Kretas Mythen und Legenden zur heutigen Zeit

König Minos von Kreta und der Minotaurus.

Der Palast Knossos soll der Wohnort des mythischen Königs Minos gewesen sein. Die Ausgrabungsstätte lässt sich heute auf Kreta besuchen.

Quelle: Pxfuel

Die griechischen Mythen, Legenden und Sagen sind ein wichtiger Teil der griechischen Vergangenheit und Kultur und versetzen die Menschen bis heute ins Staunen. Eine besonders spannende und häufig erzählte Geschichte, die sich in der klassischen Periode des Antiken Griechenlands auf Kreta zugetragen haben soll, ist die des Königs Minos und des Minotaurus. Wer hat heute schließlich noch nicht vom Mythenwesen mit menschlichem Körper und Stierkopf gehört? Wer sich für die sagenhafte Geschichte des ehemaligen König Minos, des Minotaurus und des Labyrinths interessiert und den Schauplatz aus nächster Nähe erleben möchte, kann zu den Ausgrabungsstätten des minoischen Palasts Knossos auf Kreta reisen. Auch in der modernen Popkultur lebt der Mythos des Stierwesens auf, sodass diverse Spiele und Filme die Geschichte ins 21. Jahrhundert holen.

Die sagenhafte Geschichte von König Minos

Der Mythos des Minotaurus auf Kreta ist eine aufregende Geschichte von Macht, Hinterhalt, Liebe und Gewalt. Sie beginnt mit Minos, dem Sohn von Zeus und Europa, der auf Kreta beheimatet war. Er soll beim Meeresgott Poseidon Hilfe gesucht haben, um mit dessen Unterstützung König von Kreta zu werden. Im Gegenzug würde er für Poseidon das Tier, das er aus dem Meer entsandte, opfern. Gesagt, getan, Minos wurde König von Kreta. Der Stier, der aus dem Meer trat und den er hätte opfern sollen, gefiel ihm jedoch so gut, dass er ihn am Leben ließ und dem Meeresgott stattdessen ein anderes Tier opferte. Poseidon war erbost und ließ Minos Frau, Pasiphaë, daher von einem Stier befruchten, woraufhin sie den Minotaurus gebar, ein Mensch mit Stierkopf. Um das Mischwesen wegzusperren, ließ König Minos von Kreta ein Labyrinth vom Architekten Daidalos errichten, das des Stiers Gefängnis werden sollte. Theseus, Sohn des Königs von Athen, soll sich schließlich in das Labyrinth gewagt und den Minotaurus bekämpft und getötet haben. Ariadne, Tochter von König Minos, verliebte sich in Theseus und soll ihm mit dem sogenannten Ariadnefaden aus dem Labyrinth geholfen haben, nachdem er das Mischwesen besiegt hatte.

Eine faszinierende Legende, die sich auf der Insel Kreta abgespielt haben soll. Sie ist Teil der langen Geschichte der Insel, die besonders durch die Entdeckung der minoischen Zivilisation geprägt wird. Von dem in der Sage benannten mythischen König Minos stammt der Name der minoischen Zeit in Kreta. Sie prägte die Geschichte der Insel, des Landes und des gesamten Kontinents maßgeblich, denn bei der Zivilisation dieser Zeit auf Kreta soll es sich um die erste Hochkultur ganz Europas gehandelt haben. Als Ausgangspunkt für das klassische Griechenland soll hier die erste westliche Kultur begonnen haben. Durch die günstige Lage der Insel im östlichen Mittelmeer war sie ein hervorragender Schnittpunkt der östlichen und südlichen Kulturen, die hier auf die westlichen und nördlichen trafen. Über ein Jahrhundert wurde die Geschichte der Insel und der ersten echten Zivilisation auf europäischen Boden durch Ausgrabungen und Entdeckungen aufbereitet. Zentrum der Legenden waren unter anderem der minoische Palast Knossos, dessen Ausgrabungsstätte heute noch besucht werden kann. Er soll Wohnort des König Minos und architektonisches Vorbild für das sagenumwobene Labyrinth des Minotaurus gewesen sein.

Ausgrabungsstätte Knossos: Der größte minoische Palast auf Kreta

Der mit Abstand größte bisher gefundene minoische Palast befindet sich in Knossos und wurde erst zum Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Der Palast des mythischen Königs Minos beeindruckt mit einer äußerst komplexen Architektur, die man sich heute kaum vorstellen kann, dass sie bereits damals errichtet wurde. Entdeckungen zufolge soll das Gebiet bereits in der Jungsteinzeit, um 6.000 v. Chr. besiedelt gewesen sein. Mit einem umwerfenden Palastkomplex schufen die Menschen bereits 2.000 v. Chr. architektonische Wunderwerke. Auf einer Fläche von über 20.000 Quadratmetern stand der aus mehreren Flügeln und Gebäudekomplexen bestehende Palast, der über die Zeit mehrfach erweitert, bzw. wiederaufgebaut und verändert wurde. Mit bis zu fünf Stockwerken, detailreichen Fassaden, majestätischen Eingangstoren und einem rundum prachtvollen Aussehen soll der Palast Knossos der Legende nach der Wohnort des Königs Minos und sogar Vorbild für das Labyrinth gewesen sein, in dessen Zentrum der Minotaurus gefangen war.

