Matala

Matala ist ein malerisches Küstendorf an der Südküste Kretas, in der Nähe des antiken Palastes von Festos. Dieser bezaubernde Ort ist von Geschichte und natürlicher Schönheit durchdrungen, was ihn zu einem Magneten für Reisende aus aller Welt macht.
Wir fühlen uns immer wieder von der verlockenden Kombination aus kristallklarem Wasser, Sandstränden und den in die Klippen gehauenen Höhlen angezogen, die ihre eigene Geschichte haben.

Matala
Der Strand und die Höhlen von Matala.

Matala an der Südküste Kretas

Bekannt wurden die Höhlen von Matala in den 1960er Jahren, als sie der Aufenthaltsort einer großen, internationalen Hippie-Gemeinschaft waren.

Lage von Matala

Vom Palast von Festos führt eine Abzweigung nach dem 12 km entfernten Matala. Zuvor erreicht man nach 7 km Pitsidia, wonach man nach weiteren 1,5 Kilometern eine Abzweigung auf einen Schotterweg erreicht, welche rechts nach Kommos zum ehemaligen Hafen von Festos führt.

Strand von Kommos

Diese Siedlung hatte ihre Blütezeit von der Neupalastzeit bis zu den Römern. Während der dortigen Ausgrabungen wurde eine heilige Anlage mit herumliegenden Gebäuden entdeckt, welche bis in das 1. Jahrhundert nach Christi hinein betrieben wurde. Die Gebäude im Südwesten waren vermutlich Lagerhäuser oder Hafenanlagen.

Kommos
Ausgrabungen am Strand von Kommos.

Der Strand von Kommos ist ein wunderschöner Küstenabschnitt an der Südküste Kretas. Bekannt für seinen weichen, goldenen Sand und das kristallklare Wasser, bietet der Strand von Kommos einen ruhigen Zufluchtsort für Besucher, die Entspannung und natürliche Schönheit suchen. Der Strand ist von zerklüfteten Klippen und malerischen Landschaften umgeben und bietet eine malerische Kulisse zum Sonnenbaden, Schwimmen und für Wassersportarten.

Der Strand von Kommos ist auch für seine natürliche Umgebung bekannt, einschließlich der Sanddünen und der Flora und Fauna der Küste. Der Strand ist Teil eines Naturschutzgebiets und bietet eine unberührte Umgebung für die Beobachtung von Tieren und Vögeln.


Dieser Strand, der ein wichtiger Ort für Meeresschildkröten ist, schafft ein Gleichgewicht zwischen unberührter Natur und den notwendigen Annehmlichkeiten, wie der Anwesenheit eines Rettungsschwimmers in den Sommermonaten.

Strand von Kommos
Der Strand von Kommos (Komo).

Besucher des Kommos Beach können eine Reihe von Annehmlichkeiten genießen, darunter Liegestühle und Sonnenschirme, die man mieten kann, sowie Strandcafés und Tavernen mit traditioneller griechischer Küche. Die entspannte Atmosphäre und die atemberaubende Landschaft machen den Strand zu einem beliebten Ziel für Einheimische und Touristen, die die Schönheit der Mittelmeerküste genießen möchten.

Der Ort Matala

Matala
Der Sandstrand von Matala mit den Höhlen im Hintergrund.

12 km weiter von Kommos befindet sich die kleine Ortschaft Matala, welche der Zweithafen von Festos und später von Gortis während der Römerzeit war. Die Höhlen mit dem Sandstrand und der halbkreisförmigen Bucht sind eine beeindruckende landschaftliche Erscheinung.

Geschichte von Matala

Die Höhlen von Matala wurden aus dem ockerfarbenen, schroffen und schräg geschichteten Sandsteinwänden geschlagen. Die Steilwände des zum Meer hin offenen Tals wurden wahrscheinlich schon seit dem 6. Jahrtausend v.Chr. herausgeschlagen und als Wohnhöhlen benutzt. Der weiche Sandstein lässt sich auch mit einfachsten Steinwerkzeugen gut bearbeiten.

Die Minoer hatten zwar ihren Haupthafen weiter nördlich im schon erwähnten und näher zu Festos gelegenen Kommos, wo immer noch Ausgrabungen stattfinden, werden wohl aber auch die geschützte Bucht von Matala genutzt haben.
Die Sage erzählt auch, dass Zeus hier in Matala in Gestalt eines Stieres mit Europa auf dem Rücken angelandet war. Homer schreibt, dass Menelaos bei seiner Rückkehr aus Troja hier Schiffbruch erlitt.
Für die Römer schließlich war Matala neben Lendas der wichtigste Hafen.

