Die Wasserreserven des Kournas-Sees gehen zur Neige und ist Entsalzung von Meerwasser eine Lösung?

Die Wasservorräte des Kournas-Sees, der die Gemeinden Rethymno und Apokoronas mit Wasser versorgt, sind stark erschöpft.
Der Wasserstand hat mit 2,23 Metern ein Tief erreicht, das in den letzten Jahren nicht verzeichnet wurde.
Eine lange Trockenperiode und dauerhafte Wasserentnahme zum Zwecke der Versorgung setzen der Region spürbar zu.
Das bringt die Folgen des Klimawandels noch näher an den Alltag der Menschen.
In einigen höher gelegenen Gebieten wie Mastambas, Koumbes und Sarakina kam es bereits zu Wasserversorgungsproblemen.
Gestern starteten Reparaturarbeiten an der Wasseraufbereitungsanlage, die bald für Besserung sorgen sollen – aber wann genau, weiß gerade niemand so recht.
Die DEYAR prüft Alternativszenarien zur Problemlösung
Die Wasserversorgung der Stadt steht vor großen Herausforderungen.
Die Oberfläche des Sees Kournas sinkt rapide – Experten warnen, dass der See in wenigen Tagen komplett austrocknen könnte, falls es nicht endlich regnet.
Dann wäre keine Wasserentnahme mehr möglich.
Die DEYAR sucht deshalb nach Lösungen, um die Wasserknappheit zu bewältigen.
Verschiedene Optionen stehen zur Debatte:
- Neubohren von Brunnen: Um unterirdische Wasserreserven zu erschließen, prüft man neue Brunnen.
- Wassertransport per Tanklastwagen: Wasser wird von anderen Gebieten herangekarrt, um Engpässe zu überbrücken.
- Entsalzungsanlagen: Meerwasser könnte aufbereitet werden, um Trinkwasser zu gewinnen.
- Zusammenarbeit mit der Regionalverwaltung: Es wird diskutiert, ob die Region das Staudammprojekt selbst verwalten und Wasser an die DEYAR verkaufen sollte.
Die Dringlichkeit ist kaum zu übersehen – sofortige Maßnahmen sind nötig, um eine echte Versorgungskrise zu verhindern.
Die DEYAR hat ein fünfjähriges Strategieprojekt gestartet, das von 2024 bis 2028 läuft, um langfristige Infrastrukturmaßnahmen anzugehen.
Tabelle der möglichen Maßnahmen und ihre Merkmale
Maßnahme | Vorteile | Nachteile | Status |
|---|---|---|---|
Neubohren von Brunnen | Unabhängigkeit vom See, längerfristige Lösung | Kosten und Zeitaufwand | In Prüfung |
Wassertransport per Tanker | Schnelle Entlastung | Teuer, abhängig von externer Versorgung | Teilweise im Einsatz |
Entsalzung | Unbegrenzt nutzbare Ressource | Hoher Energiebedarf, teure Technik | Konzeptphase |
Regionaler Wassereinkauf | Kooperation mit Nachbarregion | Abhängigkeit, Verhandlungsbedarf | Gespräche laufen |
Die Prognosen der Wettermodelle sind ernüchternd.
Es gibt nur etwa 10 % Chance auf ein normales Niederschlagsjahr – also, Regen bleibt unwahrscheinlich.
Die DEYAR nutzt diese Daten, um ihre Planung laufend anzupassen und Notfallpläne bereitzuhalten.
Expertenteams beobachten die Lage täglich und informieren die Bevölkerung, sobald sich etwas ändert.
Selbst wenn kurzfristig Leitungen oder Anlagen repariert werden, reicht das nicht aus, um die Wasserkrise zu beheben.
Ohne Regen und neue Wasservorräte bleibt die Situation kritisch – das lässt sich einfach nicht schönreden.
Wichtige Punkte:
- Der See Kournas ist die Hauptquelle für die Wasserversorgung der Stadt.
- Ein Ausbleiben des Regens führt dazu, dass der See vollständig austrocknet („schließt“).
- Alternativquellen und Notfallmaßnahmen sind in Vorbereitung, aber keine einfache Lösung vorhanden.
- Die Bevölkerung wird über zukünftige Einschränkungen informiert.
Die anhaltende Trockenheit „trocknete“ den Kournas-See aus
Die Wasserstände im Kournas-See sind auf ein historisches Tief von nur 2,23 Metern gesunken.
Eine lange Trockenperiode und der ständige Wasserentzug zur Versorgung der Städte Rethymnon und Apokoronas sind die Hauptursachen.
Dadurch hat sich die Wasserqualität verschlechtert.
Die Wasseraufbereitungsanlage in Dramia konnte das Wasser nicht mehr richtig filtern und erlitt eine schwere Störung.
Als Folge stellte man die Wasserversorgung in Rethymnon vorübergehend ein.