Heute lässt sich die Ausgrabungsstätte etwa fünf Kilometer von Iraklion entfernt auf Kreta besuchen. Bis 1903 wurde die Hauptstruktur des Palasts ausgegraben. Es folgten zahlreiche Restaurierungen und Wiederaufbauten des ehemaligen Gebäudes durch den britischen Archäologen Sir Arthur Evans, der mit seinen Arbeiten die ehemalige Struktur zum einen bewahren und zum anderen die unglaubliche Komplexität sowie den Detailreichtum des Gebäudes zeigen wollte. Zwar werden seine Arbeiten und Funde durch Forscher heute häufig kritisiert und belächelt, doch das eindrucksvolle Gelände von Knossos, dessen architektonische Form durch Evans vor Augen geführt wird, beeindruckt bis heute. Dass die Menschheit bereits 2.000 v. Chr. solch komplexe, mehrstöckige Bauten errichten konnten, wird hier erlebbar.

Im Videospiel Assassin’s Creed Odyssey wartet der Minotaurus als einer der Endgegner im Labyrinth auf waghalsige Spieler. 

Assassin’s Creed Odyssey World Premiere“ (CC BY 2.0) by BagoGames

Der sagenumwobene Minotaurus in der modernen Popkultur

Bei der Besichtigung von Knossos begeben sich Besucher förmlich auf eine Zeitreise in das Antike Griechenland, das auch im 21. Jahrhundert noch beeindruckt. Die Mythen und Geschichten der damaligen Zeit, besonders die rund um den Minotaurus, haben sich bis heute auf unsere Kultur ausgewirkt. Über die Jahre erschienen daher das Mischwesen sowie das Labyrinth vermehrt in Kunst und Literatur, wie etwa auf diversen Gemälden des spanischen Surrealismus-Künstlers Pablo Picasso und im Bestseller-Roman Das Haus – House of Leaves des amerikanischen Schriftstellers Mark Z. Danielewski aus dem Jahr 2000. Auch Filme beschäftigten sich bereits mit der griechischen Mythologie, so dreht sich der Film Krieg der Götter aus dem Jahr 2011 um die Sage des Minotaurus und auch im Film Zorn der Titanen hat der Stiermensch einen Auftritt.

In der Welt der Videospiele erwacht die Mythologie aus dem Antiken Griechenland ebenfalls erneut zum Leben. Das Action-Adventure-Rollenspiel Assassin’s Creed Odyssey von Ubisoft aus 2018 versetzt Spieler in das Jahr 431 v. Chr. nach Griechenland. Als Abstamme des spartanischen Königs Leonidas I begegnet der Spieler in der Rolle des Alexios oder der Kassandra in einer Episode sogar dem Minotaurus persönlich. Es geht durch das Labyrinth, in dessen Mitte der wütende Stiermensch auf den Spieler wartet. Auch im Online Casino erwachen die Legenden aus dem Antiken Griechenland zum Leben. Das 888 Casino bietet beispielsweise neben einem Blog voller Informationen zu einer Vielzahl von Spielen ebenso eine breite Palette an Spielautomaten verschiedenster Themen an. Die Slots Gods of Gold und Zeus Ancient Fortunes bedienen sich der griechischen Mythologie und lassen auf ihren drehenden Walzen die Legenden erneut aufleben. Doch nicht nur auf dem Bildschirm können Freunde der Mythologie in das Antike Griechenland reisen, denn sogar im echten Leben warten spannende Erlebnisse. Im Live Escape Room in Denzlingen haben Teilnehmer mit ihren Freunden beispielsweise die Aufgabe, sich innerhalb von 55 Minuten durch das Lösen von Rätseln aus dem Labyrinth des Minotaurus zu befreien. Damit lebt die alte Mythologie bis heute in unserer modernen Popkultur weiter.

Die Mythologien aus Griechenland sorgen bei den Menschen auch im 21. Jahrhundert für Faszination. Beim Besuch des Knossos Palasts auf Kreta wird die lange Geschichte der Insel förmlich spürbar. Die Sagen rund um den König Minos und den Minotaurus tauchen bis heute in unserer modernen Popkultur auf und werden weiterhin erzählt und bestaunt.

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