So ist nur gesichert, dass alle Höhlen von Menschenhand angelegt wurden und das sie zuerst als römische und frühchristliche Gräber ausgebaut und eingerichtet wurden. Die ersten Christen nutzten die Höhlen als Grabstätten und arbeiteten Sarkophage hinein.

Doch wurden sie seitdem immer wieder und auch auf andere Weise genutzt, sodass es unmöglich ist, festzustellen, wie sie einmal ursprünglich ausgesehen haben mussten oder angelegt wurden.
Manche Höhlen haben Fenster und Türen und herausgeschnittene Sitzbänke oder Betten, welches wohl ursprünglich einmal Grabplatten waren. Andere sind nicht mehr als herausgeschnittene Hohlräume. Auch die Einheimischen wohnten immer wieder zeitweise in ihnen.

Im Jahr 823 n.Chr. landeten die Sarazenen in Matala, von wo aus sie die Provinzhauptstadt Gortis belagerten und zerstörten und schließlich ganz Kreta eroberten. Im 2. Weltkrieg wurden die Höhlen als Munitionslager verwendet.

Höhlen von Matala
Vor den Höhlen von Matala.

Die Hippies in Matala

Aber erst wirklich berühmt wurden die Höhlen von Matala in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als sie der Aufenthaltsort einer großen, internationalen Hippie-Gemeinschaft wurden. Angeblich sollen Cat Stevens, Bob Dylan und Joni Mitchell darunter gewesen sein: ‚they’re playing that scratchy rock and roll under the Matala moon‘ vom 1971er-Album ‚Blue‘.

‚Kuchenuwe‘ in seinem ‚Basislager‘
Einer der letzte, ‚echten‘ Hippies dort war bis vor ein paar Jahren Scotty, welcher 1964 dort ankam und bis wenige Jahre vor seinem Tod im Alter von 76 Jahren in 2016 dort seine Zeit auf Erden verbracht hatte.

Kuchenuwe dagegen ist hin und wieder immer noch am nahen Strand von Kommos zu finden und hat seine Hippie-Geschichten aus den 1970er und 1980er Jahren in einem Buch veröffentlicht.

Als ein Zeitzeuge berichtet er allerdings, dass Scotty niemals in seinem Leben ein echter Hippie gewesen war, sondern erst um das Jahr 2000 nach Kreta kam und dem Alkohol auch sehr zugetan war. Er soll aus Lentas hinausgeworfen sein, da er Leute am Strand beklaut haben soll. Daraufhin kam er nach Matala und wurde erst 2011 dort als Hippie vermarktet, da für das zu diesem Zeitpunkt eingeführte jährliche Hippie-Festival ein ‚echter Hippie‘ gebraucht wurde. Tatsächlich waren aber die ursprünglichen Hippies zu ihrer Zeit bei den Einheimischen nicht gerade willkommen!

Wohnort des 'letzten Hippies'
Der Wohnort des ‚letzten Hippies‘ bei Matala.
Nach Kuchenuwes Aussage gibt es nur noch einen einzigen Hippie auf dem Weg zum Red Beach und dieser lebt dort bereits seit 50 Jahren abgeschieden von den Touristen in einer Höhle (Foto links). Dieser Mann ist Engländer und hat nur ein Rennrad, was er immer den Berg hochträgt, damit es nicht gestohlen wird und er müsste jetzt so fast auf die 80 Jahre zugehen. Kuchenuwe hat ihn in den 1990er Jahren einmal in seiner Höhle besucht und hat ihn noch jedes Jahr mit seinem Fahrrad in Mires einkaufen gesehen. Dieser ‚letzte Hippie‘ mag jedoch keine Touristen und lässt sich auch nicht in Matala blicken; im Gegensatz dazu wie es Scotty tat. Er sollte auch besser nicht in seiner Höhle aufgesucht werden, da er dafür Vorkehrungen getroffen hat und über keinen Besuch erfreut sein dürfte!

Zwischenzeitlich wurde Kuchenuwe das Leben hier leider von den Behörden und einigen Einheimischen recht schwer gemacht, wie man in einer seiner Geschichten hier lesen kann.

