu schützen.

Die Entwicklung der Brandhäufigkeit und der daraus resultierenden Schäden unterstreicht die Dringlichkeit verbesserter Präventions- und Schutzmaßnahmen.

Quelle: NeaKriti


Experten warnen vor erhöhtem Brandrisiko nach trockenem Winter

Brände in Elounda
Die Feuersbrunst nähert sich Elounda.

Wissenschaftler schlagen für die kommende Feuerperiode Alarm. Der letzte Winter war ungewöhnlich trocken, und das ist nicht einfach zu ignorieren.

Vor allem Regionen wie Attika, Ioannina und Alexandroupoli bekamen weit weniger Regen ab als sonst. Diese ständige Trockenheit setzt Wäldern und Grünflächen in den Vororten ordentlich zu.

Eine der wichtigsten Ursachen für das steigende Waldbrandrisiko ist die Mischung aus wärmeren Temperaturen und fehlendem Niederschlag. Forschende meinen, dass so etwas immer häufiger zu großflächigen Bränden führt.

Obendrauf können starke Winde, die durch warme Meeresoberflächen noch verstärkt werden, das Feuer zusätzlich anfachen. Klingt nicht gerade beruhigend, oder?

In Mischgebieten aus Wald und Siedlungen ist besondere Vorsicht geboten. Brände entstehen und verbreiten sich dort einfach öfter.

Experten raten, dass wirklich alle Bürger aufmerksam sein sollten, um Brände zu verhindern und Schäden möglichst gering zu halten.

Risikofaktor
Wirkung
Trockenheit
Erhöhte Brennbarkeit der Natur
Warme Temperaturen
Schnellere Ausbreitung
Starke Winde
Verstärkung der Feuerlage
Stadt-Wald-Grenzen
Häufiger Entstehungsort

Quelle: Ekathimerini


Europäische Feuerwehrkräfte unterstützen Griechenland in der Waldbrandsaison 2025

pirosvestis fotia

In der kommenden Waldbrandsaison wird Griechenland eine beachtliche Anzahl von 323 Feuerwehrleuten aus mehreren europäischen Ländern aufnehmen.

Diese Gruppe stammt aus Österreich, Bulgarien, Frankreich, Moldawien, Rumänien und der Tschechischen Republik.

Die Feuerwehrleute werden vom 1. Juli bis zum 15. September 2025 nach und nach in Griechenland stationiert.

Die Einsatzorte dieser internationalen Feuerwehrkräfte sind die Regionen Attika, Thessaloniki und Patras.

Dort sollen sie zusammen mit den griechischen Feuerwehren arbeiten und bei Bedarf schnell eingreifen.

Das Ziel ist eine verstärkte Kooperation bei der Bekämpfung von Waldbränden.

Neben dem direkten Einsatz steht auch die Ausbildung im Vordergrund.

Die europäischen Helfer werden vor Ort praktische Erfahrungen im Brandmanagement sammeln und ihr Wissen erweitern.

Diese Erfahrungen nehmen sie dann mit zurück in ihre Heimatländer – das klingt nach einer echten Chance für langfristigen Brandschutz in Europa, oder?

Zum Start der Saison fand am 20. Mai 2025 ein gemeinsames Schulungsseminar für die Verbindungsoffiziere der ausländischen Einheiten sowie die Verwaltungsverbindungsbeamten statt.

Ein weiteres Training für die Teamleiter der eintreffenden Einheiten ist für Ende Juni geplant.

Diese Trainingsmaßnahmen sollen die Zusammenarbeit optimieren und die Effizienz im Einsatz erhöhen.

Zusammenfassung der Einsätze und Beteiligten:

Land
Anzahl Feuerwehrleute
Einsatzregionen
Österreich
Teil der 323
Attika, Thessaloniki, Patras
Bulgarien
Teil der 323
Attika, Thessaloniki, Patras
Frankreich
Teil der 323
Attika, Thessaloniki, Patras
Moldawien
Teil der 323
Attika, Thessaloniki, Patras
Rumänien
Teil der 323
Attika, Thessaloniki, Patras
Tschechien
Teil der 323
Attika, Thessaloniki, Patras

Wichtige Eckpunkte des Programms:

  • Zeitraum: 1. Juli bis 15. September 2025
  • Koordinierte Einsätze in drei Hauptregionen Griechenlands
  • Gemeinsame Schulungen vor Saisonbeginn
  • Praktische Ausbildung und Erfahrungsaustausch vor Ort
  • Aufbau einer stärker vernetzten europäischen Brandbekämpfungsstruktur

Diese Unterstützung ist Teil des EU-Mechanismus für Zivilschutz.

So wird die Zusammenarbeit europäischer Staaten mal ganz konkret – und gibt Griechenland nicht nur Ressourcen, sondern auch Know-how an die Hand, das im Ernstfall tatsächlich Leben und Umwelt retten kann.

Quelle: CretaLive


Schwere Brände auf Kreta und in Griechenland der Vergangenheit

Brände in Elounda
Rauchschwaden von Bränden auf Kreta im Sommer 2007.

Alleine im Jahr 2018 wurde eine Fläche von 1.534 Hektar auf Kreta durch zahlreiche Brände, welche im Laufe dieses Jahres ausbrachen, vernichtet.