Die Organisation für Entwicklung Kretas (OAK) kündigte an, dass die Reparatur innerhalb von 24 Stunden erfolgen soll, war sich aber selbst nicht sicher, ob das klappt.
Schon am Vortag gab es Probleme in höheren Stadtteilen wie Mastambas, Sarakina und Koumbes.
Diese Gebiete bekommen ihr Wasser aus dem Reservoir Gállos, das wiederum westliche Quellen nutzt.
Die örtliche Wasserversorgung DEYAR versucht gerade, alternative Wasserquellen wie den Potamon-Staudamm für die betroffenen Gebiete einzusetzen.
Vizepräsident Dimitris Leledakis versprach, alle verfügbaren Optionen auszuschöpfen, um die Unannehmlichkeiten für die Bürger so gering wie möglich zu halten.
Falls die Reparatur der Wasseraufbereitungsanlage nicht schnell gelingt, könnten Wasserversorgungsprobleme in den höher gelegenen Vierteln zunehmen.
OAK-Präsident Theodoros Ninos betonte, dass dringend weitere Niederschläge nötig sind, um die Lage zu entspannen.
Ohne Regen bleibt die Situation angespannt – und ehrlich gesagt, sieht es gerade nicht nach Besserung aus.
Wichtige Fakten zum Kournas-See und der Versorgung:
Thema | Details |
|---|---|
Aktueller Wasserstand | 2,23 Meter (historisches Minimum) |
Hauptverbraucher | Gemeinden Rethymnon und Apokoronas |
Ursache der Probleme | Dauerhafte Trockenheit, ständige Wasserentnahme |
Schadensfolge | Störung der Wasseraufbereitungsanlage |
Betroffene Gebiete | Rethymnon, Mastambas, Sarakina, Koumbes |
Alternative Wasserversorgung | Potamon-Staudamm |
Dauer der Wassersperre | Mindestens 24 Stunden (Stand 29.11.2025) |
Empfehlungen der Behörden:
- Wasser sparen, wo immer möglich
- Verständnis für die Einschränkungen zeigen
- Information über Versorgungsstände beachten
Das Wasser wird weiter knapp bleiben, wenn es nicht bald regnet.
Die nächste Zeit wird zeigen, wie die Verantwortlichen mit der Lage umgehen – viel Spielraum bleibt jedenfalls nicht.
Entsalzung ist keine Lösung für die Wasserknappheit
Professor Lefkás sagt ziemlich klar: Die Entsalzung von Meerwasser klingt vielleicht nach einer schnellen Lösung für Wasserknappheit, aber das ist sie wirklich nicht. Da tauchen jede Menge Probleme auf, die man leicht unterschätzt oder schlicht übersieht.
Wichtige Punkte zu Entsalzung und Wasserknappheit:
Thema | Details |
|---|---|
Umweltbelastung | Entsalzungsanlagen werfen oft stark salzhaltige Abwässer ins Meer, was Meereslebewesen schaden kann. |
Hohe Kosten | Der Energieverbrauch bei der Entsalzung ist enorm, was das Ganze teuer und ziemlich aufwendig macht. |
Technische Herausforderungen | Diese Anlagen sind kompliziert und brauchen dauernd Wartung und Überwachung. |
Lefkás meint, dass die wichtigsten Wasserreserven eigentlich im Grundwasser stecken. Wir könnten dieses Wasser viel besser nutzen, statt sofort auf Entsalzung zu setzen.
Er warnt aber: Wenn man Grundwasser ungeplant und unkontrolliert nutzt, wird’s schnell gefährlich. Gerade auf Inseln, wo das Problem besonders heftig ist, zapfen viele die Reserven zu stark an – manchmal sogar bloß, um Swimmingpools zu füllen.
Maßnahmen zur besseren Wassernutzung:
- Grundwasservorräte gemeinsam verwalten und besser schützen
- Technische Lösungen einsetzen, um Grundwasserspeicher nach Waldbränden wieder aufzufüllen
- Hybridmaßnahmen vermeiden, die der Umwelt schaden könnten
Lefkás sieht Entsalzung als wirklich letzte Option, wenn alle anderen Wege ausgeschöpft sind. Er findet, dass man diese Technik nur sehr gezielt und mit viel Vorsicht nutzen sollte.
Fakten zu Wasserknappheit und Entsalzung in Zahlen:
- Energieverbrauch für 1 Kubikmeter entsalztes Wasser: ungefähr 3-4 kWh
- Salzgehalt im Abwasser durch Entsalzung: kann bis zu 50% höher als im Meerwasser liegen
- Kosten für Entsalzungsprojekte: oft mehrere Millionen Euro pro Anlage
Grundwasser bleibt eine der wichtigsten Ressourcen – und ehrlich gesagt, wir gehen oft ziemlich schlampig damit um. Wenn wir diesen Schatz endlich richtig nutzen, könnten wir uns teure und umstrittene Entsalzungsanlagen vielleicht erstmal sparen.


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