Die Zeit der großen Hippie-Gemeinschaft endete erst, als die griechischen Behörden das Gelände unter Denkmalschutz stellten und absperrten. Die Hippies zogen dann allerdings zum Palmstrand von Vai für eine begrenzte Zeit weiter.

 

Heute sind die Höhlen eingezäunt und täglich von 10 bis 19 Uhr von April bis September zu besichtigen. In der Nacht patrouilliert die Polizei und sie werden von Flutlicht angestrahlt, sodass niemand sich mehr dort einnisten kann.
Im Winter allerdings ist das Gelände oft nicht abgeschlossen und kann jederzeit besucht werden.

Matala Beach Festival

Das kleine Dorf von Matala ist ein geschichtsträchtiger Ort mit einem kulturellen Erbe, das durch seine Feste und antiken Stätten noch immer nachhallt. Hier erhaltet ihr einen Einblick in die lebendige Mischung aus Musik, Leben und Geschichte, die Matala bietet.

Der Geist der sechziger Jahre wird auf dem alljährlichen Matala Beach Festival lebendig, einer Veranstaltung, die den freien Geist der Hippiekultur verkörpert.

Das Festival findet an den Sandstränden statt, die einst Ikonen wie Joni Mitchell beherbergten. Der Song ‚Carey‘ spiegelt das Fest der Liebe, Kunst und Musik wider.

Die Besucher können sich an der Musik von Tribute-Bands und Original-Künstlern erfreuen, die das Erbe von Stars wie Joan Baez und Bob Dylan für eine neue Generation lebendig halten.

Matala zu Beginn der Saison.

Lokaler Lebensstil und Annehmlichkeiten

In Matala finden wir eine reizvolle Mischung aus traditionellem Charme und modernem Komfort, die sowohl den Einheimischen als auch den Reisenden entgegenkommt.

Der Lebensstil von Matala ist eng mit seinem Ursprung als Fischerdorf und seiner Umwandlung in ein Zentrum für Freizeit und Kultur verbunden.

Kulinarische Köstlichkeiten: Tavernen und Restaurants

Die Tavernen sind das Herzstück der kulinarischen Szene Matalas. Mit dem Schwerpunkt auf frischen, lokalen Produkten servieren die Tavernen eine Vielzahl kretischer Gerichte, die mit dem Flair zubereitet werden, das nur traditionelle, familiengeführte Betriebe bieten können.

Hier könnt ihr Dakos genießen, ein schmackhaftes Grundnahrungsmittel aus Gerstenzwieback mit Tomaten, Mizithra-Käse und Olivenöl, oder einen Teller mit frisch gegrillten Meeresfrüchten, die täglich von den örtlichen Fischerbooten angeliefert werden.

Die Restaurants in der Gegend schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bieten sowohl internationale Gerichte als auch lokale Küche an.

Eine Mahlzeit in diesen Restaurants ist nicht nur ein Essen, sondern auch ein kulturelles Erlebnis, bei dem das sanfte Plätschern der Meereswellen und ein Glas Raki zum Anstoßen auf den Abend dazugehören.

Vom Fischerdorf zur Touristenstadt

Unser geliebtes Matala hat sich von einem einfachen Fischerdorf zu einem lebhaften Touristenort entwickelt.
Während die Fischerei nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftszweig ist – ein Beweis für unser Erbe – hat der Zustrom des Tourismus eine Fülle von Annehmlichkeiten mit sich gebracht.

In den Souvenirläden wird ein breites Spektrum an handwerklichen Produkten angeboten, von lokal hergestellten Olivenölseifen bis hin zu kunstvollem Schmuck und Souvenirs.

Zweifellos hat der Wandel eine Fülle von Cafés mit sich gebracht, in denen lebhafte Gespräche ebenso frei fließen wie der Kaffee.

Doch trotz dieses Wachstums hat sich das Dorf Matala seinen Charme und die entspannte Atmosphäre bewahrt, die es schon immer ausgemacht haben.

Wenn ihr durch die malerischen Straßen schlendern, ist das Gleichgewicht zwischen Tourismus und Tradition spürbar und bietet eine heitere Koexistenz, die wir als Einheimische schätzen und unsere Besucher dazu einladen, sie zu respektieren und zu genießen.