Nach Angaben der griechischen Feuerwehr wurden 2018 auf der Insel Kreta 556 Brände registriert, die Ackerland und Wälder niederbrannten. Davon entfielen 225 Brände auf die Präfektur Iraklion, 122 auf die Präfektur Chania, 139 auf die Präfektur Rethymno und 70 auf die Präfektur Lassithi.

Chania lag jedoch mit 1.061 Hektar verbrannten Landes an der Spitze. In Lassithi gingen 364 Hektar durch Brände verloren, während in Iraklion 85,7 Hektar und in Rethymno lediglich 23,1 Hektar durch die Brände verwüstet wurden.

Brände in Elounda
Roter Himmel durch das Feuer.

Zu den schwersten Waldbränden in Griechenland gehörte jedoch eine Anzahl von Ausbrüchen, welche im Sommer 2007 zwischen dem 28. Juni und 21. September auftraten.
Der Großteil der weiter oben gezeigten Fotos stammt übrigens ebenfalls aus dem Sommer 2007 auf Kreta.

Das zerstörerischste und zugleich auch tödlichste Inferno begann am 23. August 2007. Der Brand breitete sich rasch aus, geriet bis zum 27. August außer Kontrolle und wütete bis Anfang September, als er schließlich gelöscht werden konnte.
Diese Brandherde entstanden vor allem im Westen und Süden der Peloponnes, sowie den Südteil von Euböa. Dabei starben, einschließlich mehrerer Feuerwehrleute, 84 Personen und von diesen 67 alleine im August.

Offiziell griechische Behörden vermuten bei einigen von den Feuerstürmen auch Brandstiftung, um Bauland zu gewinnen. Andere waren wohl offensichtlich lediglich die Folge von Fahrlässigkeit.
Denn die hohen Temperaturen und drei aufeinander folgende Hitzewellen von über 40 °C, zusammen mit einer ausgeprägten Dürre, machten den Sommer 2007 beispiellos in der jüngeren Geschichte Griechenlands.

Von Ende Juni bis Anfang September 2007 wurden in ganz Griechenland über 3.000 Waldbrände verzeichnet und neun weitere Menschen kamen bei den anderen Bränden im Juni und Juli ums Leben.
Insgesamt 2.700 Quadratkilometer Wald, Olivenhaine und Ackerland wurden bei den Bränden vernichtet, was die schlimmste Brandkatastrophe der letzten 50 Jahre in Griechenland war.
Von den insgesamt 2.700 km² waren alleine in Südgriechenland 1.500 km² Wald betroffen. Auch viele Gebäude wurden bei den Bränden zerstört. Insgesamt zerstörte das Feuer zerstörte 1.000 Häuser und 1.100 andere Gebäude und beschädigte Hunderte weitere.

Während einige Brände vermutlich auf Umweltfaktoren zurückzuführen sind, ist ein grundsätzlicher Vorsatz nicht immer auszuschließen gewesen. So könnten einige der Brände absichtlich gelegt worden sein, um das griechische Gesetz zu umgehen, das die Bebauung von als Waldland ausgewiesenen Gebieten verbietet. Da Griechenland als einziger Staat in der EU kein vollständiges Grundbuchsystem führte, kann die unberechtigte Aneignung derartig niedergebrannter Gebiete anschließend nicht ausgeschlossen werden.

Für jeden Informanten, der Hinweise zur Festnahme eines Brandstifters liefern konnte, wurden erhebliche Belohnungen ausgesetzt.
Vyron Polydoras verkündete: ‚Die Belohnung wird zwischen 100.000 € und 1.000.000 € (1,36 Millionen US-Dollar) für jeden Akt der Brandstiftung festgesetzt, je nachdem, ob es zu Todesfällen oder schweren Verletzungen gekommen ist und wie groß der Schaden ist.‘

Schließlich konnte die griechische Polizei drei Festnahmen von an Brandstiftung Verdächtigen vermelden. Ein 65-jähriger Mann aus Areopolis wurde der Brandstiftung und des Mordes im Zusammenhang mit dem Brand angeklagt, bei dem mindestens 6 Personen in dieser Gegend ums Leben kamen.
Außerdem wurden im Norden Kavalas zwei Jugendliche wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Der griechische Regierungspresseminister Theodoros Roussopoulos bestätigte am 27. August, dass 61 Personen wegen des Verdachts der Beteiligung an Brandstiftung verhaftet worden seien, sieben von ihnen verblieben in Haft.

Karte der schwersten Brände in Griechenland
Karte der schwersten Brände in Griechenland seit 2002 mit der verbrannten Fläche und dem Jahr.

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2 Gedanken zu „Brände auf Kreta“

  1. „Etwa 240 Feuerwehrleute aus Bulgarien, Malta, Moldau und Rumänien werden teilweise bis zum Ende des Sommers in Griechenland im Einsatz sein.“

    https://www.griechenland.net/nachrichten/chronik/34814-%E2%80%9Emit-herz-und-seele%E2%80%9C-hunderte-feuerwehrleute-aus-dem-ausland

    Viele Grüße aus Hamburg, kv

  2. Heute, am 15.7.22 brach bei windstärke 8 ein WaldBrand aus. Sanktouris und Melambes wurden evacuiert. Ag. Galini ist bedroht. Das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle um 23 uhr

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