Besuch von Matala

Matala
Matala im Winter

Bei der Anfahrt mit dem Auto sollte man den Parkplatz hinter dem Strand benutzen (Parkgebühr € 2), welcher rechts ausgeschildert ist, wenn man den Ort erreicht. Während der Hochsaison kann dieser aber voll belegt sein und dann gibt es nur noch eine begrenzte Anzahl kostenpflichtiger Parkplätze in der Hotel-Straße. Sind auch diese belegt, bleibt nur noch, eine Abstellmöglichkeit an der Seite der Zufahrtsstraße zu suchen.
Mit dem Bus kann man ab Mires oder Iraklion nach Matala fahren, welcher direkt am Ortseingang hält.

Zwar gibt es immer noch Zeitgenossen, welche behaupten, dass Matala mit seinen in den Höhlen hausenden Hippies ‚der begehrenswerte Touristen-Strand‘ auf Kreta ist, allerdings sind diese Zeiten – sofern sie überhaupt jemals existierten – aber zwischenzeitlich Legende und der Ort ist trotz seines Ruhms überraschend klein und in 10 Minuten hat man alles davon gesehen.

Im Grunde besteht der Ort aus einer einzigen Fußgängerzone, welche hinter dem Strand verläuft. Dort befindet sich der Markt und zahlreiche Tavernen auf der rechten Seite, während das ‚alte Matala‘ gegen die Felsen auf der linken Seite gequetscht ist.

Mehr Fotos von Matala

Hier zur Fotogallerie von Matala und dem Strand von Kommos

Erkundungen jenseits von Matala

 Südküste Kretas
Zerklüftete Südküste Kretas.

Ein Ausflug von Matala aus bietet uns die Möglichkeit, die reiche Palette der Landschaften Südkretas zu entdecken, von malerischen Städten bis zu atemberaubenden Stränden.

Südkreta entdecken: Nahe gelegene Städte und Strände

Unsere Erkundungstour über Matala hinaus führt uns in das nahe gelegene Pitsidia, ein charmantes Dorf, in dem wir den authentischen kretischen Lebensstil erleben können.

Es ist nur eine kurze Autofahrt von Matala entfernt und bietet eine ruhigere Atmosphäre, ideal für diejenigen von uns, die sich entspannen und die lokale Kultur genießen möchten.

Wenn wir uns der Küste nähern, erwartet uns in Kommos ein atemberaubender, von Tamarisken gesäumter Strand.

Wenn wir von Matala aus nach Osten fahren, öffnet sich die Bucht von Messara vor uns und bietet einen weiten Blick auf das südliche Meer.
Der Anblick der riesigen Wasserfläche lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten und die ruhige Schönheit der südkretischen Meeresfront zu genießen.

Naturwunder: Die Schönheit der Küste Kretas

Wenn wir unsere Reise entlang der Küste fortsetzen, werden wir an den starken Kontrast zwischen Südkreta und der stärker entwickelten Nordküste erkennen.

Hier ist das natürlich zerklüftete Terrain weniger vom Tourismus betroffen, was einen intimeren Kontakt mit der natürlichen Umgebung der Insel ermöglicht.

Tipp: weitere Strände in der Nähe von Matala

Strand von Kommos
Am Strand von Kommos (Komo) im Winter.

Wenn die Menschenmassen am Strand in der halbkreisförmigen Bucht von Matala überhandnehmen, kann man über die Hügel in 20 bis 30 Minuten den Kokkino-Strand (Roter Strand) zu Fuß erreichen. Die Strecke kann auch per Boot zurückgelegt werden.
Der rötlich-goldfarbene Strand mit seinen Nudisten und der etwas heruntergekommenen ‚Kantina‘ liegt südlich von Matala und man folgt entweder einfach der ‚Hotel-Strasse‘ weg vom Ort, wo man auf einen nicht zu übersehenden Pfad trifft, welcher aber in Abschnitten nicht leicht zu begehen ist.

Es gibt noch eine einfacher zu begehende, aber längere Route vom Ort aus. Dieser folgt man entlang den weißen Pfeilen, welche auf die Hauptstraße aufgemalt sind.

Der Kommos-Strand liegt dagegen in die andere Richtung, nördlich von Matala und man folgt dem Schotterweg ab Pitsidia. Dort befindet sich ein kilometerlanger, natürlicher Sandstrand.

Hotels in und um Matala

Übersicht über aktuell verfügbare Hotels in und um Matala zum Bestpreis !

Video von Matala

(Dauer 1 min 11 sec)


Wegbeschreibungen

Zur Karte mit den Wegbeschreibungen nach Festos und Matala an der Südküste der Präfektur Iraklion:
Hier klicken: Wegbeschreibungen an die Südküste


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